Juni 2026. Dodge hat die Bestellphase für die nächste Generation des Charger in Europa eröffnet. Die Muscle-Car-Baureihe kommt dabei erstmals als Multi-Energy-Modellfamilie mit vollelektrischem Charger Daytona und Benziner mit SIXPACK-Antrieb auf den Markt. Für europäische Kunden sind die Varianten ab sofort über den offiziellen Importeur KWA bestellbar.
Kurz zusammengefasst:
Der neue Dodge Charger ist in Europa ab sofort bestellbar. Angeboten werden der elektrische Charger Daytona und der Charger mit SIXPACK-Biturboantrieb. Beide Baureihen gibt es als Zwei- und Viertürer sowie in R/T und Scat Pack. Die Preise beginnen bei 66.000 Euro. Erste Auslieferungen sind ab September 2026 angekündigt.
Zwei Antriebe, ein Charger
Dodge bringt die nächste Generation des Charger nach Europa und öffnet dafür ab sofort die Bestellungen. Die Baureihe wird als vollelektrischer Charger Daytona und als Charger mit SIXPACK-Antrieb angeboten. Damit setzt die Marke auf zwei unterschiedliche Antriebswelten, die auf derselben Plattform basieren und dennoch sehr verschiedene Zugänge zum Thema Performance bieten. Für den europäischen Markt ist das eine bemerkenswerte Rückkehr einer US-Ikone, die nun wahlweise elektrisch oder mit Benzinmotor geordert werden kann.
Der neue Charger basiert auf der STLA Large Multi-Energy-Plattform und wurde laut Dodge von Beginn an sowohl für Batterieantrieb als auch für Verbrennungsmotoren ausgelegt. In Europa wird das Modell als Coupé mit zwei Türen und als viertürige Limousine angeboten. Die Ausstattungen heißen jeweils R/T und Scat Pack, wobei die Bezeichnungen wie bei Dodge üblich unterschiedliche Leistungsstufen markieren. Bestellt werden können die Fahrzeuge über den offiziellen Importeur KWA und dessen Händlernetz.
Charger Daytona: elektrische Performance mit 400-Volt-Technik
Beim Charger Daytona setzt Dodge auf einen rein elektrischen Antrieb mit serienmäßigem Allradantrieb. Der Daytona Scat Pack leistet 500 kW beziehungsweise 670 PS, sprintet nach Herstellerangaben in 3,3 Sekunden auf 96 km/h und benötigt für die Viertelmeile 11,5 Sekunden. Der Daytona R/T kommt auf 400 kW oder 536 PS, beschleunigt in 4,2 Sekunden auf 96 km/h und absolviert die Viertelmeile in 12,4 Sekunden. Beide Varianten arbeiten mit einer 400-Volt-Architektur und einer 100,5-kWh-Batterie.
Für den Scat Pack bietet Dodge ein optionales Track Package an. Dazu zählen unter anderem 16-Zoll-Brembo-Bremsscheiben, rote Festsättel, gestaffelte 20-Zoll-Räder, ein adaptives Fahrwerk und ein Drive eXperience Recorder. Hinzu kommen markentypische Details wie der R-Wing-Luftkanal an der Front, das beleuchtete Fratzog-Logo und der Fratzonic Chambered Exhaust, der einen künstlich erzeugten Performance-Sound liefern soll. Auch im Innenraum folgt der Charger Daytona klar dem Leistungsanspruch der Marke, etwa mit Performance-Ledersitzen, beheiz- und belüftbaren Vordersitzen, Schaltwippen für die Rekuperation und einer Ambientebeleuchtung mit 64 Farben.
Praktisch relevant ist auch die Ladeleistung. Unter optimalen Bedingungen soll sich die Batterie an einer DC-Schnellladestation mit bis zu 350 kW in rund 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden lassen. Zehn Minuten Schnellladen sollen laut Dodge bis zu 110 Kilometer zusätzliche Reichweite bringen. Für die Hochvoltbatterie nennt der Hersteller eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern.

