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Die Autobatterie  - Laden, überprüfen, testen und erhalten

StarterbatterieDie Autobatterie bzw. auch Starterbatterie genannt, ist ein Akkumulator der den elektrischen Strom für den Anlasser eines Verbrennungsmotors zur Verfügung stellt. Die Autobatterie wird bei laufenden Motor von der Lichtmaschine geladen, bei langsam laufenden Motor ist sie auch die jenige die die elektrischen Verbraucher mit Strom beliefert. Sollte die Lichtmaschine zum Beispiel nicht mehr richtig arbeiten kann diese auf Dauer schnell verbraucht bzw. leer sein.

Beim Anlassen des Motors werden kurzzeitig hohe Stromstärken benötigt (von mehreren 100 bis 1000 Ampere). Eine Autobatterie muss deshalb in der Lage sein diese Stromstärke aufzubringen und das auch im Winter bei niedrigen Temperaturen!

Gerade im Winter gehen viele Autobatterien kaputt, warum ist das so?

Die optimale Leistung einer Autobatterie liegt bei einer Temperatur zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Je tiefer die Temperatur desto weniger Kapazität hat die Batterie, bei Minus 18 Grad besitzt sie nur noch etwa die Hälfte der normalen Leistung! Durch die Kälte ist der Startvorgang eines Motors sowieso schon deutlich erschwert, weil auch das Motorenöl zäher ist, als bei sommerlichen Temperaturen. Ist die Autobatterie schon einige Jahre alt und wird auf eine Überpfrüfung und evtl. einer Wartung verzichtet, bedeutet gerade diese Jahreszeit meist den Tod einer Batterie.

 

Pflege, Wartung und Prüfung der Autobatterie

Vor allem in den Wintermonaten ist es wichtig, die Kontrolle des Flüssigkeitsstandes bzw. Elektrolyten regelmäßig durchzuführen. Ist der Wasserstand zu niedrig, muss die Autobatterie mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden. Das Wasser darf allerdings die Markierung nicht überschreiten. In den letzten Jahren haben sich immer wieder die wartungsfreien Autobatterien am Markt durchgesetzt, denn bei denen kann die Zelle nicht mehr geöffnet werden und demnach auch kein Wasser nachgefüllt werden. Das heißt, diese Batterien sind so gebaut, dass die Zersetzung des Elektrolyten in Wasserstoff und Sauerstoff enorm minimiert wird. Somit kann kein unreines Wasser (Leitungs- oder Mineralwasser) in die Batterie gefüllt werden. Diese Art von Wasser würde die komplette Batterie binnen kurzer Zeit vollkommen zerstören und unbrauchbar machen. Arbeitet die Lichtmaschine am Fahrzeug nicht ohne Probleme, so wird der Prozess der Zersetzung des Wassers beschleunigt, was wiederum zum höheren Aufwand der Wartung beiträgt.

Messung vom FachmannEine regelmäßige Überprüfung des Reglers durch einen Fachmann für Ladespannung und Ladestrom sollte vorgenommen werden. Die reguläre Ladespannung muss mindestens 13,8 Volt haben und sollte keinesfalls 14,4 Volt übersteigen. Das heißt, wenn die Ladespannung zu hoch ist, dass die wartungsfreien Batterien zu schnell an Wasser verlieren und somit an Ladespannung drastisch abnehmen. Das wirkt sich zunehmend negativ auf die Lebensdauer der Batterie aus. Liegt allerdings die Spannung darunter, so kann es vorkommen, dass die Autobatterie nicht genügend geladen werden kann. Das erschwert den Startvorgang und auch die Lebensdauer wird drastisch verkürzt.

Die Batterieladegeräte sollten immer im oberen Ladebereich mit 14,4 Volt eingestellt sein und der Ladestrom sollte bei allen Ladegeräten höchstens ein Zehntel der Kapazität der kompletten Batterie haben. Das heißt, wenn eine Autobatterie fast entladen ist, so ist eine Schnellladung mit 70% der Vollladung mit hohem Stromaufwand möglich, aber hier darf die Spannung nicht mehr als 14,4 Volt betragen. Ist die Starterbatterie geladen, so muss auch diese überprüft werden. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, wie hoch die Dichte der Batterie bei Vollladung ist. Auf dem Markt werden dafür unterschiedliche Systeme angeboten, demnach kann man die Säuredichte mit einem Aräometer oder Refraktometer bestimmen.

Spannung messenDoch es gibt auch eine andere Möglichkeit und zwar das Messen der Batteriespannung im Ruhezustand. Dazu muss die Autobatterie nicht aus dem Fahrzeug entfernt werden, denn die meisten Geräte für diese Art von Messung werden an die Starterbatterie angeklemmt. Dabei sollte man immer wissen, dass die Messung erst gemacht werden kann, wenn die Batterie im wirklichen Ruhezustand ist. Das heißt, nach ca. 2 Stunden Ladung oder Fahrt kann diese Messung vorgenommen werden. Meist zeigt eine vollgeladene Batterie eine Spannung von 12,65 Volt an und diese Spannung sollte im Ruhezustand nicht unter 12,53 Volt sinken. Meistens entspricht dieser Wert ca. 85% einer Vollladung. Beträgt der Wert der Batterie 12,24 Volt, so ist diese nur halb geladen und bei einem Wert von 11,89 Volt ist sie fast entladen. Entlädt sich die Batterie noch weiter, so kann bei einer Vollladung nur noch ein Teil der ursprünglichen Kapazität erreicht werden.

