Außen hui & innen? So wird auch der Autoinnenraum richtig sauber

Auto Innenraum reinigen

Den Autoinnenraum richtig reinigen | Foto © by Michael Kauer / Pixabay

Die Karosserie glänzt, die Felgen blitzen, die Scheiben sind sauber – zumindest von außen. Schließlich fährst du mit deinem Auto regelmäßig durch die Waschstraße. Nur die Innenreinigung. Die erscheint vielen Autofahrern ausgesprochen lästig. Besonders im Winter kann sich dadurch mit Streusalz, Rollsplitt und sonstigem Schmutz so Einiges im Innenraum des fahrbaren Untersatzes ansammeln. Hinzu kommen Kekskrümel, eventuell Zigarettenasche oder Tierhaare. All das trägt zu einem bunten Potpourri an Schmutzpartikeln bei. Nicht zu vergessen sind hartnäckige Flecken im Polster durch verschüttete Getränke und heruntergefallenes Essen.

Doch spätestens, wenn ein Wochenendtrip mit der neuesten Flamme oder die Abholung der Schwiegermutter ansteht. Dann fällt auch weniger engagierten Putzteufeln glühendheiß ein: Der Innenraum könnte auch mal wieder eine gründliche Reinigung vertragen. Ein weiterer Vorteil davon ist: Auch der Wiederverkaufswert eines Pkws wird durch eine regelmäßige Innenraumpflege gesteigert. Wie das Auto auch innen wieder wie neu wird. Welche Utensilien und Mittel die Autoinnenreinigung fast zum Kinderspiel machen. Das beantwortet der folgende Beitrag.

 

Perfekte Autoinnenreinigung – das brauchst du

Damit die Innenraumreinigung so schnell und einfach wie möglich klappt, ist die richtige Vorbereitung wichtig. Alles, was für die Reinigung gebraucht wird, sollte griffbereit parat stehen. Du benötigst:

  • einen Staubsauger: entweder einen Akkusauger oder einen Staubsauger mit Kabel + eine Steckdose in der Nähe oder Kleingeld für den Staubsauger in der SB-Anlage,
  • Mikrofasertücher, Schwämme, Fensterleder,
  • eine kleine Bürste oder ein Pinsel,
  • Cockpitreiniger Polsterreiniger oder Lederreiniger,
  • Imprägnierspray,
  • einen Eimer mit lauwarmem Wasser, evtl. ein Waschsauger.
  • Los geht’s mit Vorarbeiten

Zunächst geht es dem groben Dreck an den Kragen. Dazu sollte sämtlicher Müll – sofern vorhanden – und alle losen Gegenstände aus dem Auto entfernt werden. Die Fußmatten herausnehmen und ausschlagen, und auch der Kofferraum sollte komplett entleert werden. Letzteres gilt selbstverständlich auch für volle Aschenbecher.

 

Weiter geht es mit Staubsaugen

Innenreinigung Auto Aussaugen

Auto mit den Staubsaugen aussaugen | Foto © by Manfred Rimkus/Shotshop.com

Nun darf der Staubsauger in Aktion treten. Dazu arbeitest du dich am besten von hinten nach vorne vor und beginnst mit dem Kofferraum. Hier sammelt sich gern auch unter der Bodenabdeckung Schmutz an. Also auch darunter gründlich saugen. Tipp: Jetzt, da der Kofferraum gerade leer ist, kannst du gleich den Luftdruck des Reserverads überprüfen.

Weiter geht es im Innenraum. Hier zunächst gründlich den Boden absaugen. Auch schwer erreichbare Stellen und die Ritzen zwischen den Polstern nicht vergessen. Falls der Wagen Ledersitze hat, solltest du zum schonenden Absaugen einen weichen Bürstenaufsatz verwenden. Gleiches gilt für die Seitenfächer in den Türen sowie die Becherhalter. Hier ebenfalls nur mit sanftem Druck arbeiten. Schließlich wollen wir Kratzer vermeiden. Dann die Fußmatten und Teppiche absaugen. Sollten diese sehr stark verschmutzt sein, lohnt sich der Einsatz eines Waschsaugers.

 

Cockpit und Armaturen säubern

Nun geht es an die Reinigung der Kunststoffflächen im Cockpit. Sämtliche Teile aus Kunststoff gründlich entstauben und mit einem feuchten Mikrofasertuch abreiben. Falls das bei hartnäckigen Verschmutzungen nicht reicht, stehen spezielle Cockpitreiniger zur Verfügung. Dieser sollte in jedem Fall antistatisch sein. Reiniger mit Silikon sorgen für Glanz. Andere Reiniger reinigen sanft matte Flächen. Keinesfalls darf hier scharfes Reinigungsmittel verwendet werden: Es kann den Kunststoff angreifen. Ebenfalls ist bei den Airbags Vorsicht geboten. Ein falsches Putzmittel könnte die wichtigen Sollbruchstellen angreifen.

Auto Amaturen saeubern

Auto Innenreinigung | Foto © by autowelt_2014/pixabay

Am Schluss, wenn alle Plastikteile sauber sind, freut sich das Auto über eine Portion Cockpitpflege. Die hat gleich zwei Vorteile: Sie schützt vor einer schnellen Wiederverschmutzung. Innen auf die Scheibe aufgetragen, verhindert sie auch störende und möglicherweise gefährliche Reflektionen.

