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1965 der ADAC erreicht 1 Millionen Mitglieder

Endlich erreichte man die unglaubliche Marke von 1 Millionen Mitgliedern im ADAC. Täglich waren es fast 1000 neue Mitglieder.

In diesem Jahr trat erstmals das Thema Tempolimit auf,. Das Ergebnis einer Befragung unter Autofahrern ergab, dass 7 von 8 Fahrern jede Art von Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen ablehnten.

Als eine gute Idee empfand es der ADAC, einen Sicherheitspreis einzuführen. Dieser wurde denjenigen verliehen, welche besondere Beiträge zur Sicherheit im Straßenverkehr leisteten. Die ersten waren die Firmen Daimler Benz und Magura, dafür dass sie einen verstellbaren Außenspiegel produzierten.

Durch die zahlreichen Hilfeleistungen der ADAC-Straßenwacht, konnte man einen Querschnitt der meisten Ursachen für Pannen und der am häufigsten Betroffenen Autos anstellen: Die Geburtsstunde der Pannenstatistik.

Da es zwischen den Jahren 1953 und 1968 zu fast 213.000 Toten im Verkehr kam, rief der Club die „Deutlich fahren“ Aktion ans Tageslicht. Ziel der Sache war es, durch einfache Regeln, den Straßenverkehr für alle sicherer zu gestalten. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme nahm man 1970 den ersten ADAC-Rettungshubschrauber in Betrieb. Man nannte ihn Christoph und beförderte damit einen Arzt und Sanitäter. Außerdem führte man die Notrufnummer 22 22 22 ein, womit nun für Mitglieder auch ein Telefonarzt im Ausland erreichbar war.

Der ADAC hatte ebenfalls zu dieser Zeit für Sicherheitsgurte geworben werden, wobei man sich zugleich von dem Tempo-100-Versuch auf Autobahnen distanzierte.

ADAC Rettungshubschrauber
ADAC Luftrettung - zweit größte Flotte von Rettungshubschrauber in Deutschland - jährliche Bilanz:  45.000 Einsätze

Die Sicherheit im Verkehr stellte auch 1976 noch ein wichtiges Thema dar. Ganze 14.000 Lehrer bildete man dazu in der Verkehrssicherheit aus, damit 100.000 Kinder Jahr für Jahr an Fahrradkursen teilnehmen und deren Eltern die Verkehrserziehung besuchen konnten.

Zwei weitere Erfolge konnte der ADAC verbuchen!
Erstens - Der Club stieg zu dem führenden Verbraucherschützer auf indem er durch Tests die Mitglieder und die Öffentlichkeit aufklärte.
Zweitens -  Die Mitgliederzahl wuchs stetig. Durchschnittlich jede 40 Sekunden  wurde ein neues Mitglied registriert.

1978 kam endlich die erste ADAC Rechtsschutzversicherung zum Einsatz, womit nun jedes Mitglied die Möglichkeit hatte, sich in Rechtsfragen durchzusetzen. Weiterhin erschien die Pannenstatistik in der Zeitschrift „Motorwelt“ als eine jährliche Rubrik. Man fand darin die Daten von fast 600.000 Autos.

Um den Verkehr auch weiterhin sicherer zu machen, unterstützte der ADAC das Gesetz zum Anlegen des Gurtes. Somit musste jeder, der ohne Sicherheitsgurt im Auto erwischt wurde, eine Strafe von 20 DMark zahlen.

Ab 1986 wurde das Autofahren teurer. Nur noch Benzinautos waren erlaubt, von denen die Abgase mittels Katalysatoren entgiftet werden konnten. Im Zuge dessen setzte sich der Club auch für das bleifreie Benzin ein. 

Als 1989 die Grenzen zwischen West und Ost durchlässig gemacht wurden, überrollte Westdeutschland eine regelrechte Flut an Wartburgs und Trabbis.

Im selben Jahr kam auch der erste Auto-Atlas auf den Markt.

Nur 1 Jahr später, 1990, erreicht der Club die Mitgliedermarke von 10 Millionen.

 

Nach der Jahrtausendwende

Der ADAC feierte sein 100-jähriges Bestehen. Am 18. Mai begannen die Feierlichkeiten in Hamburg, Berlin, München, Köln, Dresden und Saarbrücken.

2004 feierte auch die Straßenwacht ein Jubiläum: 50-jähriges Bestehen. Seit 1954 konnten die „Gelben Engel“ über 50 Millionen mal Hilfe leisten und legten dabei fast 1,4 Milliarden Kilometer zurück. Gegen Ende des Jahres, im Dezember, begrüßte man das 15 Millionste Mitglied.

2005 beschloss man zum ersten mal einen „Gelber Engel“ Preis in verschiedenen Kategorien zu vergeben.

Im gleichem Jahr führte der ADAC auch den ersten Motorrad-Crash-Test durch. Es war eine mit einem Airbag ausgestattete Honda Gold Wing, welche gegen den auf der Fahrbahn stehenden Van fuhr. Der Airbag schützte den Dummy vor tödlichen Verletzungen.

2007 Gründung der ADAC Stiftung Gelber Engel GmbH, sie setzt sich seit 2007 für Unfallopfer ein. Ziel ist es, Menschen zu helfen, die durch Unfälle geschädigt wurden. Die ADAC Stiftung Gelber Engel GmbH wurde mit einem Kapital von 10 Millionen Euro ausgestattet und fördert darüber hinaus auch wissenschaftliche Forschungen, die zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr beitragen sollen.

2008 beschäftigte der Verein 6.800 Mitarbeiter im In- und Ausland.
Gelber Engel Auszeichnung
ADAC Auszeichnung - Gelber Engel

Der ADAC-Luftrettung verfügt heute über eine der zwei größten Flotten von Rettungshubschraubern in Deutschland, welche 2009 zu mehr als 45.700 Einsätzen flogen.

2012
Heute zählt der Club über 18 Mio. Mitglieder und die monatlich erscheinende Zeitschrift  ADACmotorwelt hat eine Auflage von 14 Millionen. Auch gehören dem ADAC eine Reihe von Tochterfirmen, die sich in strategischen Geschäftsbereichen wie Versicherungen, Verlagsgeschäft, Luftfahrtunternehmungen und Sonstiges gliedern. Der ADAC ist zugleich ein bedeutendes Wirtschaftsunternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 1,6 Milliarden Euro.

 

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Fotos: Wikipedia & ADAC


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