Schöne junge Frauen zahlen beim Autokauf oft weniger

Auf den Eindruck kommt es an.

Autoverkauf ist nicht gleich Autoverkauf. Wechselt das gute Stück den Besitzer, unterscheiden sich die damit verbundenen Gepflogenheiten europaweit schon gehörig. Hier gibt es je nach Land schon gehörige Unterschiede. Das ergab eine von AutoScout24 unter circa 45.000 Teilnehmern in acht Ländern durchgeführte Umfrage. So kann beim Autoverkauf unter Privatleuten der Käufer beispielsweise profitieren, wenn die Chemie stimmt. Verstehen sich die Handelspartner gut miteinander und kommen noch andere emotionale Faktoren hinzu, sind 61 Prozent der europäischen Autofahrer bereit, den Preis noch ein wenig zu senken.

28 Prozent der Verkäufer würden ihren Bekannten bzw. ihnen bekannte Personen einen Nachlass geben, 23 Prozent einem sympathischen Vater oder einer Mutter mit Familie einen Rabatt gewähren. Sieben Prozent würden den Preis senken, wenn der Käufer jung und attraktiv ist. Besonders die Männer sind anfällig für äußere Reize: In Deutschland würden zwölf Prozent der Männer einer jungen, attraktiven Frau mit dem Preis entgegen kommen, aber nur vier Prozent der deutschen Frauen einem schönen Mann. Niederländer und besonders die Spanier beharren hingegen meist auf dem angesetzten Preis, Schönheit hin, Bekanntschaft her.

Belgier waschen das Auto vor dem Verkauf per Hand

Dass sich ein gepflegtes Äußeres rentieren kann, wissen auch die Verkäufer: 51 Prozent waschen ihr Auto von Hand, bevor sie es dem potenziellen Käufer präsentieren. 37 Prozent unterziehen ihr Gefährt einer professionellen Reinigung, elf Prozent vertrauen der Waschanlage und dem Staubsauger. In Deutschland hat sich die professionelle Reinigung (27 %) noch nicht so durchgesetzt wie in Italien (62 %). Europameister in der Handreinigung sind die Belgier (73 %). Wird das Fahrzeug danach inseriert, geben 80 Prozent der europäischen Autofahrer an, kleinere Mängel schon in der Anzeige und im Verkaufsgespräch offensiv zu benennen. Nachfragen lohnt sich den Ergebnissen nach zu schließen immer, denn 16 Prozent geben kleinere Mängel erst dann zu – das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.

Kaum Sentimentalitäten nach dem Verkauf

Emotionen scheinen nach dem Verkauf des eigenen Wagens keine große Rolle zu spielen: Nur jeder Fünfte vermisst sein altes Gefährt, in Spanien immerhin 39 Prozent. Gibt es wirklich keine Sentimentalitäten? Auffällig ist, dass 17 Prozent der Deutschen etwas von ihrem alten Auto aufbewahren, zum Beispiel das Nummernschild oder einen Talisman, während dies europaweit nur von elf Prozent in die Praxis umgesetzt wird. (Auto-Reporter.NET/sr)(Foto: ProMotor/Auto-Reporter.NET)


 

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