Autofahrern droht Abzocke bei verspäteter HauptuntersuchungAchtung Abzocke

Am 30. März könnte der Bundesrat einem sogenannten „erweiterten Prüfumfang“ für verspätet zur Hauptuntersuchung vorgeführte Fahrzeuge zustimmen, berichtet der ADAC. Der Klub kritisiert eine Strafgebühr für Autofahrer, die in diesem Zusammenhang eingeführt werden könnte aufs Schärfste. Der Gesetzesentwurf sieht bei Überschreitung des HU-Termins um mehr als zwei Monate eine „Ergänzungsuntersuchung“ mit 20 Prozent höheren Kosten vor, da dann besonders gründlich geprüft werden müsse.

Für einen erweiterten Prüfumfang gibt es allerdings, genauso wie für die bisherige Rückdatierung der Plakette, keine technische oder statistische Begründung. Grundsätzlich müssen alle Fahrzeuge, egal, wann sie zur Hauptuntersuchung gefahren werden, sorgfältig und sachgerecht geprüft werden. Eine neue Strafgebühr für die verspätete HU komme einem reinen Abkassieren des Autofahrers gleich, kritisiert der Klub. Die Strafen, die der Bußgeldkatalog bei solchen Verspätungen schon heute vorsieht, sind aus Sicht des ADAC für unpünktliche Autofahrer Sanktion genug.

Weiterhin monieren die Münchner, dass sich Prüforganisationen offensichtlich als Vollstrecker und Nutznießer bei Ordnungswidrigkeiten betätigen sollen. Der Staat könne solche Aufgaben nicht an Prüforganisationen auslagern. (Auto-Reporter.NET/sr)(Foto: TÜV Süd/Auto-Reporter.NET)


 

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