Mladá Boleslav. Škoda hat mit dem Peaq ein neues vollelektrisches Flaggschiff vorgestellt, das die elektrische Modellpalette der Marke deutlich erweitert. Das große SUV kommt mit bis zu sieben Sitzen, soll mehr als 640 Kilometer Reichweite bieten und startet in Deutschland bei 49.900 Euro. Damit rückt Škoda das Modell klar als familientaugliches Langstrecken-Elektroauto und als neues Spitzenmodell im SUV-Programm in den Fokus.
Kurz zusammengefasst:
Der Škoda Peaq ist ein neues vollelektrisches SUV-Flaggschiff mit bis zu sieben Sitzen. Es misst 4,87 Meter in der Länge und soll mehr als 640 Kilometer Reichweite bieten. In Deutschland beginnt der Preis bei 49.900 Euro für den Peaq Selection 60. Die Leistungs- und Verbrauchsdaten variieren je nach Variante.
Škoda erweitert mit dem Peaq sein Elektroangebot um ein großes SUV, das in der Modellhierarchie an die Spitze rückt. Nach Angaben des Herstellers ist das Fahrzeug das bislang größte und geräumigste SUV der Marke und zugleich das erste Modell von Škoda in diesem Segment der großen SUVs. Mit einer Länge von 4,87 Metern und einem Radstand von fast drei Metern zielt der Peaq vor allem auf Kunden, die im Elektroauto viel Platz, hohe Alltagstauglichkeit und ein überschaubares Langstreckenkonzept suchen. Die Option auf sieben Sitze macht deutlich, dass sich das Modell nicht nur als klassisches Familien-SUV, sondern auch als vielseitiger Reisewagen versteht.
Technik, Komfort und neue Details
Škoda nennt für den Peaq eine Reichweite von mehr als 640 Kilometern. Das ist ein Wert, der das Modell in der eigenen Elektroflotte an die Spitze setzen soll. Je nach Ausführung nennt der Hersteller unterschiedliche Leistungsstufen: Der Peaq 60 kommt mit 150 kW (204 PS), der Peaq 90 mit 210 kW (286 PS). Beim Verbrauch gibt Škoda für die jeweiligen Varianten 14,9 bis 17,5 kWh/100 km beziehungsweise 15,1 bis 17,6 kWh/100 km an. Die CO2-Emissionen werden mit 0 g/km und die CO2-Klasse mit A angegeben. Für ein vollelektrisches SUV dieser Größe sind das typische Herstellerangaben, die vor allem den elektrischen Charakter und die Effizienz im offiziellen Messzyklus beschreiben.
Neben den technischen Eckdaten stellt Škoda vor allem Komfort und Alltagstauglichkeit heraus. Das optionale Relax-Paket soll den Innenraum stärker in Richtung Lounge verschieben, wobei der Hersteller darauf hinweist, dass dieses Paket in Deutschland nicht separat angeboten wird. Die entsprechenden Inhalte sind hier dem Ausstattungspaket Maxx zugeordnet. Ebenfalls an Bord ist ein Premium-Soundsystem von Sonos. Hinzu kommen LED-Matrix-Scheinwerfer, der Fahrassistent Travel Assist 3.0, bündig eingelassene Türgriffe und ein Panoramadach mit Dynamic Shade Control. Mit One Pedal Driving, also dem Fahren mit möglichst wenigen Bremspedalbetätigungen durch Rekuperation, sowie bidirektionalem Laden bringt der Peaq außerdem Funktionen mit, die im Alltag und im Zusammenspiel mit der Ladeinfrastruktur relevant sein können.

Marktstart, Preise und offene Angaben
Für Deutschland nennt Škoda einen Einstiegspreis von 49.900 Euro. Dieser gilt für den Peaq Selection 60. Damit ist zumindest die Basisversion preislich eingeordnet, während konkrete Preisstufen für weitere Varianten in der Mitteilung nicht genannt werden. Auch zum genauen Marktstart macht Škoda in dem vorliegenden Text keine näheren Angaben. Ebenfalls offen bleibt, wie sich die einzelnen Ausstattungslinien im Detail unterscheiden und welche Reichweiten- oder Ladewerte die weiteren Versionen erreichen. Für Kaufinteressenten sind das wichtige Punkte, die erst mit einer detaillierteren Modellfreigabe vollständig beantwortet werden können.
Einordnung für die Modellstrategie von Škoda
Der Peaq ist nicht nur ein weiteres Elektro-SUV, sondern ein strategisch wichtiges Modell für Škoda. Zusammen mit dem ebenfalls angekündigten Epiq soll er das elektrische Portfolio der Marke verdoppeln, wie der Hersteller selbst hervorhebt. Damit wird sichtbar, dass Škoda sein Angebot in Richtung Elektromobilität breiter aufstellt und zugleich unterschiedliche Kundengruppen ansprechen will: vom kompakteren Einstiegsmodell bis zum großen Familien-SUV.
Für den Markt ist vor allem die Kombination aus Größe, Reichweite und sieben Sitzen interessant. In diesem Segment zählt nicht nur die elektrische Antriebstechnik, sondern auch die praktische Nutzbarkeit im Alltag. Ob der Peaq diese Rolle im Wettbewerbsumfeld ausfüllen kann, hängt jedoch neben den Daten aus der Mitteilung vor allem von weiteren Details wie Ladeleistung, Verfügbarkeit und der tatsächlichen Preisstruktur ab. Genau diese Angaben fehlen bislang teilweise noch oder werden erst mit dem näheren Marktstart relevant.
Fotos: © Škoda
