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„Sehen und gesehen werden“: Grundvoraussetzung für eine sichere Autofahrt in der dunklen Jahreszeit. Feuchter Straßendreck, beschädigte Scheinwerfer oder Streusalz verschmutzen die Scheiben, die die Sicht verschlechtern und das Unfallrisiko erhöhen.
Auch ohne Tagfahrlicht-pflicht ist es zu empfehlen, gerade im Winter immer das Abblendlicht eingeschaltet zu halten, das rät auch die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Laut Straßenverkehrsordnung ist es nicht nur spätestens bei Dämmerung und Dunkelheit, sondern auch bei wetterbedingt erschwerten Sichtverhältnissen strikt angeordnet. Autos mit Abblendlicht sind aber auch am helllichten Tag von anderen Verkehrsteilnehmern eindeutig schneller und besser erkennbar. Spezielle Daytime-Glühlampen sichern einen Dauerlichtbetrieb, laut der GTÜ. Sie sind zwar kostbarer als die herkömmlichen, halten in der Regel aber auch fünf Mal länger. In der Regel sollte man immer ein Ersatzset im Auto haben. Beim Ausfall einer Lampe ist es zu empfehlen, diese immer paarweise zu ersetzen, denn die noch funktionierende Lampe fällt nicht selten wenig später ebenso aus. Hinweis: Die Glühlampen nicht mit bloßen Fingern anfassen – die schon geringste Fett- oder Schweißrückstände brennen sich fest ein und reduzieren die Lichtausbeute.
Man sollte bei den Lampen in der Regel auf Qualitätsprodukte mit UV-Schutz achten, um ein Eintrüben der Kunststoffstreuscheiben und eine Reduzierung der Lichtwirkung zu verhindern. Die blendfreie Einstellung der Scheinwerfer ist ebenso wichtig, das kann schnell bei einem kurzen Werkstattbesuch kontrolliert werden.
Verunreinigte Scheiben beeinträchtigen nicht nur den Durchblick, sie führen auch zum stark blendenden Streulicht. Deshalb sind saubere Scheiben ein absolutes Muss. Das ist nicht nur für außen, sondern auch für innen gültig. Zur Reinigung rät die GTÜ die Verwendung spezieller Scheibenreinigungskonzentraten. Haushaltsreiniger sind nicht zu empfehlen: Besonders Geschirrspülmittel führen zur Entstehung eines Nachschleiers mit störenden Lichtreflexen. Für die Innenscheiben empfiehlt sich ein Antibeschlagzusatz beim Sauberwischen. Stets beschlagene Scheiben, die im Winter auch innen Eiskratzen notwendig machen, sind häufig ein Indiz für undichte Stellen am Auto, durch die Wassertropfen eindringen. Ihnen sollte sachkundig auf den Grund gegangen werden. Die Gesellschaft für Technische Überwachung rät darüber hinaus, die Entwässerungsöffnungen unter den Türen auf eventuelle Verschmutzungen zu kontrollieren.
Gegen beschlagene Scheiben ist es ratsam, die Heizung aufzudrehen und das Gebläse auf starker Stufe, wenn möglich ganz auf die Scheiben zu richten. Bei Temperaturen über fünf Grad Celsius sichert auch die Nutzung der Klimaanlage trockenere Innenraumatmosphäre, denn der Luft wird Feuchtigkeit entzogen.
Neben dem Reinigungskonzentrat sollte man bei der Scheibenwischanlage auch auf genügend Frostschutzmittel achten. Auch hier ist gültig: Finger weg von Hausmitteln wie „Spiritus-Spüli-Mixturen“, da durch sie nicht nur Schmierfilme entstehen, sondern sie isolieren Düsen und Schläuche. Darüber hinaus können sie Gummi, Kunststoff oder gar den Lack schaden. Bei der Anschaffung einzelner Konzentrate oder gebrauchsfertiger Mischungen sollte beachtet werden, dass die Mittel für Fächerdüsen und Polycarbonat-Scheinwerferscheiben passend sind. Die Reihenfolge zum Einfüllen von Einzelkomponenten ist: zunächst Frostschutz, dann Wasser und zum Schluss Reinigungskonzentrat. Gelegentlich sollte man auch die Spritzdüsen kontrollieren und gegebenenfalls reinigen.
Wischblätter bieten generell nur ein halbes Jahr lang günstige Leistung und verrichten bei winterlichen Umständen Schwerstarbeit. Für den Austausch empfiehlt die GTÜ zu Markenerzeugnissen aus erstklassigem Kautschuk.
Die Sicht können auch Kratzer auf der Frontscheibe verschlechtern. Sie führen zu Lichtbrechungen und beschleunigen den Verbrauch der Scheibenwischer. Durch Steinschläge entstehen häufig Mikrorisse, die sich auf einmal ausweiten können. Bevor es soweit kommt, ist es möglich, Schäden auf der Außenseite sachkundig auszubessern. Nach GTÜ-Angaben können Krater bis 5 Millimeter Durchmesser und davon ausgehende Sprünge bis 5 Zentimeter Länge repariert werden. Sie dürfen jedoch nicht im unmittelbaren Fernsichtfeld liegen und auch nicht im Scheibendichtgummi beenden.
Bei aller Technik sollte man auch auf den Menschen achten. Autofahrer, die den Durchblick behalten möchten, sollten auch ihre eigene Sehleistung regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen.
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