Das Auto selbst reparieren!

Die meisten Autoreparaturen werden am besten den Profis in den Autowerkstätten überlassen. Wenn man jedoch ein wenig autotechnisch versiert ist, kann man manche Reparaturen auch in Eigenregie durchführen. Meistens handelt es sich um Wartungsarbeiten, die man an seinem Fahrzeug selbst machen kann. Man muss nicht gleich selber den Zahnriemen wechseln können, aber folgende Arbeiten sind auch für Ungeübte möglich durchzuführen. Vor jeder Reparatur sollte man sich erst die Reparaturanleitung für seinen Wagen anschauen, um bei den Reparatur- oder Wartungsarbeiten unnötige Fehler zu vermeiden. Solche Anleitungen bekommt man bei dem lokalen Auto- oder Ersatzteilehändler.

  1. Reifendruck des Autos alleine prüfen: Diese Aufgabe gehört zu den leichtesten Arbeiten, die man an einem Wagen durchführen kann. Mit geringen Investitionskosten von umgerechnet 15 Euro kann man bei regelmäßiger Reifendruckprüfung den Kraftstoffverbrauch senken und den Fahrkomfort erheblich erhöhen. Die Reifen verlieren oft ihren Druck im Laufe der Zeit oder bei kälteren Temperaturen. Um den Reifendruck zu überprüfen, sollte man einen digitalen Reifendruckmesser kaufen und den Reifendruck zuerst vor der Abfahrt überprüfen. Den richtigen Reifendruck findet man in der Bedienungsanleitung oder in der Tankklappe. Je nachdem ob der Druck den vorgeschriebenen Werten entspricht oder nicht, füllt man die Reifen mit Luft auf oder lässt die überschüssige Luft durch das Drücken der Ventile aus.

  2. Wie man den Luftfilter selber wechseln kann: Für die meisten Autos stellt die Luftfiltererneuerung keine Schwierigkeit dar. Die Kosten dafür sind ziemlich gering und je nach Automarke zwischen fünf und 25 Euro hoch. Luftfilterwechsel verbessert die Motorleistung und senkt auch den Kraftstoffverbrauch. Bei dem Wechsel wird man sich gleich fragen, wieso die Werkstätte dafür bis zu 25 Euro kassieren. Bei den meisten Fahrzeugen muss man lediglich ein Paar Clips oder Schrauben lösen, damit der alte Filter entfernt und der neue eingesetzt werden kann. Es ist ein einfacher Job, das von jedem durchgeführt werden kann. Bei Filtermaterialien, die grün oder rot gefärbt sind, handelt es sich um Filterstoff, das wiederverwendbar sein kann, man muss es nur reinigen.

  3. Den Ölwechsel im Handumdrehen selbst erledigen: Beim Thema „Ölwechsel“ sollte man schon ein wenig vorsichtiger sein, diese Aufgabe sollte am besten nur von erfahrenen Tüftlern vorgenommen werden. Will man es auch künftig selbst durchführen, sollte man mit den Erstkosten von etwa 50 bis 75 Euro rechnen, bei späteren Anwendungen fallen Kosten in Höhe von 10 bis 30 Euro an. Ölwechsel gehört zu den Wartungsarbeiten, der jeder in regelmäßigen Zeitabständen – je nach Kilometerleistung – durchführen muss. Diese Arbeit kann jedoch ziemlich schmutzig sein, wenn der Ölwechsel falsch gemacht wird, muss man mit teuren Motorschäden rechnen. Das Verfahren an sich ist relativ einfach: Man muss zuerst das Auto, am besten über eine Rampe, anheben. Danach wird das Öl aus der Motorwanne unten abgelassen. Der neue Ölfilter sollte man auf Dichtheit überprüfen und die vorgeschriebene Ölmenge auffüllen. Das alte Öl muss fach- und umweltgerecht bei einer Autowerkstatt entsorgt werden. Beim Ölwechsel muss man vor allem beachten, dass die richtige Ölmenge wieder aufgefüllt wird und die Ablassschraube oder der Filter richtig installiert ist. Macht man dabei etwas falsch, kann das schwere und kostspielige Motorschäden auf sich ziehen. Bei vielen freien Werkstätten kann man den Ölwechsel schnell und billig machen lassen. Wenn man jedoch ein leidenschaftlicher Autohandwerker ist, kann man das natürlich mit entsprechender Anleitung selber schaffen. Bei der Ölauswahl sollte man lediglich darauf achten, dass die von dem Autohersteller empfohlene Ölkategorie verwendet wird.

  4. Kaputte Glühlampen selber ersetzen: Je nach Automarke und Model gehört der Glühbirnenwechsel zu den mittelschweren Arbeiten am Auto. Abhängig davon, ob es sich dabei um Standlichter oder Scheinwerfer handelt, variieren die Kosten zwischen ein und zehn Euro. Durch einen raschen Wechsel sorgt man für die eigene Sicherheit im Straßenverkehr und vermeidet mögliche Strafzettel. Lampenwechsel ist zwar einfach, es kann aber manchmal etwas komplizierter sein. Man sollte immer eine Anleitung zu Hand haben, um mögliche Fehler bei der Auswechslung zu vermeiden. Der Zugang zu den einzelnen Glühbirnen gestaltet sich manchmal viel komplizierter, als man vermutet hätte. In der Reparaturanleitung ist aber Schritt für Schritt alles erläutert, was man hochheben, ziehen oder drehen muss. Bei dem Auswechseln einer Glühbirne sollte man darauf achten, dass keine Fingerabdrücke auf der Glühlampe haften bleiben, weil das die Birne unter Umständen zum Platzen bringen kann.

  5. Neue Wischerblätter für mehr Sicherheit: Hier gestaltet sich der Arbeitsaufwand von der Automarke abhängig: von leicht bis mittelschwer. Die Kosten pro Wischerblatt betragen im Schnitt zwischen fünf und fünfzehn Euro. Der Wischerblätteraustausch gehört wie Luftfiltertausch zu den Arbeiten, mit denen die Werkstätten schnelles Geld machen können. Bei den meisten Autos reicht das Drücken eines Hebels, Abziehen des Blattes und Einsetzen eines Neuen – ein Arbeitsaufwand von nicht mehr als fünf Minuten. Auf den Verpackungen der Wischerblätter findet man die nötige Anleitung für den Wechsel. Die neuen Wischer sollten vor allem festsitzen, damit sie die Autoscheiben nicht zerkratzen. Wer manuelle Fähigkeiten besitzt, kann nur die Wischblätterlippen kaufen und versuchen sie einzusetzen, was jedoch eine deutlich schwierigere Aufgabe als das Austauschen der ganzen Wischerblätter ist.
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