Neckarsulm/Győr, 29.05.2026. Audi hat den neuen RS 5 vorgestellt und die Entwicklung des Hochleistungsmodells als grenzüberschreitendes Projekt zwischen Neckarsulm und Audi Hungaria in Győr beschrieben. Zugleich nennt der Hersteller den RS 5 als erstes RS-Modell von Audi Sport mit Plug-in-Hybridantrieb; der Marktstart in Europa soll ab Ende Juni erfolgen, bestellbar ist das Modell schon jetzt.
Kurz zusammengefasst:
Der neue Audi RS 5 wird als erstes RS-Modell von Audi Sport mit Plug-in-Hybridantrieb vorgestellt. Audi betont dabei vor allem die Entwicklung und Serienbetreuung zwischen Neckarsulm und Győr sowie den neuen V6-Biturbo mit E-Maschine. Das Modell ist bereits bestellbar und soll ab Ende Juni im europäischen Markt verfügbar sein. Preise, Leistungsdaten und weitere technische Details nennt Audi in der Mitteilung noch nicht.
Entwicklung zwischen Neckarsulm und Győr
Der neue Audi RS 5 ist für den Hersteller nicht nur ein weiteres Hochleistungsmodell, sondern auch ein Beispiel dafür, wie die Entwicklung heute über mehrere Standorte verteilt abläuft. Laut Audi arbeiten die Motorenentwicklung in Neckarsulm und Audi Hungaria in Győr eng zusammen – von der Konzeptphase über die Vorserie bis hin zur Serienbetreuung. Der Hersteller stellt damit vor allem die Organisation hinter dem Fahrzeug in den Mittelpunkt. Für Käufer ist das insofern relevant, als die Meldung zugleich den Marktstart einordnet: Der RS 5 soll ab Ende Juni in Europa verfügbar sein und ist bereits konfigurier- und bestellbar.
V6-Biturbo trifft auf Elektrifizierung
Technisch rückt Audi vor allem den Antrieb in den Fokus. Der neue RS 5 erhält demnach einen V6-Biturbo in Verbindung mit einer E-Maschine. Nach Angaben des Herstellers ist das Modell damit das erste RS-Fahrzeug von Audi Sport mit Plug-in-Hybridantrieb. Damit verbindet Audi klassisches Hochleistungs-Paket mit Elektrifizierung – ein Ansatz, der im Premium-Segment inzwischen häufiger zu sehen ist, bei der RS-Reihe aber einen Einschnitt markiert. Die Mitteilung macht deutlich, dass die Neuentwicklung und Absicherung des Antriebs in Neckarsulm liegen, während Audi Hungaria nach der Vorserienphase die Serienbetreuung und Fertigung übernimmt.
Diese Aufgabenteilung beschreibt Audi als bewusst strukturierte Zusammenarbeit. Der Hersteller verweist auf eingespielte Abläufe, gemeinsame Erfahrung und regelmäßige Übergabe-Workshops zwischen den Standorten. Dort würden technische Details abgestimmt, offene Punkte geklärt und Verantwortlichkeiten formal übergeben. Aus Sicht von Audi ist das ein wichtiger Baustein, um ein Hochleistungsprojekt über mehrere Entwicklungsphasen hinweg sauber in die Serie zu bringen. Für die Leser bleibt dabei vor allem die Information hängen, dass der RS 5 nicht als rein lokal entwickeltes Modell vorgestellt wird, sondern als Ergebnis eines größeren industriellen Verbunds.
Was Audi bereits nennt und was offen bleibt
Die Pressemitteilung liefert vor allem Angaben zur Entwicklungsstruktur und zum Grundprinzip des Antriebs. Konkrete Leistungswerte, Batteriegröße, Ladeleistung, Reichweite, Beschleunigungsdaten oder Preise nennt Audi in diesem Text nicht. Auch Details zu Ausstattungslinien, Fahrleistungen im Alltag oder einem spezifischen Deutschland-Start fehlen bislang. Für den europäischen Markt nennt der Hersteller nur den Zeitraum ab Ende Juni als Verfügbarkeit und bestätigt die Bestellmöglichkeit schon jetzt.
Hinzu kommt die Einordnung des Fahrwerks und der Kraftverteilung: Audi verweist auf den neuen quattro-Antrieb mit Dynamic Torque Control, der die Kräfte mittels elektromechanischem Torque Vectoring präzise zwischen den Hinterrädern verteilen soll. Das ist vor allem für die Fahrdynamik relevant, weil das System die Kraft nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse, sondern auch gezielt an der Hinterachse verteilen kann. Solche Systeme sollen das Fahrzeug agiler und präziser wirken lassen, besonders bei dynamischer Fahrt. Welche konkreten fahrdynamischen Werte der RS 5 im Vergleich zu anderen RS-Modellen erreicht, bleibt in der Mitteilung jedoch offen.
Einordnung für den Markt
Mit dem RS 5 geht Audi einen Schritt, der auch für den Markt wichtig ist: Die sportliche Mittelklasse wird zunehmend elektrifiziert, ohne dass der Hersteller auf die RS-typische Ausrichtung auf Leistung und Dynamik verzichtet. Für Interessenten ist vor allem relevant, dass es sich nicht um eine reine Modellpflege handelt, sondern um eine technische Neuordnung innerhalb der RS-Familie. Dass Audi den RS 5 als ersten Plug-in-Hybrid von Audi Sport bezeichnet, zeigt zudem, wohin die Entwicklung bei den Hochleistungsmodellen geht. Gleichzeitig fehlt in der Mitteilung noch vieles, was für eine Kaufentscheidung entscheidend wäre – etwa Preis, Verbrauchs- und Reichweitenwerte im Detail oder die genaue Einordnung der Varianten.
Die Aussagen der beiden genannten Audi-Manager unterstreichen vor allem den Produktions- und Entwicklungsaspekt. In der Unternehmenssprache geht es um Prozesssicherheit, Vertrauen und Erfahrung über Ländergrenzen hinweg. Redaktionell heruntergebrochen heißt das: Audi will den RS 5 nicht nur als sportliches Modell verkaufen, sondern auch als Beleg dafür, dass komplexe Antriebsentwicklungen heute nur noch über sauber verzahnte Standorte funktionieren. Für Leser ist das vor allem dann interessant, wenn der Marktstart näher rückt und Audi die noch fehlenden technischen Eckdaten nachreicht.
Fotos: © Audi
