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Autogasanlagen für Benzin- Direkteinspritzer (FSI, TSI …)

Für Fahrzeuge die mit einer Benzin- Direkteinspritzung ausgestattet sind, sind für herkömmliche, vollsequenzieller Autogas-Anlagen nicht geeignet, da es im Gasbetrieb immer wieder zu Problemen führte. Nur wenige Umrüster trauten sich an Direkteinspritzer wie z.B. FSI-oder TSI-Motoren heran. Doch durch den ständig wachsenden Markt mit Benzin-Direkteinspritzung, gibt es mittlerweile neue und zuverlässige Anlagen, die es erlauben, eine Umrüstung auch bei diesen Motoren durchzuführen. 

Hersteller wie u.a. Icom, Vialle, Tartarini und Prins bieten inzwischen Anlagen für Dirketeinspritzer an.  Allerdings sind diese Autogasanlagen meist speziell auf einen Hersteller oder ein Modell zugeschnitten, bzw. darauf optimiert. Deshalb sollten man sich unbedingt vorher informieren, ob  das Fahrzeug und das Modell für die jeweilige Anlage schon freigegeben sind.

Auch sind diese Autogas-Anlagen für Kraftfahrzeuge mit Direkteinspritzung im Vergleich zu Verdampfungsanlagen relativ teuer.

 

Prins VSI-DI (Vapour Sequenzial Injection-Direct Injection)

Der niederländische Hersteller Prins bietet seit Ende 2009 diverse Nachrüstlösungen für Fahrzeuge mit Direkteinspritzung an. Bei dieser neuen VSI-DI-Anlage handelt es sich nicht um ein universelles System, wie das vollsequenziellen VSI-System. Hier ist die Rede von einem dedicated System. Dieses wird per Programmierung der Software auf das jeweilige Fahrzeugmodell zugeschnitten. Aus diesem Grund können auch nur geringere Stückzahlen des VSI-DI System realisiert werden, im gegensatz eines vollsequenziellen VSI Systems. Daher konzentriert sich der Hersteller auch mehr auf Massenhersteller wie VW und seine Konzernmarken Audi, Skoda und Seat. Die Liste der umrüstbaren Fahrzeuge mit FSI- und TSI-Motor, für die das VSI-DI System des Herstellers Prins geeignet ist, wächst allerdings ständig. So sind weitere Modelle und Hersteller in Planung.

Die Kosten dieser Spezifikation des VSI-DI Systems liegen auch höher als eine normale vollsequenziellen Anlage. Die Technik basiert auf der des seit Jahren erfolgreichen vollsequenziellen VSI Systems, ist aber für den Einsatz in Motoren mit Benzin-Direkteinspritzung nochmals überarbeitet worden. Der Unterschied der beiden Systeme liegt in ihrem Einspritzmodul. Bei der Prins VSI-DI wird das Autogas, wie bei den vollsequenziellen Anlagen über den Verdampfer in einen gasförmigen Aggregatzustand gebracht, das dann über Injektoren in den Ansaugtrakt geblasen wird.    

Zudem wird im Gasbetrieb ein geringer Anteil an Benzin miteingespritzt (5 – 10 Prozent, temperaturabhängig). Dieser Benzinanteil verringert dementsprechend den sonst üblichen Gasmehrverbrauch. Die spezielle Funktionsweise der PRINS-VSI ist ECE R115 und ECE R67 konform und ist kein Mischbetrieb! Die Lage der Benzin-Einspritzdüsen in Motoren mit Direkteinspritzung ist der wesentliche funktionelle Unterschied zu den normalen vollsequenziellen Anlagen. Bei FSI- Motoren liegen die Benzin-Injektoren im Zylinderkopf, dort sind die Temperaturen sehr hoch. Das eingespritzte Benzin hat hier die Aufgabe, die Benzin-Injektoren zu kühlen, da sie ansonsten im Gasbetrieb verbrennen würden. Die zusätzliche Benzinzufuhr hat auch noch den positiven Nebeneffekt, dass sie für eine kontinuierliche Schmierung der Ventile und Ventilsitze sorgt. Somit entfällt der Einsatz von Zusatzadditiven (z.B. Flashlube).

 

Vialle Lpi (Liquid Propane Injection)

In Deutschland sind seit 2007 Vialle Alternative Fuel Systems Autogas-Anlagen verfügbar. Mit der Lpi-Anlage brachte Vialle Anfang 2010 sein erstes System, das auch für Motoren mit Direkteinspritzung geeignet ist, auf den Markt. Das LPi-Einspritzsystem ist eine sequenzielle Autogaseinspritzung, die man mit einer herkömmlichen Multipoint-Benzineinspritzanlage vergleichen kann. 

Im Gegensatz zur Prins VSI-Di Anlage wird bei diesem LPG-Einspritzsystem  das Gas in flüssiger Form für jeden Zylinder einzeln und unabhängig voneinander eingespritzt. Deshalb sind bei der Umrüstung keine Eingriffe in den Kühlkreislauf des Motors notwendig.

Dadurch, dass das Gas direkt vor die Einlaßventile des Motors eingespritzt wird, sind Rückschläge (Backfire) bei dieser Anlage nahezu ausgeschlossen. Auch wird ein besserer Füllungsgrad in den jeweiligen Zylindern erreicht, da das verdampfende Autogas in den Ansaugkanälen eine kühlende Wirkung ergibt und somit eine höhere Motorleistung erzielt wird.

Die Lpi-Anlagen von Vialle arbeiten wie ein Benzin-Einspritzsystem. Unter Druck gelangt das flüssige Autogas vom Tank bis zu den Gaseinspritzventilen. Ein Betriebsdruck von 5 bar erzeugt eine integrierte Membranpumpe im Gastank, die das flüssige Gas zu einer Druckregeleinheit im Motorraum pumpt. Diese Druckregeleinheit regelt den Druck im System. Bei Druckverlust (Leck in der Leitung) schaltet ein Absperrventil die Gaszufuhr automatisch ab. Erreicht das Autogas dann die  

Gaseinspritzventile, die im Ansaugkrümmer verbaut sind, wird überschüssiges Gas über Rücklaufleitungen zum Gastank zurück geführt. 

Durch originale Signale des  Benzinsteuergerätes werden die Gaseinspritzventile angesteuert. Somit bleiben alle ursprünglichen Signale, das Motormanagement, sowie die Diagnosefunktionen erhalten.

Zu guterletzt ist das Lpi-System von Vialle absolut wartungsfrei. 

 

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