Schneller, höher, weiter – die Welt wird kleiner

Der Begriff Tourismus ist weltweit gebräuchlich und bezeichnet im Grunde alles, was mit Reisen zu tun hat. Durch die hoch entwickelten technischen Möglichkeiten der Personenbeförderung verlieren Entfernungen ihren Schrecken. Die Welt ist kleiner geworden. Hochgeschwindigkeitszüge, Flugzeuge, die mit Überschallgeschwindigkeit fliegen, all diese technischen Errungenschaften nehmen die Menschen heute schon fast als Selbstverständlichkeit wahr.

Die Tatsache, dass man innerhalb von wenigen Stunden an jeden beliebigen Ort der Welt reisen könnte, ist nichts Besonderes mehr. Betrachtet man den langen Entwicklungsweg, der hinter diesen Möglichkeiten liegt, wird aber klar, dass all diese Dinge ohne den Einfallsreichtum und den Pioniergeist der Erfinder der letzten Jahrhunderte niemals möglich gewesen wären. Komfortabel reisen zu können ist ein Geschenk, das die Menschen eben jenen Pionieren verdanken, die in ihrer Epoche oftmals ausgelacht worden sind. Visionen waren notwendig, um der modernen Zeit ihre Mobilität zur verleihen.

Es darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Mobilität Auswirkungen auf die Umwelt hat. Zunehmender Reiseverkehr führt zu einer höheren Luftverschmutzung. Die Emissions-Belastung ist selbst in kleineren Ferienorten bereits deutlich spürbar. Auch Gewässer und das Land sind zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Ölverschmutzungen durch Sportboote, Waldrodungen zur Anlage neuer Skigebiete, die Erhöhung von Energie- und Wasserverbrauch und der damit verbundene Schaden an natürlichen Ressourcen, dies und vieles mehr führt zu Belastungen der Umwelt, die die Menschen als Preis für die Mobilität zu bezahlen haben.

Schon zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts entstand auch aus diesen Gründen eine Art Gegenbewegung, die den sanften Tourismus propagiert. Hier sollen natürliche Lebensräume erhalten bleiben und durch Verbote zum Beispiel motorbetriebener Boote auf Gewässern oder durch das Einführen autofreier Zonen auch der Schadstoffausstoß gemindert werden.

 

Was wird die Zukunft bringen?

Jedem Menschen muss klar sein, dass irgendwann das Limit der Mobilität erreicht sein muss. Geschwindigkeiten lassen sich nicht willkürlich immer weiter erhöhen und Entfernungen bleiben dieselben, auch wenn sich die Reisezeiten erheblich verkürzen. Und bei aller Mobilität, sich rasch von einem Ort zum anderen bewegen zu können, bleiben kulturelle und klimatische Unterschiede natürlich bestehen.
Es liegt jedoch in der Natur des Menschen, sich niemals mit dem Erreichten zufriedenzugeben. Neue Ziele müssen her und auch die Mobilität muss sich auf irgendeine Weise noch erweitern lassen.

Schon zu Beginn der Raumfahrttechnik haben verwegene Abenteurer den Wunsch geäußert, mit einer Rakete ins All zu fliegen. Als die erste Raumfähre in Betrieb genommen wurde, schien dieser Wunsch in den Bereich des Möglichen zu rücken. Inzwischen haben sich diese Visionen tatsächlich verwirklicht. Zwar sind Reisen in den Weltraum nur denjenigen vorbehalten, die für eine solche Reise viele Millionen Dollar bezahlen können, aber letztendlich waren auch die ersten Eisenbahnfahrten gemessen am Einkommen der durchschnittlichen Bevölkerung reiner Luxus und sehr teuer. Inzwischen sind Überlegungen im Gang, bereits in allernächster Zukunft Raumflüge für Touristen zum Preis von 150.000 Euro anbieten zu können.
Es bleibt also abzuwarten, ob sich der Tourismus der Zukunft auch auf Ausflüge in außerirdische Regionen konzentrieren wird und die Mobilität der Massen auch auf diesen Bereich ausweiten kann. Das ist sicher im Augenblick noch Zukunftsmusik, aber die Vision ist bereits in die Tat umgesetzt worden.

Es bleibt abzuwarten, wie die Geschichte der Mobilität sich weiterentwickeln wird und welche technischen Errungenschaften die nächsten Jahrhunderte der Menschheit bringen werden.



Fazit:
Die Geschichte der Mobilität ist umfangreich und interessant. Visionäre wie zum Beispiel Leonardo da Vinci haben Dinge vorausgesagt, die in ihrer Zeit undenkbar waren. Aber gerade diese Visionen waren es, die mit dem Fortschreiten der technischen Entwicklung die Erfinder auf den Plan riefen. Sie orientierten sich an dem, was mit ihren Mitteln und ihrem Wissen möglich war. Sie nahmen Rückschläge in Kauf und versuchten, neue Wege zu gehen. Was am Ende dabei herauskam, waren Maschinen, die den Menschen viele Erleichterungen brachten.
Nicht nur die Arbeit wurde dadurch revolutioniert. Auch die Mobilität jedes Einzelnen wurde gesteigert. Ungeahnte Möglichkeiten taten sich auf, die zuerst nur wenige Mutige dazu brachten, sich damit auseinanderzusetzen. Aber letztendlich haben alle diese technischen Errungenschaften nur eines zum Ausdruck gebracht: Der Mensch ist in der Lage, sich ständig weiterzuentwickeln und sein geistiges Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

Mobil zu sein bedeutet nicht nur, mit angemessener Geschwindigkeit und ohne großen Aufwand von einem Ort zum anderen reisen zu können. Viel wichtiger als die tatsächliche Fortbewegung ist die geistige Mobilität. Ohne sie wären Erfindungen wie die Dampfmaschine, der Verbrennungsmotor, die Flugzeuge und Raumfahrzeuge überhaupt nicht möglich gewesen. Visionen sind also auch eine Art der Mobilität, die sich mit Geduld und Experimentierfreude in die Tat umsetzen lassen.

Wie viel Wert die Mobilität für jeden einzelnen Menschen hat und wie er seine Möglichkeiten nutzt, ist immer eine sehr subjektive Angelegenheit. Erst die Geschichte wird zeigen, welche Ergebnisse daraus hervorgehen. So, wie wir heute auf die Geschichte der Dampfmaschinen, Motoren, Schiffe, Eisenbahnen, Flugzeuge und Raketen zurückblicken, werden spätere Generationen vielleicht ganz andere technische Errungenschaften als Grundstein ihrer persönlichen Mobilität sehen. Die Zukunft der Mobilität ist also genauso spannend wie ihre Geschichte.


 

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