Navigation

Anzeigen:

 

Kontakt

 

Der große Verbrauchsschwindel der Autoindustrie

verbrauchUnsere Autos verbrauchen viel mehr als vom Hersteller versprochen. Und der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit wächst immer weiter.

Grund hierfür ist das normierte Testverfahren, mit dem der Spritverbrauch unserer Autos gemessen wird. Dieser bietet den Automobilbauern einen enormen Gastaltungsspielraum um die Werte ihres Fahrzeugs zu verschönern und das unter sehr idealisierten Bedingungen.

So tricksen und mogeln die Hersteller ihrer neuen „Spritsparmodelle“ auf dem Markt

Gewisse Spielräume bei den Testregeln erlauben es den Herstellern uns verschönerte und realitätsentfernte Verbrauchsangaben vorzugaugeln. Diese Werte haben jedoch mit dem tatsächlichen Verbrauch des Fahrzeuges nur wenig zu tun.
Zwar ist das getestete Auto, wie gesetzlich gefordert, ein Serienfahrzeug, doch ist dies so optimiert, dass es den geringsten technisch erreichbaren Verbrauch erreicht.

So tricksen Autohersteller und das ganz legal:

  • erhöhter Luftdruck in den Reifen für weniger Rollwiderstand
  • spezielle Reifenprofile (Leichtlaufreifen)
  • spezielle Leichtlauföle
  • optimierte Umgebungstemperatur
  • Abschaltung aller Verbraucher
  • vollgeladene Autobatterie um die Lichtmaschine zu entlasten
  • Lichtmaschine abgekoppelt
  • Höchstgeschwindigkeit beträgt lediglich 120 km/h
  • Abkleben von Karosseriefugen und Kühlergrill für bessere Aerodynamik
  • optimiertes Fahrwerk und Bremsen
  • Eingriff in die Motorsteuerung für sparsamen Betrieb
  • überflüssige Gewichte (Teile) werden aus dem Fahrzeug entfernt

So kann es nicht selten zu Abweichungen von mehr als ein Drittel zwischen Normwert und Praxistest kommen.

Tipps wie sich Käufer von Neufahrzeugen gegen solche irreführenden Angaben zu Wehr setzten können

Generell gilt: Liegt der Mehrverbrauch höher als 10 Prozent, haben Autokäufer unter Umständen eine Rückgaberecht

  • Ermitteln Sie den realen Verbrauch Ihres Fahrzeuges. Daten des Bordcomputers sind hierbei nicht gerichtsrelevant. Hierbei ist es ratsam eine Verbrauchsmessung durchzuführen, die in etwa der Normrunde entspricht. Das bedeutet eine Fahrt von mindestens 200 km ohne viel Stau oder Stop & Go sowie eine möglichst sparsame Fahrweise auf Landstraßen. Auf Autobahnen darf hierbei nicht schneller als 120 km/h gefahren werden.
  • Liegt der dabei ermittelte Verbrauchswert deutlich über 10 Prozent der angegebenen Herstellerangaben, ist eine entsprechende Reklamation bei einer Vertragswerkstatt erforderlich. In der Regel wird Ihr Fahrzeug aufgrund dessen durchgecheckt und evtl. neu eingestellt.
  • Bleibt die Nachbesserung ohne Wirkung, folgt der Gang zum Anwalt und ein Auftrag eines Gutachters wird erforderlich (Rechtsschutzversicherung empfehlenswert).
  • Mit der Bestätigung des Gutachters sollten Sie noch einmal den Händler konfrontieren und zur Nachbesserung auffordern. Nach zwei erfolglosen Versuchen jedoch, sollten Sie auf Ihr Recht einer Rückgängigmachung des Kaufvertrages also zur Rücknahme des Autos bestehen.
  • Wird Ihre Aufforderung abgelehnt, haben Sie die Möglichkeit dies vor Gericht einzuklagen. Hierbei ist es nicht ungewöhnlich, dass das Gericht ein eigenes Gutachten in Auftrag gibt.

Wichtig:
Rechtsstreitigkeiten über Spritverbrauchswerte sind sehr aufwändig und kann sehr teuer werden. Wer hier ohne Rechtsschutz klagt, geht damit ein hohes Prozess- und Kostenrisiko ein.

Foto: © bluedesign - Fotolia.com

Weitere Tipps unter verschiedenes finden Sie hier

Themenverwandte Artikel:

>> Was Autos wirklich schlucken

 

! Alle Angaben ohne Gewähr! meine-auto.info haftet nicht für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben !


Neue Beiträge

 

Diesel DebatteDie schlechten Neuigkeiten für Dieselfahrer halten sich vehement. Durch den Abgas Skandal ist die Motorengattung der Selbstzünder zunehmend in schlechtes Licht geraten. In diesem Zusammenhang machen Bezeichnungen, wie "Stinker Diesel" oder "Umweltverpester" die Runde.

Deutsche Metropolen wie München oder Stuttgart ziehen jetzt Diesel Fahrverbote in Erwägung. Insbesondere Dieselkraftfahrzeuge mit Schadstoffklasse Euro 5 stehen im Fokus. Jahre zuvor wurden ebendiese Selbstzünder noch als energietechnologische Effizienz angesehen, so sind sie jetzt deutlich in Verruf geraten als "Stickoxid Schleudern".


Weiterlesen ...

DienstwagenWenn Unternehmen nicht dazu imstande sind, ihren Mitarbeitern eine Gehaltserhöhung zu ermöglichen, greifen sie oftmals auf Alternativen zurück. Die Auswahl dafür ist groß: eine betriebliche Altersvorsorge, Tankgutscheine oder ein Essenszuschuss. Besonders beliebt sind sowohl bei Arbeitgebern als auch bei –nehmer jedoch Firmenfahrzeuge. Von diesem Benefit profitieren nämlich beide Seiten: Einerseits kann der Angestellte einen schicken Wagen fahren, ohne sich selbst ein Auto kaufen zu müssen, andererseits erhält die Firma einige steuerliche Vorteile. Trotzdem stellt sich mitunter die Frage: Rentiert sich ein Firmenwagen wirklich?


Weiterlesen ...

Innenreinigung Fahrzeug

Besitzer eines Fahrzeugs sollten es gut und nachhaltig pflegen, um einerseits möglichst lange Freude daran zu haben und andererseits einen hohen Wertverlust zu vermeiden. Im folgenden Autopflege-Ratgeber wird erläutert, wie das Fahrzeug am besten einer Grundreinigung unterzogen wird und welche Tipps es für eine professionelle Innenreinigung des Autos zu Hause gibt.


Weiterlesen ...

HINWEIS! Diese Seite verwendet Cookies und ähnliche Technologien.

Wenn Sie die Browsereinstellungen nicht ändern, stimmen Sie zu. Learn more

I understand

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.