 

Scheiben von innen reinigen

Für eine gute Sicht sollten die Scheiben regelmäßig von innen gereinigt werden. Das gilt nicht nur für die Windschutzscheibe, sondern auch für Heckscheibe und Seitenscheiben sowie den Rückspiegel. Hier ist ebenfalls nicht jedes beliebige Reinigungsmittel geeignet. Spezieller Scheibenreiniger sorgt dafür, dass die Gummidichtungen nicht angegriffen werden. Alle Glasflächen mit dem Reiniger einsprühen und mit einem trockenen Mikrofasertuch nachwischen. Nun mit dem Fensterleder trocken wischen.
Mit einem speziellen Scheibenreiniger mit Teleskopstange kommst du auch an schwer erreichbare Stellen der Windschutzscheibe. Obacht bei Heckscheiben mit Heizdrähten: Hier solltest du nur in Längsrichtung arbeiten. Sind die Fenster leicht geöffnet, kannst du auch die Oberkante putzen. Falls der Dachhimmel aus Scheiben besteht, diesen auf gleiche Weise reinigen.

 

Lenkrad, Ritzen und Lüftungsgitter von Schmutz befreien

Auch am Lenkrad sammeln sich durch das ständige Anfassen nicht nur sichtbarer Schmutz, sondern auch alle möglichen Keime. Je nach Beschaffenheit sollte es regelmäßig entweder mit einem guten Kunststoffreiniger oder Lederreiniger gesäubert werden. An Schmutz in kleinen Rillen und Ritzen gelangst du am besten mit einem kleinen Pinsel. Oder du nutzt einen Wollfaden. Der Pinsel kommt außerdem zur Reinigung der Lüftungsgitter und den kleinen Ritzen rund um das Radio zum Einsatz.

 

Verkleidung und Dichtungen an den Türen säubern

Besonders magnetisch zieht die Türverkleidung auf der Fahrerseite den Schmutz an: Gern zeigen sich Abdrücke von Schuhsohlen und oft auch Kratzer. Hier den Schmutz mit einem feuchten Mikrofasertuch abwischen. Wenn das nicht reicht, kannst du wieder ein Reinigungsmittel zu Hilfe nehmen.

Besondere Vorsicht ist bei den Gummidichtungen geboten: Sie können bei falscher Pflege spröde und rissig werden. Eine spezielle Pflegelotion oder Pflegetücher sorgen dafür, dass die Dichtungen lange dicht bleiben. Tipp: Eine preiswerte Alternative ist Hirschtalg, der in Drogerien zu finden ist. Er wird mit einem trockenen Lappen auf das Gummi aufgetragen und kräftig einmassiert. Zugefrorenen Türen im Winter kannst du mit diesem Hilfsmittel ebenfalls vorbeugen.

 

Polster, Ledersitze und Dachhimmel reinigen

Natürlich müssen auch die Sitzpolster oder Ledersitze regelmäßig mit den passenden Reinigungsmitteln gereinigt werden. Bei Polstersitzen speziellen Polsterreiniger laut der Gebrauchsanweisung auftragen und einwirken lassen. Dann mit einem feuchten Mikrofasertuch oder Schwamm abreiben. Mit einem saugfähigen, trockenen Tuch nachwischen. Auch hier erleichtert ein Waschsauger die Arbeit, den man sich übrigens in vielen Drogerien leihen kann. Oft sogar kostenfrei bei Kauf eines entsprechenden Reinigungsmittels. Damit sich kein Schimmel bildet, die Türen und die Heckklappe danach aufstellen und alles gut trocknen lassen. Zum Schluss, wenn alles gesäubert und trocken ist, kannst du die Sitze noch mit einem Imprägnierspray für Textilien versiegeln.

Jetzt zu Ledersitzen: Hier braucht es einen schonenden Lederreiniger. Diesen mit einem Schwamm in streichenden Bewegungen auf den Sitzen verteilen. Dabei von Naht zu Naht und in eine Richtung vorarbeiten. Achtung: Bei belüfteten Autositzen solltest du unbedingt einen Reinigungsschaum nehmen: So können sich die Löcher im Leder nicht zusetzen. Danach mit einem leicht feuchten Tuch nachwischen. Lassen sich hartnäckige Flecken so nicht entfernen, hilft Waschbenzin speziell für Leder. Zum Schluss sollte auch hier zur Vermeidung von Schimmelbildung auf ausreichendes Trocknen bei geöffneten Fenstern geachtet werden. Für top gepflegte, langlebige Ledersitze ist auch eine Rückfettung wichtig. Hierzu gibt es spezielle Pflegelotionen zum Auftragen.

Falls auch der Dachhimmel Flecken hat, kannst du auch hier den Polsterreiniger zu Hilfe nehmen: Auf die Verschmutzung aufsprühen, einwirken lassen und dann mit dem nur leicht feuchten Mikrofasertuch abwischen. Tipp: Zum Schutz vor Tropfen, die Sitze vorher abdecken. Braucht der Autohimmel eine intensivere Reinigung, nimmst du die Verkleidung am besten vorher ab.

 

Sauber! Zum Schluss noch ein Tipp für gute Luft

Mit der gelungenen Innenraumreinigung verschwinden unangenehme Gerüche meist von selbst. Falls nicht, ist oft die Klimaanlage schuld. Tipp: Eine preiswerte Lösung ist häufig Kaffee. Lasse ihn – am besten über Nacht – im Fahrzeug stehen und der Mief verschwindet. Perfekt! Ansonsten gibt es auch hierfür spezielle Mittel oder auch eine Profi-Ozonbehandlung.

Fotos: © by bixabay.com

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