Beim Händler besser und sicherer kaufen durch Gewährleistungspflicht und Gebrauchwagengarantie

Wenn Sie ein Fahrzeug beim Händler kaufen genießen Sie mehr Schutz!
Durch die gesetzliche Gewährleistungspflicht ist jeder Fahrzeughändler an diese gebunden. Auch zählt schon lange nicht mehr die allbekannte Klausel "gekauft wie gesehen". Dies ist eine der tief greifenden Veränderungen des Gewährleistungsrechts.


Die Gewährleistungsfrist von Fahrzeugen beträgt aktuell 2 Jahre, kann aber bei Gebrauchtwagen vertraglich auf ein Jahr gekürzt werden. Eine Entscheidente Änderung brachte das Gesetz mit der Umkehr der Beweislast. Vorher lag die Beweislast beim Käufer, das hieß, der Käufer musste beweisen das eventuell vorliegende Mängel schon bei der Lieferung / Übergabe des Fahrzeuges bestanden. Heute trägt der gewerbliche Verkäufer, innerhalb der ersten sechs Monaten, diese Beweislast, erst dann kehrt sich das Verhältniss um und der Käufer muss beweisen, dass sein Fahrzeug zu jener Zeit bereits beschädigt war.

Für Autohändler bedeutete dies natürlich auch eine komplett neue Rechtslage und Risiken. Was letztendlich dazu führte dass heute fast jeder Händler eine Gebrauchtwagengarantie mit anbietet. Einige Händler nutzen auch den Service von Dekra, dieser macht einen neutralen Qualitäts-Check für Gebrauchtwagen und bekommt hinterher, bei bestandener Durchsicht, ein Dekra Siegel.
All diese Maßnahmen dienen dazu, die Risiken des Autohandels abzufedern und mehr Sicherheit den Kunden beim Autokauf zu bieten

Unternehmer unterliegen der gesetzlichen Gewährleistungspflicht - doch wer ist Unternehmer?

Als Unternehmer zählt jeder, der Fahrzeuge gewerblich verkauft. Somit also: Gebrauchtwagenhändler, Neuwagenhändler, Neuwagenhändler mit Gebrauchtwagenabteilung, aber auch Unternehmer deren Hauptgeschäft nicht der Verkauf von Gebrauchtwagen ist, sondern nur gelegentlich Fahrzeuge verkaufen. Somit sind auch Taxiunternehmen , Autovermietungen und Leasinggesellschaften als Unternehmer anzusehen, wenn sie ihre Fahrzeuge verkaufen.

Aber auch  Unternehmen deren Tätigkeit nichts mit Fahrzeugen zu tun hat, können sich nicht generell aus der Gewährleistungspflicht ausschliesen, wenn sie ein geschäftlich genutztes Fahrzeug verkaufen. So entschied im Juli 2011 der Bundegerichtshof in einem Urteil.

Nicht unter die Sonderreglungen des Verbrauchsgüterkaufs fallen hingegen Kaufverträge zwischen Privatpersonen, also der verbreitete Autokauf von Privat an Privat. Auch Kaufverträge zwischen Unternehmern, sowie Kaufverträge zwischen einer Privatperson als Verkäufer und einem Unternehmer als Käufer und Exportverkäufe, sind davon ausgeschlossen.

 

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