SIXPACK: Reihensechszylinder für klassische Verbrenner-Fans
Neben der Elektrovariante bietet Dodge den Charger auch mit SIXPACK-Antrieb an. Dahinter steckt ein neuer 3,0-Liter-Hurricane-Reihensechszylinder mit Biturbo-Aufladung, der serienmäßig mit Allradantrieb kombiniert wird. Per Knopfdruck lässt sich zudem ein Hinterradantriebsmodus aktivieren, bei dem 100 Prozent des Drehmoments an die Hinterräder geleitet werden. Dodge verbindet damit Alltagsnutzen, Traktion bei schwierigen Bedingungen und die klassische heckbetonte Ausrichtung, die viele Käufer mit einem Muscle Car erwarten.
Die stärkere Scat-Pack-Version des SIXPACK leistet 550 PS und beschleunigt in 3,9 Sekunden auf 96 km/h. Für die Viertelmeile gibt Dodge 12,2 Sekunden an. Der Charger R/T mit SIXPACK kommt auf 420 PS, erreicht 96 km/h in 4,6 Sekunden und fährt die Viertelmeile in 12,9 Sekunden. Ergänzt wird das Paket durch Launch Control mit fünf Intensitätsstufen sowie Line Lock für kontrollierte Burnouts. Damit bleibt die Baureihe auch in der Benzinversion klar auf Performance ausgelegt, ohne auf die flexiblere Alltagstauglichkeit eines Allradantriebs zu verzichten.
Europäische Ausstattung und Marktstart
Für Europa hat Dodge eine eigene Einstiegskonfiguration zusammengestellt. Die Plus-Versionen für R/T und Scat Pack bringen unter anderem 20-Zoll-Räder mit Ganzjahresreifen, elektrisch verstellbare Sitze, LED-Licht, eine 16-Zoll-Digitalinstrumentierung, ein 360-Grad-Kamerasystem, Head-up-Display und eine induktive Ladeschale mit. Zusätzlich stehen Optionen wie ein Blacktop-Paket, ein festes Panorama-Glasdach, ein Alpine-Pro-Audiosystem mit 18 Lautsprechern sowie verschiedene Sitzpakete zur Wahl.
Auch bei den Assistenzsystemen ist der Charger für den europäischen Markt vorbereitet. Genannt werden teilautomatisiertes Fahren auf Level 2, Totwinkelüberwachung, Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitserkennung und ein automatisches Notbremssystem. Mit dem Konnektivitätssystem I-DUV lassen sich laut Dodge außerdem Fahrzeugüberwachung, Geofencing und Diebstahlerkennung nutzen. Für die elektrische Variante nennt der Importeur zusätzlich ein Angebot für eine Heimladestation inklusive Installation über Free2move.
Die Preise für Europa beginnen bei 66.000 Euro. Erste Auslieferungen sind ab September 2026 angekündigt. Damit ist der Charger nicht nur ein neues Modell in einem traditionsreichen Segment, sondern auch ein weiteres Beispiel dafür, wie US-Marken ihre Performance-Modelle an europäische Anforderungen anpassen. Offen bleibt, wie stark sich die einzelnen Versionen in Deutschland tatsächlich nachfragewirksam positionieren werden und welche Konfigurationen hierzulande besonders gefragt sein dürften. Klar ist aber schon jetzt: Dodge setzt beim Charger nicht auf eine einzige Antwort, sondern auf Wahlfreiheit zwischen Strom und Benzin.
Häufige Fragen
▾ Was kostet der neue Dodge Charger in Europa?
Die Preise beginnen laut Dodge bei 66.000 Euro.
▾ Wann startet die Auslieferung?
Die ersten Fahrzeuge sollen ab September 2026 ausgeliefert werden.
▾ Welche Antriebe gibt es?
Angeboten werden der elektrische Charger Daytona und der Charger mit SIXPACK-Reihensechszylinder.
▾ Gibt es Allradantrieb?
Ja, beide Antriebsvarianten kommen serienmäßig mit Allradantrieb.
Fotos: © Dodge
