Ursula Piëch: Starke Frau im VW-Aufsichtsrat

Die Frau im Aufsichtsrat

Er war mit Spannung erwartet worden, der Auftritt von Ursula Piëch vor der Ordentlichen Hauptversammlung des VW-Konzerns in Hamburg. Die Gattin von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, stellte sich gestern (19. April) den Aktionären und Gästen in einer kurzen Rede vor. Piëch selbst wurde im Anschluss an die Hauptversammlung vom Aufsichtsrat für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren an der Spitze des Kontrollgremiums gewählt.

Und Frau Ursula überzeugte ihre Zuhörer. Sie wurde als Nachfolgerin von TUI-Chef Michael Frenzel in das oberste Gremium des Autokonzerns gewählt. Eine gute Wahl, möchte man schon heute vor allem denen sagen, die im Vorfeld an der Nominierung der 55-Jährigen Kritik übten, weil sie ein Übergewicht der Familie Piëch befürchten. Große Fürsprecher hatte Ursula Piëch dagegen bereits früh in den Großaktionären Niedersachsen, Katar und Porsche.

Dass VW ein „Familienunternehmen“ ist, in dem die Eigentümer Porsche und Piëch den Kurs vorgeben, war Schaden des Unternehmens nie. Sie können auch bestimmen, wer auf der Brücke des umsatzstärksten Automobilbauers steht. Und dass es auch das Interesse Ursula Piëchs ist, die Geschicke des Unternehmens möglichst optimal zu bestimmen, daran ließ die gelernte Erzieherin in ihrer Antrittsrede keinen Zweifel. „Gemeinsam mit meinem Ehemann kümmere ich mich um unsere unternehmerischen Beteiligungen. Ich möchte dazu beitragen, den Erfolg des Unternehmens zu stärken und dabei die Interessen der Groß- und Kleinaktionäre zu stärken“, bat sie um das Vertrauen der Anteilseigner.

Das Vertrauen der deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) genießt Ursula Piëch bereits: „Die Piëchs haben einen erfolgreichen Weg bei VW eingeschlagen und den sollen sie fortsetzen“, so Ulrich Hocker. Unabhängig von der Aktionärsseite ist man auch im VW-Management vom Know-how der Frau Ursula überzeugt. Sie ist mehr als nur die Frau an der Seite des VW-Lenkers. Sie kenne das Unternehmen wie nur wenige andere, ist zu hören. Zudem habe sie ein Gefühl für Autos. VW-Chef Martin Winterkorn bescheinigt ihr Kompetenz und unternehmerisches Denken. - Allesamt Tugenden, die dem Konzern mit seinen rund 500.000 Mitarbeitern nicht schaden sollten. Im Gegenteil. (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET)


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Um unsere Webseite optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Unter anderen werden Cookies für die Messung (Besucherzahlen in unserem Fall Google Analytics), Werbung (Google Adsense, Mirando, Vibrant Media, etc.) verwendet. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung!
Zur Datenschutzerklärung Ok