Es hat mit dem Firmenwagen gekracht! Was nun?

Ist man in einem Unternehmen tätig, in dem mehrere Firmenwagen von den Angestellten bewegt werden, braucht man einen, der für diesen Fuhrpark verantwortlich ist. Neben dem allgemeinen Management kommen die Unfallschäden hinzu, die zusätzliche Zeit beanspruchen.

Zahlreiche Unfälle täglich

Schaut man sich die Unfallstatistik des Jahres 2012 an, kann man sich freuen, wenn man einen Tag im Straßenverkehr ohne Unfall verbringt. Im Vergleich

zu 2011 kam es bei den Verletzten zu einem Rückgang um 2,1 Prozent auf knapp 385.000 Menschen, die Anzahl der Verkehrstoten sank um sogar 10,1 Prozent auf knapp 3.650. Auch wenn diese Rückgänge erfreulich sind, sollte man dabei nicht außer Acht lassen, dass täglich über 1.000 Menschen im Straßenverkehr verletzt werden.
Viele Unternehmen, die einen Fuhrpark besitzen, werden durch die Kosten für Versicherungen und Reparaturen finanziell belastet. Es lohnt sich daher, schon im Vorfeld aktiv zu werden, um Unfälle zu vermeiden. Selbstverständlich sollte hier sein, dass sich die Fahrzeuge in einem technisch einwandfreien Zustand befinden. Kleine Reparaturen kosten nicht viel und können unter Umständen einen Unfall verhindern.

Kritische Situationen möglichst vermeiden

Angestellte, die viel mit den Autos unterwegs sind, kann man als Unternehmer zu einem Fahrsicherheitstraining einladen. Hier werden sie mit verschiedenen kritischen Situationen im Verkehr konfrontiert und erlangen dadurch Sicherheit. Des Weiteren kann man dadurch bei einigen Versicherern unter Umständen bessere Konditionen erlangen. Man befindet sich also in einer Win-Win-Situation.
Ist es dennoch zu einem Unfall gekommen, muss zuerst geklärt werden, wer haftbar gemacht werden kann. Ist ein Firmenauto verwickelt, ist dies in der Regel die Unternehmensleitung beziehungsweise der Fuhrparkleiter, sofern einer vom Geschäftsführer ernannt wurde. Allerdings kann es zu Ausnahmen kommen, die sich aber nach dem Einzelfall richten.

Schadensersatzansprüche nach Unfall

Auf das Unternehmen beziehungsweise die Versicherung können nun hohe Kosten zukommen, sodass es sich im Allgemeinen lohnt, sich anwaltlichen Beistand zu holen. Nicht nur die Kosten für die Reparatur werden hier verlangt; bei einem Firmenauto kommt es häufig zu einem Nutzungsausfall. Termine können nicht eingehalten werden, eventuell sogar über mehrere Tage, sodass ein hoher Ausfall möglich ist. Um dies zu vermeiden, kann man einen Mietwagen mieten; unter Umständen werden die Kosten dafür ebenfalls vom Unfallopfer beziehungsweise dessen Anwalt verlangt. Fällt ein Fahrzeug durch den Unfall sogar länger aus, wird eventuell eine Langzeitmiete in Anspruch genommen, wie sie beispielsweise im Internet angeboten wird.
Sind Insassen des anderen Autos beim Unfall verletzt worden, ist eventuell sogar Schmerzensgeld fällig. Zwar herrschen hier keine amerikanischen Verhältnisse, dennoch können relativ hohe Kosten entstehen. Ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, das bei einem Aufprall mit dem Fahrzeug durch die einwirkenden Kräfte sehr leicht entstehen kann, kostet bereits unter Umständen mehr als 1.000 Euro Schmerzensgeld.
Als Verantwortlicher eines Fuhrparks sollte man sich dessen bewusst sein und schon im Vorfeld informieren, wie im Schadensfall reagiert wird. Es ist nicht nur wichtig, dass man richtig, sondern auch, dass man schnell handelt.


 

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