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Was gibt es bei der Auswahl eines Kfz-Gutachters zu beachten?

Unfall von einem BMW
Foto: von 652234 auf Pixabay

 

Ein Verkehrsunfall ist schnell passiert und im Anschluss daran ein Fall für die Versicherung. Zur Regulierung der Schadenssumme kann es mitunter Sinn ergeben, einen Gutachter zu bestellen. Wir möchten Ihnen verraten, was Sie bei der Suche nach einem Gutachter beachten sollten und was dieser können sollte, damit dieser einem wirklich weiterhelfen kann.

 

Wann braucht man einen Kfz-Gutachter?

Ein Kfz Gutachter Düsseldorf wird in der Regel im Anschluss an einen Verkehrsunfall benötigt, bei dem die Schuld nicht eindeutig geklärt ist. Allerdings sollte man nur dann einen Kfz-Gutachter beauftragen, wenn dies auch gerechtfertigt ist und nicht bei Bagatellschäden wie Kratzern im Lack oder einem beschädigten Scheinwerfer. Denn in diesem Fall wird die Versicherung des Gegners die Kosten für den Sachverständigen nicht übernehmen, sodass man selbst auf diesen sitzen bleibt.

 

Was macht der Kfz-Gutachter?

Ein Kfz-Sachverständiger überprüft Schäden, die an einem Fahrzeug entstanden sind und dokumentiert sämtliche Mängel, die durch einen Unfall entstanden sind. Zudem schätzt dieser den zur Behebung der Mängel notwendigen Aufwand, was als Grundlage dient, um die Kosten für eine Reparatur von der Kfz-Versicherung erstattet zu bekommen.

 

Wer beauftragt den Kfz-Gutachter?

Jeder Unfallbeteiligte, der keine Schuld an der Entstehung eines Schadens an seinem Fahrzeug trägt, darf einen Gutachter beauftragen. Die Kosten dafür werden in diesem Fall von der Versicherung des Unfallverursachers übernommen.

Ein Schrauber am Auto
Foto von Christina Voinova von Pexels

 

Muss man Empfehlungen der Versicherung nachkommen?

Schreibt eine Versicherung Ihnen vor, welchen Gutachter Sie beauftragen sollen, brauchen Sie sich nicht an diese Vorgabe zu halten, sofern Sie selbst keine Schuld an dem Unfall tragen. Denn in diesem Fall dürfen Sie den Kfz-Gutachter frei wählen. Im Falle einer Nachbesichtigung durch einen Gutachter der Versicherung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, ob man dieser Empfehlung zustimmen sollte.

 

Was ist ein Sachverständigenverfahren?

Häufig kommt es hierzulande zu Streitfällen zwischen Autofahrern und ihrer Kaskoversicherung, sofern diese einen entstandenen Schaden nicht übernehmen möchte. Um eine schnelle Einigung zwischen den beiden Parteien zu ermöglichen, hat der Gesetzgeber das sogenannte Sachverständigenverfahren ins Leben gerufen. Und ganz gleich, was bei einem solchen Sachverständigenverfahren herauskommt, ist dies für beide Seiten bindend. Das bedeutet, dass der Verlierer die Kosten des Verfahrens zu tragen hat.

Zu Eröffnung eines Sachverständigenverfahrens muss der Versicherte eine Erklärung hierüber bei dem Versicherungsträger einreichen, was in Schriftform erfolgen muss. Zusammen mit dieser Erklärung benennt der Versicherte zudem auch einen Gutachter, der in dessen Auftrag tätig ist.

Im Anschluss an den Eingang einer solchen Erklärung hat die Versicherung zwei Wochen Zeit, um den Vorschlag des Versicherten anzunehmen oder ebenfalls einen eigenen Sachverständigen zu beauftragen. Die Entscheidung wird durch einen Ombudsmann getroffen, welcher von den beiden Gutachtern bestellt wird.

 

Was muss ein Kfz-Gutachter können?

Die Bezeichnung Kfz-Gutachter ist hierzulande nicht rechtlich geschützt, weshalb sich im Prinzip jeder als Kfz-Sachverständiger bezeichnen kann. Daher sollten Sie sich im Zweifelsfall Nachweise in Form von Zeugnissen oder Zertifikaten zeigen lassen. Dadurch können sich Rückschlüsse auf die Fähigkeiten sowie Qualifikation eines Gutachters treffen. Eine Ausbildung zum amtlich anerkannten Sachverständigen bei einer Prüfgesellschaft wie der DEKRA oder dem TÜV sind ein guter Hinweis auf einen kompetenten Kfz-Gutachter.

 

Was muss man bei der Auswahl beachten?

Da sich jeder als Kfz-Gutachter ausgeben kann, sollte man bei der Auswahl ganz genau hinschauen. Eine Mitgliedschaft Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V. (kurz BVSK) kann ebenfalls ein guter Hinweis auf einen qualifizierten Sachverständigen liefern. Denn um Mitglied in dem Bundesverband zu werden, müssen Mitglieder mindestens über ein Ingenieurstudium oder einen Meistertitel im Kfz-Bereich verfügen. Daher ergibt es Sinn, direkt über den BVSK nach einem qualifizierten Kfz-Gutachter zu suchen.