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Die Geschichte der Autobahn

Merkmale der Autobahn

Autobahnen sind Fernverkehrsstraßen, die dazu dienen den Verkehr deutlich zu beschleunigen, dazu zählt Personenfernverkehr genauso wie Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen. Im allgemeinen besteht sie aus zwei Richtungsfahrbahnen mit jeweils mehreren Fahrstreifen. In Deutschland haben Autobahnen schon lange mindestens zwei Fahrstreifen in jede Richtung. Zudem gehört dazu noch ein Standstreifen, der auch als Pannen- oder Seitenstreifen bezeichnet wird. Die Fahrbahnen der neueren Autobahnen sind durch einen extra breiten Mittelstreifen getrennt, in dem passive Schutzeinrichtungen wie Betonschutzwände oder Stahlschutzplanken errichtet sind. Die Befestigung der Fahrbahn erfolgt durch Asphalt- oder Betonbelag.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der Autobahn ist, dass Knotenpunkte (Autobahnkreuze, Autobahndreiecke) nicht auf einer Ebene liegen, sondern der Übergang zwischen den Autobahnen über Brücken oder Unterführungen erfolgt. An Autobahnen befinden sich in der Regel immer Autobahnraststätten und Autobahnparkplätze, die den Autobahnnutzern Versorgung und Erholung bieten. Meistens befinden sich dort auch Spielgeräte für Kinder. Es ist auf Autobahnen nicht erlaubt zu Halten, zu Wenden oder zu Parken. Nur in Notfällen oder nach Aufforderung der Polizei darf gehalten werden.

 

Autobahnen in der Entwicklung

Die erste Strecke der Welt die man als autobahnähnlich bezeichnen könnte, war die AVUS in Berlin. 1921 wurde sie als Renn- und Teststrecke eröffnet, jedoch zunächst nicht für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Die erste öffentliche Autobahn Deutschland, wurde derzeit noch als Kraftwagenstraße betitelt. Es handelt sich um den Teil der heutigen A 555 zwischen Köln und Bonn. Nach einer Bauzeit von drei Jahren wurde sie von dem damaligen Oberbürgermeister Kölns Konrad Adenauer eröffnet. Diese erste Strecke war bereits höhenfrei und zweispurig in jede Fahrtrichtung - heute ist es die Mindestvoraussetzung für jede Autobahn. Ihre Richtungsfahrbahnen waren jedoch nicht baulich voneinander getrennt, daher bekam die Strecke erst nach weiterem Ausbau 1958 den Status als offizielle Autobahn. Der HaFraBa-Plan, der die Strecke der Hansestädte Frankfurt-Basel beschrieb, war der erste große Plan zum Bau einer bedeutenden und großen Autobahn. Er entsprach ungefähr dem Verlauf der jetzigen A5 und den nördlichen Abschnitt der A7. Der Plan wurde sogar noch vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten aufgestellt.Deutsche Reichsautobahn, 1943
Deutsche Reichsautobahn, 1943 (copyright)
Doch umgesetzt wurde die Strecke Frankfurt-Darmstadt mithilfe der HaFraBa-Pläne. Zu dieser Zeit kam auch das erste Mal der Begriff "Autobahn" auf, der sich aufgrund einer gleichnamigen Fachzeitschrift etablierte.

 

Der Straßenbelag

Die Autobahnen in Deutschland waren ursprünglich mit Betonfahrbahnen versehen.  Betondeckschichten haben eine Stärke von 18 bis 30 cm und bestehen aus 5 bis 6 m langen Platten. Es ist sehr wichtig diese Platten mit Fugen zu versehen, da diese wilde Risse verhindern die zum Beispiel durch Temperaturschwankungen entstehen. Betondecken setzen sich aus einen abgestuftem Mineralgemisch zusammen bei dem Zement als Bindemittel genutzt wird. Die Platten werden untereinander mit so genannten Dübeln und Ankern verbunden. Die Dübel sichern die Höhenlage der Betonplatte in Längsrichtung und somit die Übertragung der Lasten und die Anker verhindern das Auseinanderdriften der Platten voneinander. Der Nachteil an der Plattenbauweise ist, dass solche Autobahnen ziemlich holperig sind. Zudem gab es im früheren Autobahnbau einige Abschnitte mit Pflastersteinen. Pflastersteindecken stellt man aus Betonsteinpflaster, Natursteinpflaster und Klinkerpflaster her. Sie bieten den Vorteil der umfangreichen gestalterischen Möglichkeiten, doch aufgrund der hohen Verkehrsbelastung werden sie heutzutage nicht mehr im Autobahnbau genutzt. Heute ist es so, dass vorwiegend Asphaltdecken genutzt werden, die durchschnittlich alle 15 Jahre repariert werden müssen. Decken aus Asphalt bestehen aus einem abgestuftem Mineralgemisch mit Bitumen als Bindemittel. Asphaltdecken werden am häufigsten zum Autobahnbau genutzt. Sie lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen, die sich in der Zusammensetzung unterscheiden. Dazu zählen Gussasphalt, Splittmastix-Asphalt, Asphaltbeton, Asphaltmastix und offenporige Asphalte. Asphaltdeckschichten besitzen in der Regel eine Stärke von 3 bis 4 cm. Sie haben je nach Verkehrsbelastung eine Haltbarkeit von 12 bis 18 Jahren. Gemeinsam mit der Binderschicht bildet die Deckschicht die Fahrbahndecke. Aufgrund längeren Konzessionszeit von etwa 30 Jahren und der höheren Belastbarkeit wird jedoch in letzter Zeit wieder vermehrt mit Beton gearbeitet.
Neuste Entwicklung: der Flüsterasphalt


Das bekannte Problem der Autobahnen ist, dass sie sehr laut sind. Das kommt daher, dass die Luft vor dem Reifen durch das schnelle Überrollen stark komprimiert wird. Da die Fahrbahn aber einen sehr festen Boden hat und nicht porös ist, kann sie also nicht entweichen. Durch die folgende Dekompression, das heißt wenn die Luft sich nach dem Zusammendrücken wieder ausweitet entsteht das laute Fahrgeräusch, das durch die Reifen verursacht wird. Doch glücklicherweise gibt es seit kurzem gibt es die Möglichkeit der Lärmbelastung durch Autobahnen entgegen zu wirken. Sogenannter Flüsterasphalt ist nicht so fest wie der herkömmliche Bodenbelag, er ist also porös. Die Luft kann also in die Fahrbahn ausweichen und wird nicht so stark komprimiert. Durch diesen viel geringeren Druck auf die Luft wird das Fahrgeräusch der Reifen deutlich gemindert und die Belastung durch den Lärm verringert.

 

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