Ist es tatsächlich das Beste, wenn sich GM von Opel trennt – oder Opel von GM?

Klar ist: Beide Parteien haben es in den letzten Jahren nicht geschafft, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen um einen profitablen Kurs für die strauchelnde Tochter festzulegen. Hüben wie drüben wurde verabsäumt, Opel eine klare Linie zu verpassen. Wenn GMs weitere Tochter Chevrolet im Opel-Stammrevier ungeniert wildern soll, hätte man zuvor in der Modellpolitik und in der Aufstellung von Opel Konsequenzen ziehen müssen – zum Beispiel mit einer klaren Abgrenzung. Wie das praktisch funktioniert, zeigt Europas größter Autobauer.

GM und Opel hingegen übertrumpfen sich in Schuldzuweisungen im transatlantischen Schlamassel. Einer davon ist der seit Jahren schwelende Vorwurf aus Rüsselsheim, GM hätte Opel ihrer internationalen Chancen beraubt. Unsinn! Opel International musste vor über zehn Jahren in Japan mangels Qualität das Handtuch werfen. Der japanische Importeur Yanase sah sich seinerzeit mit bis zu zehn und mehr Stunden Nachbesserungen pro Fahrzeug konfrontiert – ein inakzeptabeler Vorgang.

Inzwischen ist es Fünf nach Zwölf. Einziger Hoffnungsschimmer für die schwächelnde Tochter derzeit: der Boommarkt Russland. Vielleicht erinnert sich Opel bei seinen Russland-Aktivitäten auch der legendären Warnung Michail Gorbatschows: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Hoffen wir, dass es für Opel nicht zu spät ist – mit oder ohne GM! (WebAutoBlog/IR)(Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET)

 


 

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