26. Mai 2026. Dacia hat sich mit Verweis auf den aktuellen ADAC-Autokosten-Check als besonders günstige Marke positioniert. Nach Angaben des Herstellers liegt in allen Segmenten, in denen Dacia vertreten ist, jeweils das eigene Modell bei den niedrigsten Gesamtkosten vorn. Ergänzend verweist die Marke auf ein solides Abschneiden in der ADAC-Pannenstatistik 2026.
Kurz zusammengefasst:
Dacia bezieht sich auf den ADAC-Autokosten-Check vom 26. Mai 2026. Laut Hersteller liegen Spring, Sandero, Duster, Jogger und Bigster jeweils in ihren Segmenten vorn. Genannt werden Kosten von 34,7 Cent pro Kilometer für den Spring, 37,3 Cent für den Sandero Eco-G, 39,6 Cent für den Duster Eco-G, 41,7 Cent für den Jogger Eco-G und 42,1 Cent für den Bigster G-140. Preise für Deutschland nennt die Mitteilung nicht.
Was der ADAC-Check für Dacia bedeutet
Dacia nutzt den aktuellen ADAC-Autokosten-Check, um das eigene Geschäftsmodell zu unterstreichen: möglichst niedrige Gesamtbetriebskosten. Für Käufer ist das vor allem deshalb relevant, weil der ADAC bei seinen Berechnungen nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Wertverlust, Kraftstoff- oder Stromkosten, Service, Steuern und Versicherung einrechnet. Damit ist die Einordnung deutlich breiter als ein reiner Listenpreisvergleich. Für Dacia fällt sie nach eigenen Angaben erneut günstig aus – und zwar über die gesamte Modellpalette hinweg.
Im Zentrum der Mitteilung stehen mehrere Modellreihen, die in ihren jeweiligen Klassen laut ADAC besonders geringe Kosten verursachen. Der vollelektrische Spring wird als günstigster Kleinstwagen geführt. Genannt werden 34,7 Cent pro Kilometer, wobei das zweitplatzierte Fahrzeug mit Benzinantrieb 6,4 Cent teurer ist. Bei Dacia ist das insofern bemerkenswert, als der Kleinstwagen damit nicht nur als Einstiegsmodell für die Elektromobilität auftritt, sondern auch im Kostenvergleich eine Rolle spielt. Gleichzeitig bleibt offen, wie sich die konkrete Ausstattung und die elektrische Alltagstauglichkeit in anderen Märkten entwickeln, denn dazu macht die Mitteilung keine zusätzlichen Angaben.
Kostenvorteile durch Autogas und Mild-Hybrid
Besonders ausführlich verweist Dacia auf die LPG-Modelle mit Autogasantrieb. Im Kleinwagensegment steht der Sandero in der Autogasversion an der Spitze des ADAC-Vergleichs. Laut Mitteilung liegen die Kosten bei 37,3 Cent pro Kilometer. Als Gründe nennt Dacia den niedrigen Anschaffungspreis, den geringeren Wertverlust und die niedrigeren Kraftstoffkosten des Autogasantriebs. Der Hersteller ergänzt, dass der VW Polo 1.0 als Zweitplatzierter 5,7 Cent pro Kilometer teurer sei. Für Leser wichtig: LPG steht für Liquefied Petroleum Gas, also Flüssiggas. Das ist im Alltag vor allem für Fahrer interessant, die möglichst niedrige Energiekosten und eine hohe Reichweite kombinieren wollen.
Auch beim Duster und beim Jogger setzt Dacia laut ADAC-Check auf denselben Eco-G 120 Antrieb mit Autogas. Der Duster kommt demnach auf 39,6 Cent pro Kilometer, der Jogger auf 41,7 Cent. Beide Modelle liegen damit an der Spitze ihrer jeweiligen Klasse. Die Mitteilung verweist zudem auf die großen Kraftstofftanks der LPG-Modelle: Mit insgesamt 100 Litern Tankvolumen, verteilt auf Benzin und Autogas, sollen Reichweiten von bis zu 1.600 Kilometern möglich sein. Diese Reichweite kann im Alltag ein Argument für Vielfahrer sein. Zu beachten ist aber, dass es sich um Hersteller- beziehungsweise ADAC-Angaben handelt; eine individuelle Nutzung kann je nach Fahrprofil deutlich abweichen.
