Audi-Konzern knüpft an 2011er-Bestmarken an

2011 ist vorbei, aber es geht richtig gut weiter bei Audi

In Ingolstadt hat das neue Jahr so gut begonnen, wie das alte zu Ende ging. Bis April hat Audi bereits mehr als 471.000 Fahrzeuge verkauft und damit weltweit um 11,7 Prozent zugelegt. Sein operatives Ergebnis konnte der Automobilhersteller im ersten Quartal mit 1,4 Milliarden Euro um mehr als ein Viertel (26,6 %) steigern, die Umsatzerlöse legten um 17,8 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro zu. Entsprechend zufrieden konnte Vorstandschef Rupert Stadler auf der heute in Ingolstadt stattfindenden 123. Ordentlichen Hauptversammlung der AUDI AG seine Bilanz für 2011 präsentieren. Mit den gesteigerten Umsatzerlösen, dem operativen Rekordergebnis sowie einer daraus resultierenden Umsatzrendite von 11,4 Prozent habe der Konzern im ersten Quartal erneut seine Stärke im weltweiten Automobilgeschäft unter Beweis gestellt, fasst Stadler zusammen.

Investitionen in internationale Wettbewerbsfähigkeit

„2011 haben wir unseren strategischen Kurs des nachhaltigen und profitablen Wachstums mit unverminderter Geschwindigkeit fortgesetzt“, betonte Finanzvorstand Axel Strotbek gegenüber den Aktionären. Dass man bei Audi das hohe Tempo auch künftig halten will, daran zweifelt niemand. Entsprechend die Weichenstellungen der Ingolstädter. Erst vor wenigen Wochen fiel die Entscheidung für einen neuen Produktionsstandort in Mexiko, an ab 2016 der Q5 für die weltweiten Märkte baut wird. Nicht zuletzt ist die Standortentscheidung auch eine Investition in Audis internationale Wettbewerbsfähigkeit. Aber nicht nur Mexiko steht für die Erweiterung des globalen Produktionsnetzwerkes. Bereits 2013 sollen zwei neue Werke ans Netz gehen. In Ungarn baut Audi zurzeit den Standort Győr zu einem vollständigen Fahrzeugwerk aus; hier wird künftig ein neues Modell der A3-Familie vom Band rollen. Auch in China expandiert der Autobauer und plant mit seinem Joint-Venture-Partner FAW einen zweiten Standort im Süden des Landes. Neben dem Werk in Changchun will man ab nächstem Jahr auch in Foshan Automobile mit den Vier Ringen bauen.

Modelloffensive bereits angelaufen

Die Branche hält auch 2012 für ein gutes Autojahr, auch wenn die Finanzkrise auf einigen europäischen Märkten ihre Bremsspuren hinterlässt und die Absatzzahlen nicht mehr so spektakulär zulegen könnten. Audi sollte es jedoch gelingen, Absatzrückgänge in Europa vor allem in Spanien und Italien mit einer starken Nachfrage besonders in Nordamerika und China wettzumachen. Ein Übriges tut die Modelloffensive der Ingolstädter, denn für 2012 sind insgesamt 18 Markteinführungen geplant. Nachdem der A6 hybrid, der A1 Sportback und die neue Generation der A4-Modelle in den ersten vier Monaten bereits sehr erfolgreich an den Start gegangen sind, schickt die Marke seinen A3 ins Rennen unter den Kompakten. Ein weiterer Baustein der Wachstumsstrategie soll Ducati werden. Der traditionsreiche Hersteller von Sportmotorrädern gilt weltweit als führende Premiummarke im Motorradbau mit herausragenden Kompetenzen in der Motorenentwicklung und Leichtbauweise.

Aussichten

Mit den für 2012 angestrebten Verkaufszuwächsen sollten auch die Umsatzerlöse zulegen. Solange sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern, erwartet der Autobauer trotz höherer Aufwendungen für neue Modelle, die Entwicklung neuer Technologien und den Ausbau seines Produktionsnetzwerkes ein operatives Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau. Um diese Ziele Realität werden zu lassen, optimieren die Ingolstädter weiterhin alle Prozesse im Unternehmen und vergrößern ihren Mitarbeiterstab. Allein in Deutschland wird das Unternehmen in diesem Jahr rund 2.000 Experten einstellen, 800 mehr als geplant. Bei der Suche nach Fachkräften dürften die Ergebnisse der Arbeitgeber-Rankings hilfreich sein, die Audi gerade zum dritten Mal in Folge zum beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands gekürt haben. (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET)


 

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