Der Formel 1 abgeguckt: „Leichte“ Sicherheit

Sicherheit durch Formel 1

Die häufigste Unfalltodesursache weltweit sind Verkehrsunfälle. Durch sie kommen jährlich mehr als 1,2 Millionen Personen ums Leben. Doch bei dieser Opferzahl muss es nicht bleiben. Durch geeignete Maßnahmen im Risikomanagement sei ein Großteil der Getöteten oder Schwerverletzten vermeidbar, ist Dr. Christoph Lauterwasser, Leiter des Allianz Zentrum für Technik, überzeugt. Das betreffe Fahrer und Fahrzeuge ebenso wie Straßen und das Rettungswesen.

Um den Gordischen Knoten zu knacken, engagiert sich die Allianz seit elf Jahren in der Formel 1. In der Königsklasse gewonnene Erkenntnisse sollen auf diese Weise der Sicherheit im allgemeinen Straßenverkehr zugutekommen. Was in der Formel 1 Kriterien wie Streckensicherheit, Fahrzeugkonstruktion, Safety Car oder auch die medizinische Versorgung sind, um ein Höchstmaß an Sicherheit für die Fahrer einzubringen, sind im normalen Autoalltag Fahrerassistenzsysteme. Hochwertigste Fahrzeugstrukturen, wie wir sie bislang aus dem Rennsport kennen, könnten in Zukunft das Verletzungsrisko weiter reduzieren.

Der Crashtest einer typischen Formel-1-Nase im AZT hat gezeigt, welches Potenzial in Faserverbundwerkstoffen wie Carbon steckt. Nur 3,5 Kilo schwer, hat die Nase den Aufprall auf eine feste Barriere mit Tempo 46 schadlos überstanden. Die Energie wurde restlos absorbiert, der Testschlitten kam auf kürzester Strecke zum Stillstand. Durch die gleichmäßige Verzögerung käme es nur zu einer geringen Belastung des Fahrers, erklärt AZT-Leiter Lauterwasser. Damit es aber gar nicht erst zu einem Crash kommt, sind zahlreiche Assistenzsysteme in modernen Fahrzeugen bereits unterwegs bzw. in der Erprobung. Wie eine Studie des AZT ergab, wäre langfristig jeder zweite Unfall mit Personenschaden vermeidbar oder weniger folgenschwer. Voraussetzung: Systeme wie zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern, aktive Gefahrenbremse, Spurhalte- oder Kreuzungsassistent kommen modellübergreifend in großem Stil zum Einsatz. (Auto-Reporter.NET)(Foto: dpp/AutoReporter.NET)

 


 

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