Skodas Wachstumstrategie zeigt Erfolge

Der Erfolg von Skoad

Bereits im ersten Jahr seiner Wachstumsstrategie kann der tschechische Automobilbauer Skoda zufrieden sein, geht das Jahr 2011 doch als das beste in der Unternehmensgeschichte ein. „Wir konnten sowohl den Absatz als auch die Finanzzahlen überdurchschnittlich steigern und haben damit eine hervorragende Ausgangsbasis für den Wachstumskurs der kommenden Jahre geschaffen“, so Prof. Winfried Vahland auf der Jahrespressekonferenz in Prag. Skodas Vorstandschef nutzte die Gelegenheit, um sich bei der Belegschaft zu bedanken, „ohne die ein so gutes Ergebnis nicht möglich gewesen wäre“.

2011 verzeichnete der Hersteller Rekordwerte bei Auslieferungen, Umsatz und Ertrag. Weltweit setzte Skoda rund 880.000 Fahrzeuge ab und steigerte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 15,3 Prozent. Der Umsatz legte um fast ein Fünftel (+18 %) auf 10,3 Milliarden Euro zu. Erstmals wurde damit die 10-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Das operative Ergebnis von 743 Millionen Euro steht für ein Plus von 66,1 Prozent.

In den kommenden Jahre will die Marke diesen Kurs beibehalten und bis 2018 ihren Absatz auf jährlich mindestens 1,5 Millionen Einheiten hochgefahren haben. Wesentliche Instrumente, um dieses Ziel auch zu erreichen, sind neue Modelle bei gleichzeitiger Internationalisierung. Neue Märkte zu erschließen, hat sich Skoda auf die Fahne geschrieben. Dass die Rechnung aufgehen kann, zeigen der Kleinwagen Citigo und der in Indien angebotene Rapid, die vom Markt sehr gut angenommen wurden.

Stärker als der Markt

Zugelegt hat die Marke in allen Vertriebsregionen, und das stärker als der jeweilige Markt. Damit konnte der Marktanteil in nahezu allen Einzelmärkten ausgebaut werden. Weltweit lag dieser Ende 2011 bei über 1,4 Prozent. Prozentual am kräftigsten zulegen konnte der Hersteller mit 47 Prozent in Osteuropa; stärkster Einzelmarkt war Russland mit einem Absatzzuwachs von 62,5 Prozent auf 74.100 Einheiten. Wachstum war auch in Asien angesagt. Mit einem fast 50-prozentigen Plus sieht man sich in Indien in guter Verfassung. Im erneut größten Skoda-Markt China wuchs die Marke um mehr als ein Fünftel (21,9 %) und verkaufte rund 220.100 Fahrzeuge. – Skodas Strategie, sich den Märkten zu öffnen geht auf.

Gegen den Trend behaupten konnte sich die Marke auch in Westeuropa. Während der Markt um 1,5 Prozent nachgab, steigerte Skoda seine Verkäufe um 8,6 Prozent. Besonders in Deutschland (+13 %) war die Nachfrage groß. Auch auf den rückläufigen Märkten Zentraleuropas in einem teilweise schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behauptete sich die Marke (+1,7 %). In Tschechien bleibt die Marke unangefochtener Marktführer; jedes dritte verkaufte Auto ist ein Skoda.

Breite Käuferschicht

Boden gutmachen konnte die Marke mit dem geflügelten Pfeil aber nicht nur in ihrer angestammten Klientel, sondern auch unter den gewerblichen Kunden. Allein im Flottengeschäft wurden mehr als 239.000 Fahrzeuge abgesetzt; das entspricht einem Zuwachs um mehr als ein Viertel (+26,7 %).

Das meistverkaufte Modell war 2011 erneut der Octavia, dessen Auslieferungen um 10,7 Prozent auf fast 390.000 Einheiten zulegten. Platz zwei der Verkaufsbesten nimmt der Fabia mit 267.000 Einheiten (+16,5 %) ein. Den stärksten Verkaufszuwachs indes konnte das Kompakt-SUV Yeti verbuchen (+33,7 % bzw. 70.000 Einheiten).

Ausgesprochen gelungen ist der Marktstart der Modellreihen sechs und sieben: Citigo und Rapid. Der Kleinwagen Citigo, Skodas Antwort auf den weltweiten Trend hin zu Kleinwagen und Ende 2011 in Tschechien vorgestellt, kommt ab Mai auf die europäischen Märkten. Mit der Kompakt-Limousine Rapid erschließt sich die Marke das zweitgrößte Segment des indischen Marktes. Gewissermaßen „aus dem Stand“ wurde der Rapid dort zum „Familienauto des Jahres“ gekürt.

Ausblick

Nach einem überzeugenden Start ins Jahr 2012 sieht man bei Skoda zuversichtlich in die Zukunft: „Mit der soliden Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 und einer guten Mannschaft sind wir für die nächsten Jahre gut gerüstet“, so der Skoda-Chef. Die Zukunft heiße profitables Wachstum, und daran wolle Skoda auch 2012 arbeiten. Und der Einstand ins neue Geschäftsjahr konnte sich mit 147.500 Verkäufen und einem Plus von 11,6 Prozent sehen lassen. Nichtsdestotrotz sieht der Hersteller im laufenden Jahr einige konjunkturelle Unsicherheiten, vor allem auf einigen europäischen Märkten.

In diesem und in den kommenden Jahren baut die Marke ihre Modellpalette weiter aus und legt im Jahresverlauf mit einer neuen Kompaktlimousine für die europäischen Märkte nach. Einen Ausblick auf den Neuen gab bereits die Studie MissionL. Darüber hinaus wird die Internationalisierung weiter vorangetrieben und die weltweite Präsenz verstärkt. Das gilt für Asien und Osteuropa, aber auch für die Kernmärkte Europas. Vahland: „Trotz leichter Eintrübungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Westeuropa und in einigen Ländern Zentraleuropas bleiben wir unverändert vorsichtig optimistisch für die Zukunft.“ (Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET)


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Um unsere Webseite optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Unter anderen werden Cookies für die Messung (Besucherzahlen in unserem Fall Google Analytics), Werbung (Google Adsense, Mirando, Vibrant Media, etc.) verwendet. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung!
Zur Datenschutzerklärung Ok