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Eine Statistik des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) zeigt, dass der Norm-Verbrauch im Drittelmix in den letzten 15 Jahren von ca. 9 Liter im Schnitt auf unter 7 gesunken ist. Dafür muss man modernen Technik danken. Insbesondere moderne Motoren, welchen den Kraftstoff effektiver verbrennen. Der Verbrauch des Motors ging zwar runter, jedoch die Anzahl der Komponenten die Benzin verbrauchen, vermehrten sich im Fahrzeug im gleichem Zuge.
Eine Auto verbraucht eigentlich nur Kraftstoff, doch durch dessen Verbrennung wird ein Fahrzeug schon lange nicht mehr nur bewegt, mittlerweile besitzt ein Fahrzeug etliche Stromverbraucher. So hat ein Kleinwagen von heute (also keine teure Limousine) einen Leistungsbedarf von rund 1000 Watt ohne Startanlage. Wenn man bedenkt, dass in den 60er Jahre dieser Bedarf bei nur 300 Watt lag, oder das eine Sparlampe 12 Watt hat, dann wird man vielleicht die Dimensionen begreifen. Um diesen großen Bedarf zu decken, sind nur die Batterie und die 'Lichtmaschine' zuständig. Bei größeren Fahrzeugen der Oberen Klasse, wie zum Beispiel ein Mercedes SL oder ein 5er BMW sind zwecks der hohen Anzahl an Verbrauchern, schon mit zwei Batterien ausgestattet. Nur so ist es möglich den ganzen Bedarf zu decken.
Typische Verbraucher sind z.B. Scheibenwischer, Radio, Lichtanlage, Klimaanlage, das ABS-Hydroaggregat, die Alarmanlage, das ESP, Drucksensoren, Zentralverriegelung, elektrischen Fenster, elektrisch verstellbare Sitze und natürlich die Heizung.
Alle verbrauchen Strom.
Kraftstoffverbrauch von elektrischen Komponenten
Laut dem Batteriehersteller Varta, verbrauchen, umgerechnet, die Scheibenwischer pro fünf Minuten Betrieb ca. 1 Cent. Eigentlich ein vernachlässigbares Beispiel. Ein ähnliche Wert erzielt auch die Beschallung durch das Radio. Ganz anders sieht es bei folgenden Komponenten aus. Bei einer eingeschalteten Klimaanlage berechnet Varta einen Wert von 1,5 Liter auf 100 Kilometer. Wenn man einen Bordcomputer hat, dann kann man es in manchen Autos sogar sehen. Schaltet man auf den aktuellen Verbrauch und danach die Klimaanlage an, dann sieht man, dass der Verbrauch steigt. Der ADAC gibt kleinere Werte (Verbrauch 0,3 bis 0,7 Liter pro Stunde) für die Klimaanlage an.
Ein weiterer Verbraucher sind die Scheinwerfer. Wer diese zum Beispiel auch tagsüber an hat, verbraucht ca. 0,2 Liter mehr pro Stunde. Es gibt hierfür eine einfache Rechnung, laut der bei 400 Watt elektrischer Leistung ca. 0,5 Liter verbraucht werden. Somit kann ein Autofahrer welcher das Abblendlicht, die Klimaanlage mit Gebläse, Scheibenwischer vorne und hinten, heizbare Heckscheibe und ein Radio am laufen hat, mit bis zu 2 Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer rechnen.
Weitere durstige Verbraucher
Stromverbraucher sind aber nicht die einzigen Sünder, welche mehr Sprit verbrauchen. Hat man einen Gepäckträger auf dem Dach, dann kostet das extra viel, der Verbrauch steigt sichtbar an. Ein Basisträger lässt den Verbrauch um 10 bis 15 Prozent anwachsen. Beim transportieren von Fahrräder auf dem Dach, steigt der Verbrauch laut ADAC bei einem Tempo von 130, um satte 30 Prozent. Mit anderen Worten, hat man nichts zu transportieren, dann sollten die Dachträger runter. Etwas billiger vom diesen Standpunkt aus sind die Dachboxen. Ihre aerodynamische Form haben bei normaler Fahrweise auf 100 Kilometer einen Verbrauch von etwas mehr als einem halben Liter. Man sollte aber auf die korrekte Montage achten. Günther Fritsche, Entwicklungsingenieur bei der Firma Thule sagt, dass der Verbrauch variiert, abhängig davon ob die Box weiter vorne oder weiter hinten auf dem Dach montiert wird.
