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Der Ratgeber für Autofahrer

Motorschaden - Motor austauschen oder reparieren lassen?

Motor instand setzen oder reparieren
Foto © by MalkovKosta/Shotshop.com

Voller Vorfreude begibt man sich mit dem Auto in den lang ersehnten Sommerurlaub und ist schon fast am Reiseziel, während plötzlich der Motor anfängt zu rattern, bis er den Geist aufgibt. Jetzt muss sofort eine Werkstatt gefunden werden, in welcher der Motor repariert oder gegebenenfalls ausgetauscht wird. Bei der Instandsetzung des Motors können leicht mehreren tausend Euro anfallen, was die Urlaubskasse erheblich belastet. Mit dem Kauf eines Gebrauchtmotors bringt unser Beispielfahrer seinen Wagen wieder auf Vordermann und kann so eine Strecke fortsetzen, jedoch gibt es auch andere Wege, wie man einen Motorschaden beheben kann.

 

Was ist ein Motorschaden? Wie entsteht er?

Ein Motorschaden ist ein Defekt, der im Zuge eines natürlichen Verschleißes oder durch äußere Einwirkung wie zum Beispiel Witterung, Marderbefall oder Rost entstehen kann. Ein Defekt am Motor macht sich durch eine Einschränkung oder den Verlust der Funktionsfähigkeit des Antriebs bemerkbar. Merkwürdige Geräusche beim Fahren können ein erster Hinweis auf einen beginnenden oder fortgeschrittenen Motorschaden sein.

Jetzt ist schnelles Handeln gefragt, denn der Motorschaden kann im schlimmsten Fall das Leben des Fahrers, der Beifahrer oder der anderen Verkehrsteilnehmer gefährden. Dafür ist es immer ratsam, eine Fachkraft hinzuzuziehen. Auffälligkeiten können sich durch defekte am Motor selbst oder an Anbauteilen äußern. Hierbei ist auch das Material des betroffenen Autoteiles ausschlaggebend. Gummi nutzt sich zum Beispiel schneller ab als Metall.

Neben dem Verschleiß treten gelegentlich auch technische Mängel am Motor auf. Diese können durch Montagefehler oder Mängel im Material verursacht werden. Auch eine fehlerhafte Bedienung des Autos, wie zum Beispiel eine Überlastung des Motors oder sonstige Bedienungsfehler können einen Motorschaden auslösen. Für die Diagnose des Schadens sollte man sich auf jeden Fall an eine Werkstatt wenden.

 

Was sind die Symptome eines Motorschadens?

Das Hauptsymptom eines Motorschadens ist die nachlassende Leistung des Antriebs. Diese kann sich in einem Verlust an Geschwindigkeit beim Fahren sowie durch immer häufigeren auftretenden Fehlzündungen äußern. Auch das Auftreten von vermehrten Fahrschwierigkeiten bei Steigungen sowie eine erschwerte Fahrleistung bei voller Besetzung des Autos sind ein weiteres Anzeichen für einen Motorschaden.

Ein weiteres Problem können Fremdkörper oder Verschmutzung im Motorenöl darstellen. Durch das Ansaugen von Luft in den Zylinder geraten bisweilen Schmutzpartikel in das Motorenöl, welches dessen Qualität und die Schmierfähigkeit beeinträchtigt. Verringert sich die Schmierleistung des Öls, kann sich dies negativ auf die Funktion des Getriebes auswirken. Fremdkörper im Schmieröl können wiederum ein Hinweis für einen Motorschaden sein, weshalb man hier auf jeden Fall den Rat einer Werkstatt einholen sollte.

In einigen Fällen geben die Autokontrollleuchten eine Warnung ab, wenn ein Motorschaden vorliegt. Diese geben auch Hinweise auf eine fehlerhafte Motorsteuerung, auf einen zu niedrigen Motorenöldruck oder auf eine drohende Überhitzung des Motors. Daher ist es besonders wichtig, dass immer genug Kühlwasser vorhanden ist. Gelangt dies jedoch in den Motor, verliert die Zylinderkopfdichtung an Funktion, und das Kühlwasser läuft aus, wodurch der Motor dann nicht mehr genügend gekühlt werden kann. Eine Verfärbung der Kühlflüssigkeit kann ein Hinweis auf einen Schaden an der Dichtung oder einem nahegelegenen Bauteil sein. Vorsorglich sollte man bei einem Verdacht auf einen Motorschaden das Auto nicht benutzen und in die Garage stellen, bis die Ursache der Funktionsbeeinträchtigung geklärt ist.

