VDA mahnt zum SchulterschlussZweifellos, die Zeiten sind schwierig, daraus machte auch VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig

vor rund 250 Teilnehmern auf dem ACOD-Kongress in Leipzig keinen Hehl. Umso wichtiger, dass die Zulieferer in Deutschland, speziell die Unternehmen in den neuen Bundesländern, ihre hierzulande erarbeitete Position halten und in guten Zeiten weiter ausbauen; und das vor allem auch international. Der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) ist die länderübergreifende Initiative zur nachhaltigen Entwicklung der Automobilindustrie in Ostdeutschland. Er umfasst die in den fünf neuen Bundesländern aktiven Automobilhersteller, Zulieferer und Dienstleister sowie Forschungsinstitute und Verbände. Der VDA, Partnerverband des ACOD, sieht die Branche zunehmend mit Unwägbarkeiten konfrontiert, auf die sie sich konzentriert vorbereiten sollte.

Die mittelständische Automobil-Zulieferindustrie seien heute ein Innovationsmotor für Deutschland, betonte Bräunig. Aus ihren Reihen stammten zahlreiche Ideen und Erfindungen, die wir als Kunde später im Auto wiederfänden. Langfristig sieht er für die gesamte Branche „große Chancen“, denn die weltweite Nachfrage nach individueller Mobilität wird weiter zunehmen. Bis 2020 wird von einem Pkw-Weltmarkt von 97 Millionen Einheiten ausgegangen; ein Zuwachs von 48 Prozent. Ein Pfund, mit dem deutsche Zulieferer und Automobilhersteller wuchern können, sieht Bräuning in deren globaler Aufstellung. „Hochtechnologie bleibt in diesem Zusammenhang das zentrale Differenzierungsmerkmal für unsere Zulieferer.“


Ausgesprochen vorsichtig bleibt der VDA-Geschäftsführer aber beim Blick in die Zukunft: „Es besteht aller Anlass davon auszugehen, dass deutsche Zulieferer international führend bleiben werden – weit über dieses Jahrzehnt hinaus.“ – Grund für den zweifelbehafteten Unterton sind zahlreiche belastende Faktoren. Dazu zählten die internationale Staatsschuldenkrise, die gestiegenen Rohstoffpreise „sowohl im Einkauf als auch an der Zapfsäule“ ebenso wie „neue protektionistische Tendenzen in einigen wichtigen Regionen“. Sparpakete und Konsolidierung von Staatshaushalten dämpften nach Ansicht des VDA zumindest vorübergehend die konjunkturelle Dynamik in Europa. „Darauf müssen wir vorbereitet sein. Die notwendige Flexibilität haben unsere Unternehmen, sie muss auch in der Metall-Tarifrunde gesichert werden.“

Insgesamt sieht Bräunig die Branche vor großen Herausforderungen und ruft zum Schulterschluss auf: „Jetzt kommt es darauf an, dass wir als Branche zusammenhalten, uns untereinander austauschen und uns damit gemeinsam voranbringen.“ (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: VDA/Auto-Reporter.NET)


 

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