Navigation

Anzeigen:

 

Kontakt

 

Dashcam

Immer mehr deutsche Autofahrer setzen eine sogenannte Dashcam ein.
In Russland zählt die Dashcam schon zur normalen Autoausstattung, wie bei uns das Duftbäumchen. Dort werden diese Dashcams hauptsächlich im Fahrzeugen montiert um sich selbst zu schützen. Diese Video-Aufzeichnungen dienen in Russland, bei einem Unfall als Beweismittel, die vor Gericht zugelassen sind.

 

Was ist eine Dashcam und was können sie?

Eine Dashcam (oder Autokamera, Carcam, Unfallkamera, Russen-Kamera) ist eine kleine Videokamera, die einfach an der Windschutzscheibe oder dem Innenspiegel angebracht wird. Über ein Kabel oder einen Akku wird sie mit Strom versorgt. Die Aufnahmen werden auf einer Speicherkarte gesichert.
Videos bis in Full HD-Qualität sind möglich, ebenso gibt es sie mit einen GPS – Modul und G-Sensor, sowie mit Nachtsicht oder Bewegungserkennung. Auch verfügen diese Dashcams über ein eingebautes Mikrofon.

GPS-Modul
Das GPS (Global Positioning System oder Globales Positionsbestimmungssystem) schreibt die genaue Position des Autos in eine Datei. Hinterher kann so nachgesehen werden, wo man mit dem Auto gefahren ist, auf welchem Höhenmeter und wie schnell man war.

G-Sensor
Der G-Sensor ist ein Beschleunigungssensor. Dieser Sensor misst in der Dashcam eine Geschwindigkeitsab- bzw. zunahme. Bei einer starken Bremsung z.B. kann das Video in besserer Qualität oder mit mehr Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. So lassen sich bei einem Unfall mehrere Details erkennen.

Nachtsicht
Die Nachtsichtfunktion bietet eine bessere Sicht bei Nacht. Dazu hat diese Dashcam eine Infrarot-LED eingebaut. Diese leuchtet den vorderen Teil der Straße aus. Das Licht ist für Menschen unsichtbar, da es im Bereich einer Wellenlänge von 700 nm bis 1000 nm ausgestrahlt wird. Die Dashcam fängt das Licht ein und sorgt somit für eine akzeptable Aufnahme.

Bewegungserkennung
Die Bewegungserkennung sorgt für eine kurze Aufnahme, wenn das Auto geparkt wird und eine Person vor das Auto läuft. Mithilfe dieser Funktion lassen sich z.B. Einbrecher aufnehmen.

Sind Dashcams in Deutschland erlaubt?

Grundsätzlich ja, allerdings mit datenschutzrechtlichen Einschränkungen. Meist sind auf den Aufnahmen ja andere Verkehrsteilnehmer und amtliche Kennzeichen zu sehen. Wer diese Aufnahmen ins Internet, z.B. Youtube stellt, ohne Personen oder Nummernschilder unkenntlich zu machen, verstößt gegen den Datenschutz. Im Klartext: Wer mit der Dashcam Verstöße anderer aufnehmen und zur Anzeige bringen will, verstößt selbst gegen geltendes Recht.
Grundsätzlich sind Aufnahmen in landschaftlich schöner Umgebung für private Zwecke auch dann erlaubt, wenn darauf andere Personen oder Nummernschilder zu erkennen sind. Heikel wird es dann, wenn mit der Dashcam das Ziel verfolgt wird, mögliche Unfälle zu dokumentieren und Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Dazu gibt es unterschiedliche Gerichtsurteile.

Die obersten Datenschutz-Aufsichtsbehörden verbieten offiziell den Einsatz der Dashcams, soweit deren Verwendung nicht ausschließlich für persönliche oder familiäre Tätigkeiten erfolgt.

Dashcam zur Beweisführung bei Unfällen

Viele Autofahrer erhoffen sich durch das Aufzeichnen von Videos während der Fahrt eine Verbesserung der Beweisführung im Falle eines Unfalls oder möchten verkehrswidriges Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zur Anzeige bringen.
Doch Vorsicht - solche Aufzeichnungen können als Beweismittel auch gegen den Fahrer verwendet werden.
Leider entscheiden die Richter im Einzelfall ob ein Video einer Dashcam als Beweismittel benutzt werden darf. Fakt ist jedoch, dass die Kamera die ganze Fahrt laufen muss und nicht kurz vor dem Unfall eingeschaltet werden darf.
Prinzipiell sind jedoch Videoaufnahmen zur Strafverfolgung nur der Polizei erlaubt, und auch dies nur in engen Grenzen. Wer mit der Dashcam Verstöße anderer aufnehmen und zur Anzeige bringen will, verstößt gegen geltendes Recht.

Fazit:
Die Verwendung von Mini-Videokameras (sog. Dashcams) im öffentlichen Verkehrsraum ist in Deutschland rechtlich umstritten.
Gerade die Frage ob Aufnahmen in einem Unfallprozess als Beweismittel zugelassen werden, kann zur Zeit nicht klar beantwortet werden. Darüber kann das jeweilige Gericht von Fall zu Fall entscheiden.