Auf den richtigen Luftdruck kommt es an
Bereits bei einem Druck welcher um 0,2 Bar kleiner ist als er sein sollte, steigt der Verbrauch um 10 Prozent. Deswegen ist es angesagt, den Luftdruck so oft wie nur möglich zu überprüfen. Generell sollte man das alle zwei Wochen machen. Falls man das Auto schwer beladen muss oder eine längere Strecke mit mehrere Personen fährt, dann sollte man den Luftdruck in den Reifen erhöhen. Welche Druckwerte bei verschiedenen Belastungen vorhanden sein sollten, findet man im Handbuch, in der Tankklappe, auf der Innenseite des Türrahmens. In einigen Tankstellen findet man ebenfalls verschiedene Tabellen, welche behilflich sein können. Auch kann man viel Sprit sparen wenn man auf unnötigen Ballast verzichtet. So rät der ADAC, den Kofferraum von Dingen zu befreien die nicht häufig gebraucht werden 100 kg Mehrgewicht bedeuten bis zu einem halben Liter mehr Sprit auf 100 Kilometer. Natürlich kann man auch das Reserverad aus dem Kofferraum nehmen, dann sollte man aber eine passende Alternative finden (Notrad oder Reparaturset).
Auf die Richtige Fahrweise kommt es an
Am meisten, kann man aber wohl mit der richtigen Fahrweise Sprit und somit Geld sparen. Alles fängt schon beim Losfahren an, hierbei verbraucht man sehr viel Sprit. Beim Anfahren sollte man deshalb nicht zu stark auf das Gas gehen und auch früh in den zweiten Gang schalten. Viele Menschen fragen, wie man die Gänge richtig schalten sollte? Nun das hängt vom Fahrzeug selbst ab, ein Auto fährt sparsamer umso niedriger die Drehzahl des Motores liegt. In der Regel gilt, je früher man schaltet desto mehr Benzin oder Diesel kann man sparen. Manche Fahrzeuge kann man mit 1500 Umdrehungen in der Minute fahren. Dies sollte kein Problem sein, so lange der Motor nicht hustet oder man ohne ruckeln beschleunigen kann!
Worauf man noch achten sollte und wo man seine Fahrweise der Geldtasche zu liebe anpassen sollte, ist das Bremsen. Denn jede Bremse vernichtet Energie, die man anschließend wieder durch erneutes Gas geben aufbauen muss. Durch vorausschauendes Fahren und effizienteres Bremsen, lässt sich bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen. Fährt man zum Beispiel auf eine rote Ampel zu, dann kann man den Wagen ja in einem höheren Gang hin rollen lassen (neuere Autos sollte man nicht mehr im Leerlauf rollen lassen). Wenn man das Auto im Gang rollen lässt, also die Kupplung und das Gaspedal nicht betätigt, dann wirkt die Motorbremse. Bei modernen Motoren wird in so einem Fall die Spritzufuhr gestoppt, da die Kolben Energie von den Räder bekommen. Befindet man sich aber im Leerlauf, dann sind die Räder nicht an den Motor gebunden und somit brauchen die Kolben noch Sprit um sich zu drehen.
Motor an Ampeln ausschalten
Laut ADAC sollte sich dies schon nach 10 Sekunden positiv bemerkbar machen. Man braucht natürlich gewisse Ortskenntnisse um die Ampelschaltungen zu kennen. Franz Billinger, Sprecher der Mobilität beim Tüv Süd hat gesagt: „Hält man sich an die wichtigsten Spartipps, dann fährt man gelassener, sicherer, vor allem umweltschonender und spart sich nebenbei auch noch Geld. Bei richtigem Fahrverhalten kann man bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen, das heißt auch 20 Prozent weniger Schadstoffausstoß.
Man kann auch ein Spritspar-Training besuchen. Verschiedene Automobilclubs wie der ADAC oder AvD bieten solche Kurse an.
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