Verbrauchertipps zum Winterreifenwechsel – von Profiltiefe bis Montage

Vor dem WinterreifenwechselDer Wechsel von Sommer- auf Winterreifen steht kurz bevor. Damit Autofahrer bei Wintereinbruch nicht in Stress geraten, sollten sie sich bereits jetzt mit der Thematik beschäftigen. Es gilt die Profiltiefe alter Pneus zu prüfen, womöglich neue Reifen zu bestellen und diese am Fahrzeug anzubringen. Ob der Radwechsel selbstständig erledigt werden kann, hängt vom handwerklichen Geschick ab. Erfahren Sie hier, worauf es ankommt.

 

Bildquelle pixabay.com (stux) 

 

Reifencheck: Profiltiefe und Reifenalter sind entscheidend

Sie besitzen alte Winterreifen und sind sich nicht sicher, ob diese noch fahrtauglich sind? Prüfen Sie zunächst die Profiltiefe! Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt zwar nur 1,6 Millimeter, für eine sichere Fahrt auf Schneeglätte, Reifglätte und Co. ist das aber zu knapp. Der Austausch durch einen neuen Satz Reifen ist bereits ab vier Millimeter Profiltiefe empfehlenswert. Ansonsten ist eine optimale Haftung bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr beziehungsweise nur bedingt gegeben.

Haben Ihre Reifen noch genügend Profil, heißt das nicht, dass Sie damit sorglos fahren können. Auch das Alter spielt eine große Rolle. Sind Winterreifen älter als sechs Jahre, ist ein Austausch durch neue ratsam. Teilweise wird nach spätestens acht Jahren zum Wechsel geraten. Fest steht, dass frischer Gummi besser greift und mehr Halt auf der Straße bietet als altes Material. Sind Reifen in die Jahre gekommen, verlängert sich der Bremsweg und das kann im Ernstfall verheerende Folgen haben.

Tipps zum Reifenkauf

Ist ein neuer Satz fällig, lohnt sich der Preisvergleich zwischen stationärem Handel und Internet. Während bei vielen regionalen Händlern in der Wechselsaison mit Lieferengpässen zu rechnen ist, können Sie online von einer üppigen Vielfalt profitieren. Auch das Sparpotenzial ist nicht zu unterschätzen. Beim Online-Reifenhändler ReifenDirekt findet man eine große Auswahl an Winterreifen und kann die Angebote diverser Reifenmarken komfortabel vergleichen. Ob Dunlop, Continental, Michelin oder Pirelli. Da es sich beim genannten Reifenonlineshop um einen ADAC-Vorteilspartner handelt, können sich ADAC-Mitglieder einen prozentualen Rabatt auf Pkw-Reifen und Kompletträder sichern.

Halten Sie ergänzend nach konkreten Angeboten von Reifenherstellern Ausschau! Viele gewähren Preisnachlässe in individuellen Aktionszeiträumen innerhalb der Wechselsaison, um Neukunden zu gewinnen. Werfen Sie vor dem Kauf einen Blick auf unabhängige Produkttests, da selbst renommierte Reifenmarken keine Qualitätsgarantie darstellen! Im Rahmen des ADAC Winterreifentests 2019 wurden insgesamt 31 Winterreifen für Kleinwagen und Vans unter die Lupe genommen. Die Experten testeten das Fahrverhalten auf nasser und trockener Fahrbahn sowie Kraftstoffverbrauch und Verschleiß.

 

Tipp: Die M + S Kennzeichnung ist bei winterlichen Straßenverhältnissen nur noch innerhalb der Übergangsfrist erlaubt. Diese endet am 30. September 2024. Danach sind gemäß Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) § 36 Abs. 4 wintertaugliche Pneus mit dem Bergpiktogramm inklusive Schneeflockensymbol vorgeschrieben. Kaufen Sie jetzt neue Winterreifen, sollten Sie auf dieses Produktmerkmal Wert legen.

 

Räder selber wechseln

Wechseln Sie die Räder Ihres Fahrzeugs selbst, können Sie damit langfristig einiges an Geld sparen. Schließlich kostet der Radwechsel in Werkstätten teilweise über 40 Euro. Um diese Aufgabe ohne professionelle Hilfe durchzuführen, benötigen Sie etwas Zeit und folgende Extras:

  • Drehmomentschlüssel
  • Wagenheber
  • Felgenschloss
  • Drahtbürste
  • Radkreuz

Für die Anschaffung von Wagenheber und Drehmomentschlüssel sollten Sie etwas 40 Euro kalkulieren. Als grobe Orientierung: Zunächst werden die Radschrauben der Sommerräder gelöst. Im Anschluss das Auto mit dem Wagenheber aufbocken und Schrauben sowie Räder abnehmen. An welcher Stelle des Fahrzeugrahmens der Wagenheber angesetzt werden darf, steht in der Betriebsanleitung. Winterreifen aufsetzen und die Schrauben gleichmäßig anziehen (noch nicht festziehen)! Den Wagen absenken bis die Räder blockieren und sich nicht mehr drehen lassen! Dann alle Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel zuverlässig fixieren! Im Video-Tutorial erklärt Auto-Tuner und Moderator Jean Pierre Kraemer die Vorgehensweise detailliert:

Mangelt es an Know-how, Werkzeug und Zeit, ist der Gang zur Werkstatt die bessere Wahl. Dort profitieren Sie von fachmännischem Service und können sich sicher sein, dass die Räder korrekt montiert sind. Denken Sie aber daran, rechtzeitig einen Termin in der Werkstatt zu vereinbaren, da insbesondere in der Wechselperiode ein massiver Andrang herrscht.

Empfehlungen zur Reifenlagerung

Lagern Sie Reifen stehend, wenn diese ohne Felgen aufbewahrt werden! Drehen Sie sie regelmäßig, um Verformungen vorzubeugen! Kompletträder bewahren Sie hingegen liegend gestapelt oder an Haken oder Felgenbäumen hängend auf! Der Lagerplatz sollte kühl, trocken und dunkel sein. UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Wärme lassen Gummi ansonsten unnötig altern. Vor dem Einlagern Fremdkörper aus dem Profil entfernen und für genügend Luftdruck sorgen!

 

Alles, was Sie außerdem zum Autofahren im Winter wissen sollten, finden Sie in dieser Beitragsübersicht.
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