Dashcam in Bayern

Erstes Bundesland verbietet Dashcam-Videos!
Wer Dashcam-Videos des Straßenverkehrs ins Internet stellt oder Behörden (Polizei) übergibt, verstößt gegen den Datenschutz. Und das kann – vorerst zumindest in Bayern – sehr teuer werden (bis zu 300.000 Euro Strafe).
Die bayerische Datenschutzaufsicht reagierte damit auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Ansbach von Mitte August 2014. Darin hieß es: Videos vom Verkehrsgeschehen dürften nicht mit der Absicht gedreht werden, sie später in Internetportalen wie Youtube oder Facebook hochzuladen sowie Dritter der Polizei zu übermitteln. Schließlich ließen sich die gefilmten Personen leicht identifizieren. Heimliche Aufnahmen unbeteiligter Dritter seien nach dem Bundesdatenschutzgesetz nicht zulässig.

Der Einsatz von Dashcams im Ausland

Anders als in Deutschland sind im Fahrzeug installierte Dashcams in Ländern wie Belgien, Luxemburg und Portugal ausdrücklich untersagt. In Schweden und in der Schweiz wird von einer Verwendung solch einer Dashcam abgeraten, da dort erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken bestehen. In Österreich droht laut ADAC sogar ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro, sowie die Beschlagnahmung der Kamera.
Erlaubt ist der Einsatz von Dashcams dagegen in den Niederlanden, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Malta, Norwegen, Serbien und Bosnien-Herzegowina.
In Russland sind Dashcams besonders beliebt. Dort werden überwiegend die Kameras in Fahrzeugen installiert um sich juristisch abzusichern.

 

 

! Alle Angaben ohne Gewähr! meine-auto.info haftet nicht für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben !


 


Neue Beiträge

Aluminium- oder Stahlfelgen kaufen: welche Felgenvariante ist die bessere Wahl?

StahlfelgeSpätestens beim Kauf des zweiten Reifensatzes stellt sich die Frage, ob Alufelgen oder Stahlfelgen die richtige Wahl darstellen. Die saisonale Bereifung könnte natürlich auch jedes Mal auf die bereits vorhandenen Fäden gezogen werden, der Aufwand fällt dafür aber ungleich größer aus. Beide Felgentypen haben ihre Vor- und Nachteile - und die sollten Sie kennen, bevor Sie sich für ein bestimmtes Produkt entscheiden.


Weiterlesen ...

Was ändert sich 2018 für den Autofahrer

 

Änderungen 2018 - Wissenswertes für alle Autofahrer

Wie jedes Jahr treten auch im kommenden Jahr, also zum 1. Januar 2018, viele Änderungen in Kraft. Dieses mal hat es die Autofahrer besonders erwischt. Nachfolgend haben wir eine Übersicht erstellt, damit Sie auf dem neuesten Stand sind, was die Änderungen für Autofahrer angeht.

Winter- und Ganzjahresreifen

Bisher galt die Regelung, dass im Winter spezielle Winterreifen mit dem "Alpine" Symbol oder aber Ganzjahresreifen mit dem "M+S" Symbol genutzt werden dürfen. Ab 1. Januar 2018 tritt jedoch folgende verschaffte Regelung in Kraft: Ab diesem Zeitpunkt dürften in den Wintermonaten nur noch Winter- sowie Ganzjahresreifen mit dem sogenannten "Alpine" Symbol benutzt werden. Diese Regelung gilt jedoch vorerst nur für Neureifen. Demnach dürfen Reifen mit dem "M+S" Symbol, die bis zum Stichtag 31. Dezember 2017 hergestellt worden sind, bis zum 30. September 2024 benutzt werden.


Weiterlesen ...

EU-Neuwagen – Wie Sie bei der Konfiguration und Bestellung der Fahrzeuge vorgehen sollten

EU-Autos erfreuen sich im Moment einer riesigen Beliebtheit, weil die Reimporte aus dem EU-Ausland oft deutlich preiswerter sind als deutsche Neuwagen. Wenn Sie beim Kauf von Importfahrzeugen ein paar Dinge beachten, können Sie tatsächlich viel Geld sparen. Wir verraten Ihnen, wie Sie bei der Konfiguration und Bestellung eines EU-Neuwagens vorgehen sollten.

Warum sind EU-Neuwagen günstiger?

Alle Autohersteller bauen ihre Fahrzeuge für sämtliche Märkte. Hierbei gibt es zwischen Audi, Skoda, VW, Opel, Nissan, BMW, Ford und Kia kaum Unterschiede. Über das EU-Ausland gekaufte Reimporte sind in der Regel preiswerter, weil laut EU-Recht die Steuern immer dort gezahlt werden müssen, wo das Fahrzeug zugelassen und auch gefahren wird. In Deutschland kommen zum Netto-Verkaufspreis immer noch einmal 19 Prozent Mehrwertsteuer hinzu. Wenn Sie einen EU-Neuwagen aus Dänemark kaufen, sparen Sie Geld, weil der Verkaufspreis dort von vornherein niedriger ist, da für gewöhnlich noch eine Mehrwertsteuer von 25 Prozent sowie eine Zulassungssteuer hinzukommen würden. Bei einem Reimport nach Deutschland werden aber nur 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig, sodass sich eine Ersparnis ergibt. Nichtsdestotrotz ist es empfehlenswert, vor dem Kauf immer zu überprüfen, ob Sie am Ende wirklich sparen, denn das gilt natürlich nicht pauschal.


Weiterlesen ...

HINWEIS! Diese Seite verwendet Cookies und ähnliche Technologien.

Wenn Sie die Browsereinstellungen nicht ändern, stimmen Sie zu. Learn more

I understand

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.