 

Sollte man mit einem Motorschaden noch weiterfahren?

Dies sollte man auf alle Fälle nicht tun, denn damit gefährdet man die Umwelt und sich selbst. Eine eingeschränkte Motorenleistung bedeutet ein hohes Unfallrisiko. Besonders im Winter, wenn sich Glatteis auf den Straßen befindet, sollte man auf jeden Fall das Auto stehen lassen, wenn ein Motorschaden oder ein Verdacht auf einen Defekt vorliegt. Abgesehen davon, dass das Fahren mit einem defekten Auto auch zu massiven rechtlichen Konsequenzen führen kann, gebietet es das Verantwortungsgefühl, beim Autofahren niemanden zu gefährden. Außerdem kann das Fahren trotz Motorschaden den Autofahrer teuer zu stehen kommen, wenn es zum Beispiel zu Sachbeschädigungen durch Unfälle kommt – ob am eigenen, oder am fremden Auto.

 

Motorschaden - das Auto verkaufen oder den Motor reparieren lassen?

Hat sich ein Motorschaden definitiv herausgestellt, stellt sich die Frage, ob man den Motor mit einem neuen oder gebrauchten Motor austauscht, den Motor repariert, oder gar das Auto verkauft. Die letzte Option wäre im Urlaub ziemlich problematisch, wenn man auf die zeitnahe Beschaffung eines neuen Autos angewiesen ist. Doch wenn der Verkauf die günstigste Lösung ist, kann zur Überbrückung auch ein Mietwagen hilfreich sein.

Beim Verkauf des Wagens sollte man eine Beratung von einem Experten in Anspruch nehmen, jedoch am besten im Heimatland. Natürlich kosten Reparatur und Austausch eines Motors viel Zeit und Geld. Dies sollte man im Ausland nur dann durchführen, wenn man dort beruflich unterwegs ist und man das Auto unbedingt braucht. Generell sollte man sich bei mehreren Experten Rat holen und dabei herausfinden, welche Werkstatt die zuverlässigsten und günstigsten Dienste bietet.


Wie kann man einen Motorschaden verhindern?

Auf jeden Fall. Vor allen Dingen sollte man das Auto regelmäßig in einer Kfz-Werkstatt durchchecken und warten lassen. Eine Inspektion und ein Ölservice sind daher sehr wichtig um den Motor zu Pflegen. Gleichzeitig sollte man den Füllstand des Kühlwassers und des Motorenöls in regelmäßigen Abständen überprüfen. Sollte sich an irgendeinem, noch so kleinen Autoteil ein Defekt herausstellen, ist dieses auszutauschen. Das gleichmäßige Fahren ist ebenfalls wichtig, sowie das Variieren bei der Gangschaltung, um sich beim Fahren den jeweiligen Bodenverhältnissen anzupassen.

Wichtig ist es auch, den Motor vor Überhitzung zu schützen. Dafür sollte er vor allem im Sommer nicht unnötig laufen und das Auto generell nicht zu schnell gestartet werden. Am besten sollte man dem Auto auch mal eine Ruhepause gönnen und auf die Öffis umsteigen. Dadurch hält der Motor umso länger, denn er verkraftet nur eine bestimmte Anzahl an Kilometern. Ein sorgsamer Umgang mit dem Auto ist also das A und O für die Vermeidung von Motorschäden.

 

Welches sind die Vor- und Nachteile bei einer Reparatur der einzelnen Motorenarten?

Wichtig ist hierbei die Kostenabschätzung bei den verschiedenen Arten von Motoren. Ein Dieselmotor ist teurer als ein Verbrennungs- oder Elektromotor, weshalb sich hierfür die Reparatur am meisten lohnt. Ein defekter Elektromotor sollte aufgrund seines verhältnismäßig geringen Preises am ehesten ausgetauscht werden. Der Nachteil bei der Reparatur ist, dass eine defekte Stelle übersehen werden kann, die erneut zu Funktionsbeeinträchtigungen des Motors führt. Kostet die Reparatur wesentlich weniger als ein neuer Motor, und erfüllt sie den gleichen Zweck, dann ist dies ein Vorteil.

