Mit einem Auftritt beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring verbindet Volkswagen das GTI-Jubiläum mit einem wichtigen Ausblick auf die nächste Antriebsära. Im Mittelpunkt steht die Weltpremiere des ID. Polo GTI, der als erstes elektrisches Modell der Marke das traditionsreiche GTI-Kürzel tragen soll. Parallel dazu tritt Volkswagen mit drei Golf GTI Clubsport 24h an und setzt damit im Jubiläumsjahr stark auf die Verbindung aus Motorsport, Markenidentität und technischer Weiterentwicklung.
Kurz zusammengefasst:
Volkswagen feiert beim 24h-Rennen am Nürburgring 50 Jahre GTI. Im Ring-Boulevard wird der neue ID. Polo GTI erstmals öffentlich gezeigt, noch vor dem Verkaufsstart. Auf der Strecke gehen drei Golf GTI Clubsport 24h in unterschiedlichen Klassen an den Start, zwei davon in der SP4T, ein weiteres Fahrzeug in SP3T. Der überarbeitete Renn-GTI leistet 397 PS, nutzt E20-Kraftstoff und setzt auf Leichtbau sowie Haltbarkeit für den 24-Stunden-Einsatz.
Weltpremiere am Nürburgring mit Blick auf die GTI-Zukunft
Weltpremiere am Nürburgring: Volkswagen verknüpft das 50-jährige GTI-Jubiläum mit einem ungewöhnlich klaren Blick nach vorn. Beim 24h-Rennen in der Eifel soll der neue ID. Polo GTI erstmals vor großem Publikum zu sehen sein. Damit wird ausgerechnet an einem Ort, der wie kaum ein anderer für Motorsport, Emotion und Belastbarkeit steht, das erste rein elektrische Modell mit GTI-Label vorgestellt. Für Volkswagen ist das mehr als eine Produktpräsentation. Es ist auch ein symbolischer Übergang von der klassischen, stark verbrennungsgeprägten GTI-Historie hin zu einer elektrischen Zukunft, ohne den bekannten Markenkern aus dem Blick zu verlieren.

Die Wahl des Nürburgrings ist dabei logisch. Das 24h-Rennen zählt zu den größten Motorsportereignissen in Deutschland und zieht traditionell ein enormes Publikum an. Volkswagen nutzt diese Bühne nicht nur für die Premiere des ID. Polo GTI, sondern auch für eine breite Inszenierung der Performance-Modelle. Im Ring-Boulevard sollen weitere sportliche Volkswagen gezeigt werden, darunter das Showcar Golf R 24H, das einen Ausblick auf das geplante Rennfahrzeug für das 24h-Rennen 2027 gibt. So entsteht ein Markentableau, das die GTI-Tradition nicht isoliert betrachtet, sondern in einen größeren Performance-Kontext einordnet.
Drei Golf GTI Clubsport 24h auf der Nordschleife
Auf der Rennstrecke setzt Volkswagen zugleich auf das klassische Motorsportbild: den Golf GTI im harten Langstreckeneinsatz. Gleich drei Golf GTI Clubsport 24h treten beim 24-Stunden-Marathon an, zwei davon in der Klasse SP4T, ein drittes Fahrzeug in SP3T. Die Startnummer 50 wird von Benjamin Leuchter, Johan Kristoffersson, Heiko Hammel und Nico Otto pilotiert. Im Fahrzeug mit der Startnummer 76 sitzen Fabian Vettel, Timo Hochwind, Jonathan Mogotsi und erneut Nico Otto. Das dritte Auto mit der Startnummer 10 wird unter anderem von Max Kruse, Christoph Lenz, Matthias Wasel und Jens Dralle gefahren. Vorbereitet und eingesetzt werden alle drei Rennwagen von Max Kruse Racing aus Duisburg. Volkswagen formuliert dabei ein klares sportliches Ziel: Zum dritten Mal in Folge soll ein Klassensieg gelingen.

Technisch wurde der Golf GTI Clubsport 24h für den erneuten Einsatz auf der Nordschleife weiterentwickelt. Die Leistung liegt nun bei 397 PS beziehungsweise 291 kW und damit höher als im Vorjahr. Zu den Neuerungen zählt eine aktive Getriebekühlung, die vor allem im Dauerbetrieb für mehr Standfestigkeit sorgen soll. Hinzu kommt eine fein abgestimmte Motorkalibrierung. Auch beim Thema Gewicht hat Volkswagen nachgelegt: Wie schon 2025 bestehen die Türen aus Karbonfaserverbund, neu ist nun auch die Heckklappe aus diesem Material gefertigt. Mit insgesamt 1.200 Kilogramm ohne Fahrer bleibt der Renn-GTI vergleichsweise leicht, was auf der Nordschleife mit ihren schnellen Wechseln aus Bergaufpassagen, Kurven und Belastungsspitzen ein klarer Vorteil sein kann.
E20-Kraftstoff, Leichtbau und ein Jubiläum mit Signalwirkung
Ein weiterer Punkt mit Blick auf die Zukunft ist der Kraftstoff. Alle drei Golf GTI Clubsport 24h werden mit E20 betrieben, also mit einem Kraftstoff, der zu 20 Prozent aus Ethanol besteht und laut Volkswagen zu 60 Prozent aus regenerativen Rohstoffen stammt. Der Einsatz soll nicht nur die Performance sichern, sondern auch helfen, CO2-Emissionen zu senken. Gerade im Motorsport ist das ein wichtiges Signal, weil sich dort die Frage nach effizienteren und klimafreundlicheren Lösungen besonders deutlich stellt. Volkswagen verbindet den sportlichen Anspruch damit sichtbar mit dem Versuch, nachhaltigere Technologien unter Extrembedingungen zu erproben.

Der Blick auf das Jubiläum macht zudem deutlich, warum der GTI für Volkswagen eine so starke emotionale Bedeutung hat. Seit dem Debüt des Originals vor 50 Jahren steht das Kürzel für kompakte Sportlichkeit mit Alltagsnutzen. Dass nun ausgerechnet zum Jubiläum ein elektrischer ID. Polo GTI vorgestellt wird, zeigt, wie ernst die Marke die Übertragung dieser Idee in die nächste Antriebsgeneration nimmt. Noch handelt es sich um ein seriennahes Fahrzeug, das laut Volkswagen nicht zum Verkauf angeboten wird. Trotzdem ist die Botschaft klar: Der GTI soll nicht nur historisch gepflegt, sondern auch technisch weitergedacht werden.
Am Ende des Wochenendes dürfte genau diese Mischung aus Tradition und Aufbruch den Reiz des Auftritts ausmachen. Für die Fans gibt es Motorsport zum Anfassen, historische GTI-Modelle im Korso über die Nordschleife und mehrere aktuelle Performance-Fahrzeuge an einem Ort. Für Volkswagen ist das 24h-Rennen zugleich Bühne, Testfeld und Markenerzählung in einem. Dass rund 40 Volkswagen GTI aller acht Generationen im Korso über die Nordschleife rollen sollen, unterstreicht diesen Anspruch noch einmal. So wird das Jubiläum nicht nur gefeiert, sondern als verbindendes Element zwischen Vergangenheit, Gegenwart und einer elektrischen Zukunft inszeniert.
Quelle: Volkswagen Newsroom, Medieninformation vom 08.05.2026.
