Weiterstadt, 26. Oktober 2026. Škoda hat den Bestellstart für neue Hybrid-Varianten von Kodiaq RS, Octavia und Superb bekanntgegeben. Die Palette reicht vom leistungsstarken Plug-in-Hybrid im Kodiaq RS über den neuen Vollhybrid im Octavia bis zu einem auf 118 kW (160 PS) erstarkten 1,5-TSI-Mildhybrid in Kodiaq und Superb.
Kurz zusammengefasst:
Škoda bringt neue Hybridantriebe für Kodiaq RS, Octavia und Superb. Der Kodiaq RS Plug-in-Hybrid leistet 200 kW (272 PS) und fährt bis zu 109 Kilometer elektrisch. Der Octavia kommt erstmals als Vollhybrid in zwei Leistungsstufen. Kodiaq und Superb erhalten einen stärkeren 1,5-TSI-Mildhybrid mit Euro-7-Abstimmung. Preise starten laut Hersteller bei 37.120 Euro für den Octavia Hybrid.
Was Škoda zum Bestellstart ändert
Škoda hat die Modellpalette seiner oberen Mittelklasse und des großen SUV überarbeitet und mehrere Hybridantriebe zur Bestellung freigegeben. Im Zentrum steht der Kodiaq RS, der erstmals als Plug-in-Hybrid angeboten wird. Gleichzeitig führt der Hersteller für Octavia und Superb neue Antriebsvarianten ein, die sowohl auf Elektrifizierung als auch auf die kommende Euro-7-Abgasnorm ausgerichtet sind. Für Interessenten ist das vor allem deshalb relevant, weil sich Leistung, Verbrauch und Preise teilweise deutlich von den bisherigen Versionen unterscheiden.
Kodiaq RS mit Plug-in-Hybrid und hoher Systemleistung
Der neue Škoda Kodiaq RS Plug-in-Hybrid kombiniert einen 1,5-TSI-Benzinmotor mit 130 kW (177 PS), einen 85-kW-Elektromotor und eine Traktionsbatterie mit 25,7 kWh brutto. Daraus ergibt sich eine Systemleistung von 200 kW (272 PS), was ihn laut Škoda zum stärksten Verbrenner-basierten Modell der Marke macht. Die elektrische Reichweite gibt der Hersteller mit 109 Kilometern an. Für den Alltag ist das bemerkenswert, weil damit ein größerer SUV nicht nur auf Leistung, sondern auch auf einen spürbaren rein elektrischen Fahranteil ausgelegt ist.
Der Kodiaq RS Plug-in-Hybrid soll 215 km/h schnell sein und in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Das maximale Drehmoment liegt bei 400 Nm, die Anhängelast bei bis zu 1.800 Kilogramm. Zum Serienumfang zählen unter anderem Infotainment, das Licht-und-Sicht-Plus-Paket mit Matrix-LED-Scheinwerfern sowie das Sportpaket mit Adaptivem Fahrwerk Plus und Progressivlenkung. Der Einstiegspreis liegt laut Škoda bei 62.800 Euro.

Octavia erstmals als Vollhybrid
Auch beim Octavia gibt es eine Neuheit: Die Baureihe ist nun erstmals als Vollhybrid bestellbar. Der Antriebsstrang kombiniert zwei Elektromotoren, einen 1,5-TSI-evo2-Benziner, ein Ein-Gang-Automatikgetriebe und eine automatische Kupplung. Je nach Fahrsituation wechselt das System zwischen rein elektrischem, seriellem und parallelem Hybridbetrieb. Vereinfacht gesagt kann der Wagen also entweder elektrisch fahren, der Verbrennungsmotor Strom erzeugen oder beide Antriebseinheiten zusammenarbeiten.
Škoda bietet den Octavia Hybrid in zwei Leistungsstufen an: mit 100 kW (136 PS) und mit 125 kW (170 PS). Beide Versionen sind als Limousine und Combi erhältlich, jeweils in den Ausstattungen Selection und Sportline sowie in den Sondermodellen 30 Jahre und Sportline 30 Jahre. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt. Die Batterie hat eine Bruttokapazität von 1,6 kWh, wird im Betrieb automatisch zwischen 40 und 90 Prozent Ladezustand gehalten und sitzt unter den Rücksitzen. Als Kraftstofftank nennt Škoda 40 Liter.
Die Preise beginnen bei 37.120 Euro für die Limousine mit 100 kW und bei 40.420 Euro für die 125-kW-Variante. Für den Octavia Combi nennt der Hersteller Startpreise ab 37.820 Euro beziehungsweise ab 41.120 Euro. Damit ordnet sich der neue Vollhybrid als zusätzliche Option zwischen klassischen Benzinern und stärkeren Antrieben ein.
Mehr Leistung für Kodiaq und Superb mit Mildhybrid
Parallel dazu hebt Škoda den 1,5-TSI-Mildhybrid in Kodiaq und Superb auf 118 kW (160 PS) an. Das sind 8 kW beziehungsweise 10 PS mehr als zuvor, obwohl die Motoren bereits an die strengere Euro-7-Abgasnorm angepasst wurden. Laut Hersteller wird die neue Abstimmung schon jetzt eingeführt, obwohl die Norm für bereits auf dem Markt befindliche Modelle erst ab dem 29. November 2027 verbindlich wird.
Beim Kodiaq ist der Motor für die Linien Selection und Sportline erhältlich. Der Einstiegspreis liegt bei 44.710 Euro. Beim Superb und Superb Combi kann der Antrieb mit Essence, Selection, Sportline und L&K kombiniert werden. Für die Limousine nennt Škoda einen Einstiegspreis von 41.540 Euro. Die Verbrauchs- und CO2-Werte unterscheiden sich je nach Karosserie und Ausstattung, bewegen sich aber grob in einem Bereich von 5,4 bis 6,8 Litern je 100 Kilometer und 122 bis 154 Gramm CO2 pro Kilometer.
Einordnung für Käufer und Markt
Mit den neuen Antrieben schärft Škoda die Position von Kodiaq, Octavia und Superb im eigenen Modellprogramm. Der Kodiaq RS Plug-in-Hybrid zielt klar auf Kunden, die hohe Leistung mit einem elektrifizierten Antrieb verbinden wollen. Der Octavia Hybrid erweitert das Angebot um eine alltagsnahe Vollhybrid-Variante, die im Kompakt- und Mittelklassebereich bislang noch nicht selbstverständlich ist. Kodiaq und Superb wiederum profitieren von einer moderat stärkeren Einstiegsmaschine, die zugleich die neue Abgasnorm berücksichtigt.
Offen bleibt, wie die Verfügbarkeit in allen europäischen Märkten im Detail aussieht und wie sich die Ausstattungspreise außerhalb der von Škoda genannten Basispreise entwickeln. Für den deutschen Markt nennt der Hersteller zum Bestellstart aber bereits konkrete Konditionen. Damit ist die Modellpalette nicht nur elektrifizierter, sondern auch breiter abgestuft als zuvor.
Fotos: © Škoda