 

Gebrauchter Motor kaufen - Was ist besser?

Neuer Motor, Austauschmotor, generalüberholter Motor, Gebrauchtgerät oder Motorreparatur?

Um hier die richtige Wahl zu treffen, sollte man erst einmal den Restwert des Autos beim Motorenschaden bestimmen lassen. Die Werteermittlung ist kostenfrei über bestimmte Portale im Internet möglich. Da eine Reparatur eines Motors so kostspielig sein kann wie ein gebrauchter Kleinwagen, ist zuerst zu erwägen, ob die Reparatur sinnvoll ist.

Hat das gesamte Auto ohne den Schaden zum Beispiel einen Wert von unter 5000 €, lohnt sich die Reparatur eher nicht, insbesondere dann nicht, wenn die Reparaturkosten diesen Restwert des Autos übersteigen. Ist der Motor nicht das einzige Problem, und gibt es Verschleißerscheinungen an mehreren Autoteilen, wäre eine Reparatur des Motors letztlich wenig sinnvoll.

Hat das Auto jedoch eine große persönliche Bedeutung für den Besitzer, wäre eine Reparatur dennoch in Erwägung zu ziehen, ebenso wenn der Wert des Wagens durch die Reparatur steigt, oder aber wenn sowieso der Wechsel mehrere Autoteile ansteht. Bei Mittelklassefahrzeugen kann der Wechsel zu einem generalüberholten oder gebrauchten, gut erhaltenen Motor sinnvoll sein. Eine Reparatur ist anzuraten, wenn die Schäden eher gering und somit auch die Kosten überschaubar sind.

Bei hochwertigen Fahrzeugen ohne viele Abnutzungserscheinungen lohnt sich die Reparatur auf jeden Fall, oder sogar auch der Einbau eines Neumotors. Sollte eine Fachkraft die Reparatur besonders günstig durchführen können, ist dies ein weiterer Grund, sich für die Reparatur zu entscheiden. Dabei sollte man beachten, dass die gesamten Reparaturkosten unter dem Strich höher werden als sie im Angebot erscheinen.

 

Reparatur vs. Motorenaustausch - die einzelnen Motorenarten

Ein Neumotor ist ein fabrikneuer Motor, der vom Hersteller des Wagens stammt oder zumindest mit dem Automodell kompatibel ist. Der Neumotor hat von allen Optionen den höchsten Preis, voraussichtlich jedoch auch die höchste Lebensdauer. Ein generalüberholter Motor ist gebraucht, aber in allen Einzelheiten vor dem Verkauf in der Funktionalität überprüft worden. Dieser kann in der Qualität dem Neumoter sehr nahe kommen, jedoch Gebrauchsspuren aufweisen. Beim Austauschmotor handelt es sich um die Montage eines Motors vom Fabrikat des Autoherstellers und um einen Motor, der mit dem alten identisch ist. Diese Methode kommt vor allem während der Garantiezeit zum Einsatz. Ein voll funktionsfähiger Gebrauchtmotor mit geringer Kilometerzahl ist für den Kleinwagen sinnvoll. Dies ist die preiswerteste Variante, wenn es um den Austausch des Motors geht.

 

Fazit

Ist ein Motorschaden aufgetreten, sollte dies ein Fall für die Kfz-Werkstatt sein, denn ein defekter Motor birgt Unfallgefahren. Bei der Wahl der Werkstatt sind Preisvergleiche angesagt. Ist die Garantiefrist für den Motor, bzw. für das Auto noch nicht abgelaufen, fällt die Entscheidung meist auf den Neumotor. Bei Selbstzahlung außerhalb der Garantiezeit ist jene Methode zu wählen, die sich für den Verbraucher finanziell am meisten lohnt. Steht man vor der Wahl zwischen Reparatur und Austausch des Motors, spielen auch die Wagenklasse und die bereits gefahrene Kilometerzahl des ausgetauschten Motors eine entscheidende Rolle.

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