Gebrauchter AutoreifenVorsicht bei gebrauchten Reifen

Es ist schon eine Verlockung einen gebrauchten Reifen für nur ein drittel des Neupreises zu kaufen. Denoch sollte man wissen, dass solche Reifen über keinerlei Qualitätsstandarts verfügen, wie es z.B. bei runderneuerte Reifen der Fall ist. Optisch können gebrauchte Reifen wie neu aussehen, jedoch lässt sich die Qualität solchen Reifen nur schwer beurteilen. Oft sind es versteckte Mängel die evtl. erst später zutage kommen. Gebrauchte Reifen die zum Kauf angeboten werden sind meistens schon einige Km gelaufen und haben unter Umständen schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Daher ist nur schwer zu sagen, ob diese dann noch ihre Aufgabe technisch gerecht werden.
Gerade der Kauf von gebrauchten Reifen über das Internet birgt einige Risiken, da man diese hierbei in der Regel "blind" erwirbt. Das bedeutet dass evtl. nur ein Bild zur Begutachtung des Reifens zur Verfügung steht. Defekte wie Risse, Beschädigung des Gummis oder Verfärbungen am Reifen können somit nicht wahrgenommen werden.
Dennoch, wer bereit ist dieses Risiko in Kauf zu nehmen, kann hier wirklich ein Schnäppchen schlagen. Jedoch muss hier sorgfälltig überprüft werden, inwieweit ein Angebot sein Geld wirklich wert ist. 

Auf was ist zu achten beim Kauf von gebrauchten Reifen.

Genügend Profiltiefe:
In Deutschland ist eine Profiltiefe von 1,6 Millimeter Pflicht. Automobilclubs empfehlen jedoch bei Sommerreifen eine Profiltiefe von 3 Millimeter und bei Winterreifen  4 Millimeter. Liegt das Profil unter diesen Wert, steigt die Gefahr von Aquaplaning oder rutschen bei Schneematsch.

Die Reifen dürfen nicht zu alt sein:
Das Alter eines Reifens kann über die sogenannte DOT-Nummer ausgelesen werden. Diese sollten, bei guter Lagerung, nicht älter als 7 Jahre sein, da die im Reifen befindlichen Weichmacher, welche für Grip, Bremseingenschaft und Haftung sorgen, über die Jahre verhärten.

Richtige Lagerung der Reifen:
Reifen sollten stets trocken, dunkel und kühl gelagert werden. Sind sie ohne Felgen, gehören sie senkrecht gestellt und alle paar Wochen um ein viertel gedreht. Dagegen gehören Komplette Räder gestapelt oder einzeln aufgehängt.

Allgemeinzustand:
Gebrauchte Reifen sollten keine Kerben, Schnitte, Risse sowie Verfärbungen an der Lauffläche und Flanken aufweisen. Ebenso sollten die Felgen möglichst frei von Roststellen und Beschädigungen sein, Letzteres könnten Hinweise auf verborgene Schäden an Karkasse oder Innerliner deuten, die durch Bordsteinrempler oder Schlaglöcher entstanden sind.

Fazit:
Der Kauf von gebrauchten Reifen kann sich lohnen, ist jedoch mit Risiken verbunden. Gerade hierbei sind das Alter, die Lagerung, die Nutzung und die Pflege eines Reifens wichtige Faktoren, die sich durch einen Laien nur schwer erkennen lassen. Im Zweifelsfall sollte man daher auf solch einen Kauf verzichten und stattdessen lieber auf neue oder wenigstens auf runderneuerte Reifen zurückgreifen.

 


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