 

Wie lade ich eine Autobatterie richtig?

LadegerätIst die Starterbatterie zu stark entladen, kann nur noch ein Ladeprozess mit einem speziellen Batterieladegerät Abhilfe schaffen. Soll der Ladeprozess effektiv und richtig gemacht werden, dann sollte man wie folgt vorgehen:

  • Ausbau der Starterbatterie aus dem Fahrzeug und abklemmen der Batterie von allen Batteriekabeln;
  • für gute Raumbelüftung sorgen;
  • Anwendung eines Ladegerätes mit Gleichstrom;
  • Verbindung des Pluspols mit der Pluspolklemme und den Massepol mit der Minusklemme des Ladegerätes;
  • Einschalten des Ladegeräts mit Ladestrom (1/10 der Batteriekapazität);
  • bei zu starker Erwärmung (über 55 Grad) der Batterie, den Ladevorgang abbrechen.

Ist die Autobatterie vollgeladen, so muss nach ca. 2 Stunden die genaue Säuredichte gemessen werden. Die Dichte und die Ladespannung sollten nach 2 Stunden nicht mehr ansteigen. Ist der Stand zu niedrig, kann hier mit destilliertem Wasser die Batterie aufgefüllt werden. Nach dieser Prozedur kann die geladene Starterbatterie wieder eingebaut und an die vorhandenen Batteriekabel angeklemmt werden.

 

Überladung der Autobatterie
Das ist ein bekanntes Problem, denn bis in die 70er Jahre war es normal einen gebräuchlichen elektromechanischen Laderegler oder ein mangelhaftes oder zu starkes Ladegerät zu verwenden. Man hatte nicht gewusst, dass dies zur Überladung der Batterie führen kann. Wird ein solches mangelhaftes Gerät angeschlossen, dann wird während des Ladens das gesamte Bleisulfat in Blei und Bleioxid umgewandelt. Der Strom fließt bei Überschreitung weiter und dabei wird das Blei des Gitters zunehmend angegriffen, was zur Knallgasbildung führt und zur Vergrößerung des Gitters. Das hat zur Folge, dass die Festigkeit der eingepressten Stoffe immer mehr nachlässt.

„Gasen“ und Ladespannungen
Bei einer Temperatur von 15 bis 25 Grad sollte die Ladespannung im Bereich von 13,8 bis 14,4 Volt liegen. Dabei darf der Ladestrom nur ein Zehntel der gesamten Batteriekapazität, dividiert durch die Einheit „Stunde“, ausmachen. Das heißt, 4 A bei einer Autobatterie mit einer Kapazität von 40 Ah). Die Schnellladung sollte dann nur ein Drittel des Wertes der Batteriekapazität übersteigen. Wird eine Ladespannung von über 2,4 Volt pro Zelle erreicht, dann beginnt die Gitterkorrosion, die sich durch das sogenannte Gasen bemerkbar macht. Das ist auch ein Grund dafür, dass die Batterie nicht bis zur Vollladung mit hohem Ladestrom geladen werden sollte. Mit einem Schnellladegerät kann man die entladene Autobatterie schnell und einfach wieder aufladen, aber nur bis zu 70% der Kapazität. Danach sollte man unbedingt ein Gerät mit geringerem Ladestrom verwenden, um die Korrosion zu vermeiden.

Gefahr durch Explosion
Wird die Batterie überladen, so kommt es zum „Gasen“ innerhalb der Starterbatterie. Dieses Gasen bedeutet nichts anderes, als die Zersetzung des elektrolytischen Wassers, welches in der verdünnten Schwefelsäure enthalten ist. Durch die Entstehung von Sauerstoff und Wasserstoff kommt es zu einer explosiven Knallgasbildung, deshalb sollte man in der Nähe der Batterie keine Funken, offenes Feuer oder heiße und glühende Gegenstände haben.

 

Wie kann man am besten eine Starterbatterie erhalten? (z.B. Beim Überwintern von Fahrzeugen)

Wird ein Fahrzeug über einen längeren Zeitraum nicht gefahren, so ist es immer ratsam, den Minuspol der Batterie abzuklemmen oder ein Erhaltungsladegerät anzuschließen. Darunter versteht man ein Ladegerät mit sehr kleinem Ladestrom (50 bis 100 mA) mit beschränkter Spannung von 14,4 Volt. Durch diesen Strom wird die Selbstentladung ausgelöst, ohne dass ein Schaden verursacht wird. Die meisten Geräte dieser Art werden auch als Solargeräte angeboten.

Die Starterbatterie sollte nicht über längere Zeit bzw. über viele Monate ohne Ladung stehen gelassen werden. Läßt sich so etwas dennoch nicht vermeiden, dann sollte diese unbedingt vorher vollgeladen werden. Handelt es sich um ältere Batterien, dann haben diese meist eine erhöhte Selbstentladung und es besteht die Gefahr bei Nichtladung, dass schädliches Sulfat entweicht. Anders gesagt, wenn die Batterie zu lange steht, kann sie Schaden nehmen, da die Spannung einer 12-V-Bleibatterie nie unter 11,8 Volt abfallen darf. (thh)

 

 

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Fotos: © Dron, valiknovik2, Leonid Smirnov, Dark Vectorangel - Fotolia.com

 

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