Sind Dashcams in Deutschland ein neuer Trend?

vw polo im grabenIn Amerika und anderen Ländern sind Dashcams schon lange sehr beliebt und können bei Unfällen wertvolle Beweise zum Tathergang liefern. In Deutschland sieht man kaum ein Auto, das mit einer Dashcam ausgestattet ist. Doch auch hier gibt es seit den letzten Jahren eine Veränderung zu beobachten und immer mehr Menschen bekommen das Bedürfnis, ihr Auto mit einer Dashcam auszustatten.

Doch was ist eine Dashcam überhaupt?

Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hierbei um eine kleine Kamera. Diese wird vorne im Auto befestigt, meistens an der Windschutzscheibe. Daher stammt der Begriff „Dashcam“. Es wird während der Fahrt alles aufgenommen, was sich vor dem Auto ereignet. Wirklich entscheidend wird die Funktion der Kamera meist erst dann, wenn es zu einem Unfall kommt.

So gibt es einen guten Grund, warum die Autokamera immer beliebter wird. Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen der tatsächliche Verursacher nicht mehr ermittelt werden kann. Auch wenn es eine Pflicht zur KFZ-Versicherung in Deutschland gibt, so kann ein Unfall teure Versicherungserhöhungen und einen Rechtsstreit mit sich ziehen. Umso ärgerlicher ist es, wenn man keine Schuld am Unfall trägt, dies aber nicht beweisen kann

Foto: Karl Allen Lugmayer / Pixabay

Sind Dashcams in Deutschland überhaupt erlaubt?

Die Frage, ob eine Dashcam erlaubt ist, lässt sich nicht leicht beantworten. Die Rechtslage ist in diesem Bereich in Deutschland stark umstritten. Die Datenschutzgrundverordnung spricht eher gegen die Dashcams, wobei es trotzdem nicht schaden kann, eine Dashcam zu montieren, wenn man gewisse Regeln befolgt.

Grundsätzlich darf die Dashcam nicht anlassbezogen verwendet werden. Man darf sie also nicht erst in einer gewissen Situation einschalten, um dann bewusst andere Verkehrsteilnehmer filmen zu können. Die Kamera sollte die ganze Zeit über den Verkehr filmen und die Daten sollten schnellstmöglich wieder gelöscht werden, wenn diese nicht benötigt werden.

Der Schutz anderer Verkehrsteilnehmer wird hier als sehr hoch angesehen, da Autofahrer ohne ihr Wissen gefilmt werden und auch die amtlichen Kennzeichen dabei in der Regel erkennbar sind. Filmt die Kamera durchgängig den Verkehr und werden die Daten sofort wieder gelöscht, besteht kein Problem.

Untersagt ist es jedoch, die Videos ins Internet zu stellen. Bei Ahndung des Verstoßes können hohe Bußgelder fällig werden. Die aufgezeichneten Daten sollte man daher in jedem Fall für sich behalten.

Wie findet man eine gute Dashcam?

Wenn man sich dafür entschieden hat, eine Dashcam anzuschaffen, stellt sich schnell die Frage, welches die beste Dashcam ist. Tatsächlich sollte die Dashcam fürs Auto einige Kriterien erfüllen. Sie sollte möglichst klein sein, damit die Sicht durch die Windschutzscheibe nicht eingeschränkt wird. Hat man ein kleineres Auto, kann eine mini Dashcam die richtige Lösung sein. Sie ist besonders klein und stört daher eher weniger.

Möchte man nicht, dass die Dashcam mit Batterien betrieben wird, die immer wieder ausgewechselt werden müssen, dann sollte man über eine Dashcam mit Akku nachdenken. Oft besteht hier die Möglichkeit, die Kamera dann direkt im Auto während der Fahrt aufzuladen. Viele Akkus halten bereits über längere Zeit, sodass die Verwendung der Dashcam umso komfortabler wird.

Es werden auf dem Markt auch einige Dashcams mit GPS angeboten, die sehr nützlich sein können. Im Falle eines Unfalls kann man nachvollziehen wo genau der Unfall passiert ist, aber auch wo man mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs gewesen ist.

Sehr moderne Dashcams verfügen außerdem über WLAN und übertragen zu übermittelnde Daten sofort. Zudem kann ein eingebauter Notfalldienst sehr sinnvoll sein, dieser überträgt im Falle eines Unfalls sofort Daten und kontaktiert den Notdienst.

Ist eine Dashcam wirklich hilfreich?

Die Antwort lautet ja. Wenn die technischen Details stimmen und die Kamera einen guten Sichtwinkel hat, sowie Videos in guter Qualität aufzeichnet, kann im Falle eines Unfalls wesentlich besser nachvollzogen werden, wer den Unfall zu verantworten hat.

Auch bei einer Panne kann die Dashcam hilfreich sein, um die Situation später noch nachvollziehen zu können. Ob die Kamera letztlich auch bei Gericht verwendet werden kann, ist jedoch rechtlich umstritten. Zumindest gegenüber der Polizei und den Unfallbeteiligten kann die Kamera aber sehr hilfreich sein, um Beweise darlegen zu können.

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