Die Wahl der richtigen Werkstatt

Jeder Autofahrer kennt das Problem. Ein Kundendienst steht an, eine Wartungsreparatur wie Bremsen oder gar ein kostspieliger Schaden wie eine defekte Zylinderkopfdichtung. Viele Menschen gehen inzwischen nur noch mit großem Unbehagen zur Autowerkstatt. Doch das muss nicht sein. Schon vorab lässt sich relativ leicht erkennen, wie gut oder eben weniger gut eine Kfz-Werkstatt ist.

Mit wenigen gezielten Fragen mehr erfahren

Zunächst einmal gilt es, zwei grundsätzliche Werkstatt-Typen zu unterscheiden: die freie Werkstatt und die Vertragswerkstatt der Automobilhersteller. Letztgenannte haben oft horrende Preise, selbst der schlichte Ölwechsel kostet hier oft ein kleines Vermögen. Dem gegenüber stehen die freien Werkstätten, die zumeist deutlich günstiger sind, dafür aber immer wieder den Ruf genießen, nicht so gut zu arbeiten. Doch das muss nicht immer stimmen. Wer sein Fahrzeug zu einer solch freien Werkstatt bringen möchte, sollte zunächst einmal fragen, welche Ersatzteile verwendet werden, wie es mit Sonderwerkzeug und Software aussieht. Werkstätten, die verantwortungsvoll schrauben, verwenden zumeist Ersatzteile, die der Erstausrüsterqualität entsprechen. Das sind dann ebenfalls Markenteile, aber eben über den freien Handel wesentlich günstiger. Oft kommt es sogar vor, dass dieselben Markenteile wie in der Vertragswerkstatt Verwendung finden, nur dass hier eben nicht das Automobil-Logo auf der Verpackung prangt.

Die Autowerkstatt testen

Bei Arbeiten am Motor werden viele Spezialwerkzeuge benötigt, aber schon bei relativ einfachen Arbeiten wie Bremsen erneuern kann das der Fall sein. Also einfach nachfragen, wie es mit diesem Sonderwerkzeug aussieht, oder ob hier improvisiert werden muss. Hintergrund: Sonderwerkzeug ist meist sehr teuer und nur eine gut laufende Autowerkstatt wird es sich tatsächlich kaufen. Und eine Werkstatt kann nur gut laufen, wenn die Kunden zufrieden sind. Auch lässt sich sehr leicht ein Test durchführen. Weiß man zum Beispiel, dass die Bremsen noch gut sind, weil sie erst vor Kurzem gemacht wurden, kann man dennoch zu einigen Werkstätten gehen und fragen, ob die Bremsen zu machen sind und was das kosten würde. Eine kundenorientierte Autowerkstatt wird umgehend mitteilen, dass beispielsweise nur die Beläge innerhalb der nächsten 5.000 km erneuert werden müssten, die Bremsscheiben aber sogar noch nicht getauscht werden müssen. Stattdessen werden sich solche Mechaniker das Fahrzeug generell etwas genau ansehen, wenn das Auto auf der Hebebühne steht, auf andere bestehende Schäden aufmerksam machen und diese dem Kunden zeigen, bevor repariert wird.

Nur zur zertifizierten Autowerkstatt gehen

Dazu gehören vor allem schnell defekte Achsmanschetten oder Bremsleitungen und Schläuche. Aber auch, wer nicht so viel Ahnung hat, dass er einen solchen Test durchführen kann, hat Möglichkeiten. Es gilt einfach einmal nachzufragen, was es kosten würde, eine Glühbirne zu wechseln. Bei den meisten Fahrzeugen ist das eine Arbeit von wenigen Sekunden und eine gute, serviceorientierte Autowerkstatt wird diese Arbeit ohne Rechnung bzw. zusätzliche Kosten zum Ersatzteil durchführen. Darüber hinaus sollte nur eine "offizielle" Werkstatt mit Meister ausgewählt werden. Viele Arbeiten - selbst das Wechseln der Windschutzscheibe - darf nämlich nicht ohne die entsprechende, fachliche Ausbildung durchgeführt werden. Und zu guter Letzt hilft es auch, sich etwas im Bekanntenkreis umzuhören. Gute Werkstätten sprechen sich immer schnell herum.
 


 

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