Toyota Gazoo Racing World Rally Team hat die Rallye Islas Canarias mit einem Ergebnis abgeschlossen, das in dieser Form selten gelingt: Ein Vierfachsieg, 17 gewonnene Wertungsprüfungen und 59 von 60 möglichen Herstellerpunkten markieren ein Wochenende, an dem die Konkurrenz kaum eine Chance hatte. Sébastien Ogier setzte sich am Ende vor Elfyn Evans, Kalle Rovanperä und Takamoto Katsuta durch. Gleichzeitig verschiebt sich auch das Kräfteverhältnis in der Fahrer-WM erneut, denn Evans übernimmt nach Power Stage und Super Sunday wieder die Führung.
Kurz zusammengefasst:
Toyota gewann die Rallye Islas Canarias mit Ogier, Evans, Rovanperä und Katsuta auf den ersten vier Plätzen. Die Marke holte alle 17 Wertungsprüfungen und 59 von 60 Herstellerpunkten. In der Fahrer-WM liegt Elfyn Evans nach dem Wochenende wieder vorn.
Vierfachsieg mit selten klarer Dominanz
Toyota Gazoo Racing World Rally Team hat die Rallye Islas Canarias auf beeindruckende Weise kontrolliert. Sébastien Ogier gewann den Lauf auf Gran Canaria vor Elfyn Evans, Kalle Rovanperä und Takamoto Katsuta – ein kompletter Toyota-Vierfachsieg, der die Überlegenheit des Teams auf den Asphaltpisten der Insel eindrucksvoll unterstreicht. Noch bemerkenswerter ist die Bilanz in den Prüfungen selbst: Toyota entschied alle 17 Wertungsprüfungen für sich und verpasste damit nur einen einzigen möglichen Herstellerpunkt. 59 von 60 Punkten sind ein Wert, der die Stärke des Auftritts ebenso wie die Konstanz über das gesamte Wochenende zeigt. Die Rallye auf den Kanaren gilt in der WM traditionell als anspruchsvolles Asphalt-Event, bei dem präzises Setup, saubere Linien und ein hohes Vertrauen in das Auto entscheidend sind. Genau dort schien Toyota an diesem Wochenende nahezu alles richtig gemacht zu haben.
Dass gleich vier Fahrzeuge des Teams die ersten vier Plätze belegen, ist im Rallyesport ein klares Signal: Nicht nur ein einzelner Fahrer, sondern das gesamte Paket aus Auto, Abstimmung und Teamarbeit funktionierte auf sehr hohem Niveau. Für die Konkurrenz blieb dagegen vor allem die Erkenntnis, dass Toyota in dieser Form nur schwer zu schlagen war. Besonders auf Asphalt kommt es auf Feinheiten an, und genau diese Feinheiten hatte Toyota offenbar in allen Bereichen im Griff. Der Vorsprung war nicht das Ergebnis eines einzelnen glücklichen Moments, sondern einer durchgehend sauberen und schnellen Vorstellung über das gesamte Wochenende.
WM-Bild verschiebt sich erneut
Neben dem sportlichen Prestige hat das Ergebnis auch direkte Auswirkungen auf die Meisterschaft. Elfyn Evans übernimmt nach der Power Stage und dem Super Sunday wieder die Führung in der Fahrer-WM. Damit geht Toyota auch in der Gesamtwertung mit Rückenwind aus dem Spanien-Start hervor. Gerade in einer Saisonphase, in der jeder Punkt zählt, ist es für das Team wichtig, nicht nur zu gewinnen, sondern auch im Titelkampf die richtige Position zu behalten. Die starke Ausbeute in der Herstellerwertung stützt zudem die Ambitionen im Kampf um die Marke-WM. Für den weiteren Saisonverlauf ist ein solcher Auftritt doppelt relevant, weil er nicht nur Punkte bringt, sondern auch die Ausgangslage in den Meisterschaften spürbar verbessert.
Ein solches Wochenende wirkt zudem psychologisch weit über die unmittelbare Ergebnisliste hinaus. Wenn ein Team sämtliche Prüfungen gewinnt und dabei geschlossen auf den ersten vier Plätzen landet, ist das mehr als ein gutes Resultat – es ist eine Ansage an die Konkurrenz. Die Fahrer profitieren von diesem Rückenwind ebenso wie das Team in der technischen und taktischen Arbeit für die kommenden Läufe. Ob sich dieser Vorsprung in derselben Deutlichkeit fortsetzen lässt, wird sich auf den nächsten WM-Rallyes zeigen. Klar ist aber schon jetzt, dass Toyota auf Gran Canaria ein Ausrufezeichen gesetzt hat, das in der laufenden Rallye-WM weit über den einzelnen Sieg hinausreicht.
Ein starkes Signal für den Asphalt
Der Erfolg passt auch zum Charakter des Events. Die Rallye Islas Canarias verlangt auf Asphalt eine hohe Präzision und konstante Performance über viele Kilometer. Wer hier so dominant auftritt, demonstriert nicht nur Tempo, sondern auch eine sehr saubere Abstimmung in einem Bereich, der auf losem Untergrund oder unter wechselnden Bedingungen schnell an Grenzen stoßen kann. Dass Toyota selbst unter diesen Umständen jeden Prüfungsabschnitt gewann, macht die Leistung des Teams umso bemerkenswerter. Gerade auf einer Strecke, auf der kleine Fehler sofort bestraft werden, ist eine solche Konstanz ein deutlicher Hinweis auf Qualität in allen Details.
Für Sébastien Ogier ist der Sieg ein weiterer Erfolg in einer ohnehin hochklassig besetzten Saison. Elfyn Evans bestätigt mit Platz zwei und der Rückkehr an die Spitze der Fahrerwertung seine starke Form, während Kalle Rovanperä und Takamoto Katsuta die geschlossene Teamleistung abrunden. Zusammengenommen ergibt sich ein Wochenende, das Toyota in der WM nicht nur Punkte, sondern auch viel sportliche Autorität eingebracht hat. Die Kombination aus Vierfachsieg, voller Kontrolle über die Prüfungen und der Rückkehr an die Spitze der Fahrer-WM macht das Gran-Canaria-Ergebnis zu einem der auffälligsten Saisonauftritte bislang.
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Fotos © by Toyota