Bigster: Kostenargument für das größere SUV
Ein Schwerpunkt der Pressemitteilung ist der Bigster, das größere SUV der Marke. Dacia verweist darauf, dass das Modell Mitte 2025 eingeführt wurde und bereits im ADAC-Kostencheck vorn liegt. Für die Autogasversion G-140 mit Mild-Hybridantrieb nennt die Mitteilung 42,1 Cent pro Kilometer. Der Vorsprung vor dem Zweitplatzierten beträgt laut Dacia 12,5 Cent, also knapp 30 Prozent. Besonders stark fällt der Vorteil demnach in der SUV-Betrachtung aus: In der Mittelklasse soll der Bigster über 50 Prozent günstiger sein als der nächste Wettbewerber. Für ein C-SUV ist das ein wichtiges Signal, weil Käufer in diesem Segment häufig auf Platzangebot, Antriebskosten und Gesamtkosten achten.
Die Mitteilung nennt außerdem ein Rechenbeispiel des Herstellers: Bei 75.000 Kilometern Gesamtlaufleistung über fünf Jahre soll sich der Kostenvorteil des Bigster gegenüber dem Zweitplatzierten auf rund 15.800 Euro summieren. Solche Angaben sind für die Kaufentscheidung interessant, lassen sich aber nur im Kontext des jeweiligen ADAC-Modells und der angenommenen Laufleistung bewerten. Preise für den Bigster in Deutschland nennt die Mitteilung an dieser Stelle nicht, ebenso wenig weitere Ausstattungsdetails oder Marktinformationen.
Zuverlässigkeit bleibt Teil der Dacia-Erzählung
Neben den Kosten verweist Dacia auf die ADAC-Pannenstatistik 2026. Dort wird der Spring erstmals aufgeführt und landet mit 3,1 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge auf Platz zwei bei den 2022 zugelassenen Kleinstwagen. Duster, Logan und Sandero werden im Zeitraum 2017 bis 2022 insgesamt als wenig pannenanfällig beschrieben. Für Kunden ist das relevant, weil niedrige Gesamtkosten im Alltag nur dann wirklich überzeugen, wenn auch die Zuverlässigkeit stimmt. Genau diesen Zusammenhang versucht Dacia in der Mitteilung herzustellen.
Die Marke argumentiert damit gegen das alte Vorurteil, günstige Fahrzeuge müssten zwangsläufig bei Qualität oder Haltbarkeit Abstriche machen. Thilo Schmidt, Managing Director von Dacia in Deutschland, sagt dazu, dass die günstigen Preise nicht zulasten der Qualität gingen. Solche Aussagen sind erwartbar, bekommen durch die ADAC-Daten aber mehr Gewicht als reine Werbeformeln. Dennoch bleibt auch hier die Einordnung wichtig: Die Pannenstatistik bezieht sich auf bestimmte Jahrgänge und Zulassungszahlen, nicht pauschal auf die komplette Modellgeschichte.
Marktstart, Preise und Einordnung
Für Leser mit Kaufabsicht bleiben einige Punkte offen. Die Mitteilung nennt keine neuen Preise, keine Änderungen an der Ausstattung und keinen frischen Marktstart. Auch zu möglichen Anpassungen für den deutschen Markt gibt es keine neuen Angaben. Inhaltlich ist die Meldung daher eher eine Einordnung der bestehenden Modellpalette als eine Produktneuheit. Dacia nutzt die ADAC-Werte, um die eigene Positionierung als kostengünstige Marke zu untermauern – vom kleinen Elektroauto bis zum größeren SUV.
Das passt zur bisherigen Rolle der Marke im Markt. Dacia richtet sich seit Jahren an Käufer, die ein möglichst günstiges Auto mit klar kalkulierbaren Folgekosten suchen. Der aktuelle ADAC-Check stützt diese Positionierung, zumindest nach Lesart des Herstellers. Für den Markt ist vor allem interessant, dass nicht nur die klassischen Verbrenner- und LPG-Modelle, sondern auch der elektrische Spring in der Kostenauswertung vorne liegt. Damit wird Dacias Preisargument breiter aufgestellt als nur über den Anschaffungspreis.
Unterm Strich zeigt die Mitteilung, wie stark der Kostenaspekt die Wahrnehmung von Dacia prägt. Der Hersteller präsentiert sich nicht als technologischer Vorreiter im klassischen Sinn, sondern als Marke, die Mobilität über den Preis, die Betriebskosten und eine einfache Modelllogik definiert. Genau darin liegt die Relevanz der ADAC-Werte: Sie liefern eine externe Bestätigung für ein Geschäftsmodell, das vor allem auf Erschwinglichkeit und Alltagstauglichkeit setzt. Für Käufer ist das eine praktische Orientierungshilfe – ersetzt aber weiterhin nicht den individuellen Vergleich von Ausstattung, Reichweite, Verbrauch und Versicherungsprämien im konkreten Angebot.
Fotos: © Dacia
