RersvekanisterWenn der Sprit im Inland teurer ist als im Ausland und man im Grenzgebiet wohnt, dann gibt es viele Autofahrer die gerne über die Grenze zum tanken fahren. Doch Vorsicht ist geboten, hier kann es zu empfindlichen Strafen kommen, wenn man es übertreibt. So darf z.B. nicht den Kofferraum mit Reservekanister vollstellen und somit damit die ganze Nachbarschaft zu versorgen. Damit würde man sich Strafbar machen! In Deutschland besagt die Regelung, dass man eine Reservemenge von höchstens 20 Liter Kraftstoff im Auto haben darf. Für LKWs gelten maximal 60 Liter Kraftstoff.

Eine weitere Regel besagt, dass man nur den Kraftstoff im Ausland kaufen darf, den der benutzte PKW verbraucht. Das heißt, wenn das gefahrene Fahrzeug ein Benziner ist und man Reservekanister mit Diesel über die Grenzen transportiert, macht man sich ebenfalls Strafbar. Der Zoll stuft so einen Fall als eine gewerbliche Fahrt ein und man wird die fälligen Steuern für das getankte Produkt zahlen müssen.  

Menge von Kraftstoff den man mitführen darf
Erlaubt sind Beispielsweise: Bei einer Fahrt nach Polen 20 Liter Kraftstoff als Reserve. In Österreich dagegen nur 10 Liter und nach Luxemburg darf man überhaupt keinen Reservekanister mitführen. Ansonsten gilt, für alle Nicht-EU Länder, maximal 10 Liter in einem dafür vorgesehen Kanister.

Transport von Kraftstoff nur in geeigneten Behälter
Sie dürfen Treibstoff nicht in igendwelchen Gefäßen einfüllen. Es ist streng verboten Sprit in Wasserkanister, Waschmittelflaschen, Einwegflaschen oder sonstige Behälter, welche nicht speziell für Kraftstoff vorhergesehen sind, zu füllen. Der "Reservekanister" muss der so genannten DIN-Norm 7274 oder 16904 entsprechen. Mit anderen Worten, er muss dicht, fest verschließbar und bruchsicher sein. Sollte man sich hierbei erwischen lassen, dass man Kraftstoff in ein nicht dafür vorgesehenes Gefäß transportiert, so kostet das gut und gerne 750 Euro Strafe.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das richtige Sichern / Lagern von Reservekanistern während der Fahrt. Dieser muss vor Umkippen geschützt werden! Hierfür kann man einen Gummi-Expander oder ein solides Spannband benutzten, welches für einen sicheren Stand garantiert.

Auf das Alter der Reservekanister achten

Hat man ältere Kunststoffkanister, so sollte man darauf achten, dass diese nicht zu alt sind. Grundsätzlich gilt, wenn ein Reservekanister aus Kunststoff ein Alter von 5 Jahren erreicht, diesen durch einen Neuen zu ersetzen. Das Material altert und man merkt das ganz besonders an heißen Tagen, es verbreitet sich dann nämlich Benzingeruch im Fahrzeug. Bei längeren ausgesetzten Benzingeruch kann es zu Schwindelgefühlen kommen, was wiederum zu Unachtsamkeit im Straßenverkehr und somit zum erhöhten Unfallrisiko führen kann. Deswegen ist es vielleicht besser Reservekanister aus Metall zu kaufen. Diese sind in diesem Punkt nicht so anfällig wie ihre Kunstoff-Kollegen. Man sollte hierbei aber auf Roststellen achten.

Benzin ist nicht ewig Haltbar
Nicht nur die Reservekanister altern, Benzin natürlich auch. Zu Lange gelagertes Benzin verliert seine Zündfähigkeit. Benzin ist im Kanister etwa 2 Jahre haltbar, Diesel dagegeg nur etwa 6 Monate. Kleiner Tipp: Den Kraftstoff rechtzeitig aufbrauchen und neu befüllen.

Weitere Tipps
Beim Einfüllen des Treibstoff, ist darauf zu achten das man ein passendes Einfüllrohr verwendet. Die von älteren Reservekanister könnten hierbei Probleme bereiten, da sie evtl vom Durchmesser zu groß für die kleinen Tankstutzen der heutigen Katalysator-Fahrzeugen sein könnten. (Manche Hersteller halten hierbei diverse Adapter bereit)
Den Reservekanister nie voll auffüllen (90 Prozent) wegen der Ausdehnung des Kraftstoffs bei hohen Temperaturen.

 

Weitere Tipps / Infos zum Thema: Mitzuführende Ausrüstungsgegenstände im KFZ

Foto by HAKOpromotion, Haramis Kalfar - Fotolia.com

 

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