Wesseling, Deutschland, 10. August 2026. Nissan hat für den Qashqai e-Power einen Guinness-Weltrekord gemeldet: Der Crossover legte nach Angaben des Herstellers 1.980 Kilometer zurück, ohne nachtanken zu müssen. Die Rekordfahrt fand Mitte Juli in Kolumbien statt und wurde von Guinness World Records begleitet und bestätigt. Für Leser interessant ist vor allem der Antrieb, der sich von klassischen Hybriden unterscheidet und stärker an einem Elektroauto orientiert.
Kurz zusammengefasst:
Nissan meldet für den Qashqai e-Power einen Guinness-Rekord über 1.980 Kilometer ohne Nachtanken. Die Fahrt führte von Bogotá bis an die Karibikküste in Kolumbien und wurde von Guinness World Records überwacht. Genannt werden für das Modell ein 1,5-Liter-Benziner, 151 kW/205 PS, 4x2 und Automatik. Der kombinierte Verbrauch liegt laut Hersteller bei 4,3 bis 4,5 Litern pro 100 Kilometer, die CO₂-Emissionen bei 98 bis 101 g/km.
Technik, Antrieb und Rekordfahrt
Der Nissan Qashqai e-Power hat sich mit einer Langstreckenfahrt in Kolumbien einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde gesichert. Nach Angaben des Herstellers legte der Crossover 1.980 Kilometer zurück, ohne nachtanken zu müssen. Die Strecke führte Mitte Juli von Bogotá bis an die Karibikküste und wurde von unabhängigen Prüfern von Guinness World Records überwacht. Für Nissan ist die Fahrt vor allem eine Demonstration der eigenen e-Power-Technik, die sich von einem klassischen Vollhybrid unterscheidet.
Beim e-Power-System werden die Räder ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben. Ein Benzinmotor arbeitet nicht direkt auf die Räder, sondern erzeugt Strom, der je nach Situation in die Batterie oder direkt an den Elektromotor fließt. Damit soll das Ansprechverhalten eines Elektroautos mit der Reichweiten- und Tanklogik eines Verbrenners kombiniert werden. Das Unternehmen verweist zudem auf eine modulare 5-in-1-Antriebseinheit, in der Elektromotor, Generator, Wechselrichter und weitere Komponenten gebündelt sind. Auch die Rekuperation spielt eine Rolle: Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen und in die Batterie eingespeist.
Die Fahrt in Kolumbien war nicht die erste Langstreckenaktion dieser Art. Nissan verweist auf ähnliche Herausforderungen in Großbritannien und Tasmanien. Die aktuelle Tour soll zeigen, dass das System auch mit wechselnden Straßenverhältnissen, Höhenprofilen und Klima zurechtkommt. Solche Rekordfahrten lassen sich zwar nicht direkt auf den Alltagsverbrauch jeder Fahrerin und jedes Fahrers übertragen, sie zeigen aber, wie effizient ein Antrieb unter günstigen Bedingungen arbeiten kann. Gerade bei elektrifizierten Fahrzeugen ist für viele Kunden relevant, wie gut sich Effizienz, Komfort und Alltagstauglichkeit verbinden lassen.

Einordnung für Käufer und Interessenten
Der Qashqai gehört seit Jahren zu den wichtigen Modellen im Crossover-Segment. Mit e-Power setzt Nissan dabei auf eine Lösung, die sich im Fahrgefühl näher an einem Elektroauto orientiert, ohne dass ein externer Ladeanschluss nötig ist. Das kann für Käufer interessant sein, die elektrisch angetriebene Räder, ruhiges Anfahren und eine einfache Handhabung suchen, aber noch nicht auf ein rein batterieelektrisches Fahrzeug umsteigen wollen. Der Rekord selbst ist allerdings vor allem ein Marketing- und Technologieweisefahrt-Beleg; für den tatsächlichen Verbrauch im Alltag bleiben Faktoren wie Fahrprofil, Außentemperatur, Topografie und Verkehr entscheidend.
Zu den genannten technischen Daten des Qashqai e-Power gehören ein 1,5-Liter-Benziner, 151 kW beziehungsweise 205 PS, Frontantrieb mit 4x2 und ein Automatikgetriebe. Der kombinierte Verbrauch wird mit 4,3 bis 4,5 Litern je 100 Kilometer angegeben, die CO₂-Emissionen mit 98 bis 101 g/km; daraus ergibt sich die CO₂-Klasse C. Diese Werte stammen vom Hersteller und beziehen sich auf die offizielle Typisierung, nicht auf die Rekordfahrt in Kolumbien selbst. Angaben zu einer möglichen Sonderedition, zu Änderungen im Modellprogramm oder zu neuen Preisen enthält die Mitteilung nicht.
Marktstart, Preise und offene Angaben
Offen bleibt, welche konkrete Bedeutung der Rekord für den Marktauftritt des Qashqai e-Power haben soll. Nissan nennt in der Mitteilung keinen neuen Preis, keinen überarbeiteten Marktstart und keine Änderungen an der Ausstattung für Deutschland. Auch eine konkrete Einordnung, wie sich die e-Power-Variante im hiesigen Angebot gegen andere Antriebe positioniert, fehlt. Für den deutschen Markt liegen damit vor allem die technischen Basisdaten und die Rekordmeldung selbst vor, nicht aber neue Kauf- oder Bestellinformationen.
Die Nachricht passt dennoch in Nissans größere Elektrifizierungsstrategie. Der Hersteller beschreibt e-Power als einen Baustein auf dem Weg zur vollständigen Elektrifizierung und als Brückentechnologie für Kunden, die sich dem E-Auto nähern wollen, ohne sofort auf das Laden an der Steckdose angewiesen zu sein. Für den Markt ist das vor allem deshalb relevant, weil solche Systeme eine Alternative zwischen klassischem Hybrid und reinem Elektroantrieb darstellen. Ob das Konzept im Alltag überzeugt, hängt aber weniger vom Rekord als vom späteren Einsatz auf der Straße ab.
Fotos: © Nissan
