Juli 2026. Renault hat mit dem Clio Full Hybrid E-Tech 160 eine Reichweiten-Challenge begleitet, bei der zwei Auto-YouTuber mit einer Tankfüllung jeweils deutlich über 1.000 Kilometer kamen. Die Fahrten sollten zeigen, wie effizient der Kleinwagen im normalen Verkehr unterwegs sein kann – ohne extremes Sparfahren und ohne Laborbedingungen.
Kurz zusammengefasst:
Der Renault Clio Full Hybrid E-Tech 160 erreichte in einer alltagsnahen Reichweiten-Challenge mit zwei Fahrern jeweils mehr als 1.000 Kilometer pro Tankfüllung. Genannt wurden 1.112 Kilometer bei 3,59 Litern je 100 Kilometer sowie 1.101 Kilometer bei 3,64 Litern je 100 Kilometer. Damit lag der Kleinwagen klar unter dem von Renault angegebenen WLTP-Wert von 4,1 Litern je 100 Kilometer. Preise, Marktstart oder weitere technische Detailangaben nannte Renault in diesem Zusammenhang nicht.
Praxiswert statt Laborrekord
Die Reichweiten-Challenge mit dem Renault Clio Full Hybrid E-Tech 160 liefert vor allem einen Praxiswert: Der Kleinwagen kann im Alltag offenbar deutlich sparsamer unterwegs sein als der offizielle Normverbrauch vermuten lässt. Nach Angaben des Herstellers und der beteiligten Tester kamen zwei Auto-YouTuber jeweils auf mehr als 1.000 Kilometer mit einer Tankfüllung. Der Clio blieb dabei nicht auf einen speziellen Testkurs beschränkt, sondern wurde auf längeren Strecken im normalen Verkehr bewegt. Genau das macht die Aktion interessant, weil der Verbrauch nicht unter künstlichen Bedingungen, sondern bei einer relativ alltagsnahen Fahrweise entstanden ist.
Der Hintergrund der Aktion ist schnell erklärt: Mit dem Ergebnis sollte gezeigt werden, wie weit ein moderner Vollhybrid im realen Einsatz kommt, wenn er nicht nur im Sparmodus bewegt wird. Anders als bei klassischem Hypermiling, also einem möglichst extrem auf Verbrauch getrimmten Fahrstil, sollten die Fahrer im Verkehr mitschwimmen und andere Verkehrsteilnehmer nicht behindern. Auf diese Weise entsteht ein Vergleich, der näher an der Realität vieler Käufer liegt als ein reiner Öko-Wettbewerb. Für Interessenten ist das wichtig, weil sich hier ablesen lässt, wie viel Sparpotenzial ein Hybrid auch ohne unpraktische Fahrweise tatsächlich bieten kann.

Die Fahrt im Detail und die technischen Eckdaten
Konkret war Bernd Conrad von „Auto Notizen“ von Köln in Richtung Gardasee unterwegs, Alexander Schäfer von „CarRanger“ startete in Heilbronn und fuhr quer durch Frankreich. Auf Autobahnen lagen die Geschwindigkeiten laut Mitteilung meist bei etwa 100 km/h oder leicht darüber, auf Landstraßen wurde das jeweilige Tempolimit eingehalten. Conrad erreichte sein Ziel mit 1.112 Kilometern auf dem Tageszähler und einem rechnerischen Durchschnittsverbrauch von 3,59 Litern je 100 Kilometer. Schäfer kam nach 1.101 Kilometern auf 3,64 Liter je 100 Kilometer. Beide Werte liegen klar unter dem offiziellen WLTP-Verbrauch von 4,1 Litern je 100 Kilometer, den Renault für den Clio Full Hybrid E-Tech 160 angibt.
Technisch setzt der Clio auf einen Vollhybrid-Antrieb mit der Bezeichnung Full Hybrid E-Tech 160. Das System kombiniert also Verbrennungs- und Elektromotor, wobei die genaue Funktionsweise in der Mitteilung nicht weiter erläutert wird. Für Leser wichtig ist vor allem die Einordnung: Ein Vollhybrid kann kurze Strecken oder Teillasten elektrisch unterstützen, ohne dass extern geladen werden muss. Gerade im Stadt- und Überlandverkehr kann das den Verbrauch senken, während auf der Autobahn weiterhin der Verbrennungsmotor eine wichtige Rolle spielt. Die Challenge deutet darauf hin, dass der Antrieb in einem breiten Geschwindigkeitsbereich effizient arbeiten kann, ohne dass dafür eine besonders zurückhaltende oder unpraktische Fahrweise nötig war.
Einordnung für Käufer und Markt
Für den Markt ist das Ergebnis vor allem deshalb relevant, weil Verbrauchsangaben bei Hybridmodellen im Alltag oft besonders stark von der Fahrweise abhängen. Die Challenge zeigt, dass der Clio Full Hybrid E-Tech 160 unter günstigen Bedingungen und bei disziplinierter, aber nicht unrealistisch langsamer Fahrt sehr sparsam sein kann. Das ist vor allem für Käufer interessant, die ein kompaktes Modell mit niedrigem Verbrauch suchen, ohne auf rein elektrische Reichweite oder ein großes Fahrzeug ausweichen zu wollen. Eine Kaufempfehlung ersetzt der Test zwar nicht, er liefert aber einen praxisnahen Anhaltspunkt für die Effizienz des Antriebs.
Offen bleiben in der Mitteilung einige klassische Kaufdaten. Angaben zu Preisen, Ausstattungslinien, Marktstart oder technischen Detailwerten wie Systemleistung, Batteriekapazität oder Reichweite im rein elektrischen Betrieb nennt Renault in diesem Zusammenhang nicht. Auch wird nicht erklärt, ob die gezeigten Verbräuche auf längeren Fahrten im Alltag regelmäßig erreichbar sind oder eher im oberen Effizienzbereich liegen. Für Deutschland liegen in der Meldung ebenfalls keine neuen Modell- oder Preisangaben vor. Solche Reichweitenfahrten sind daher keine Normmessung, zeigen aber, wie groß das Effizienzpotenzial moderner Hybridantriebe sein kann. Beim Clio spricht das Ergebnis dafür, dass der kleine Renault nicht nur im Stadtverkehr, sondern auch auf längeren Etappen mit moderatem Autobahntempo sparsam unterwegs sein kann. Für den Kleinwagenmarkt ist das ein Hinweis darauf, dass Vollhybride inzwischen eine echte Alternative für Fahrer geworden sind, die niedrige Verbräuche ohne Ladeinfrastruktur suchen.
Fotos: © Renault
