Porsche Holding profitiert von glänzenden Porsche- und VW-ZahlenEs sind die guten Geschäfte ihrer Beteiligungen,

von denen die Porsche Automobil Holding SE im Geschäftsjahr 2011 profitieren konnte. Insgesamt steuerten Porsche und Volkswagen 4,66 Milliarden Euro zum Ergebnis der Holding bei; 395 Millionen Euro kamen von der Porsche Zwischenholding GmbH Konzern und 4,27 Milliarden Euro vom VW-Konzern. Belastet wurde das Ergebnis durch einen Sondereffekt von minus 4,37 Milliarden Euro aufgrund der Neubewertung der von der Holding gehaltenen Anteile an der Porsche Zwischenholding. So verbuchte Porsche SE 2011 unterm Strich einen Gewinn von 59 Millionen Euro.

Das positive Ergebnis der Holding bezeichnet das Unternehmen als ein Spiegelbild der guten Entwicklung der beiden Beteiligen. So hatte Volkswagen sein operatives Ergebnis im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte auf rund 11,3 Milliarden Euro steigern können und einen Rekordabsatz von mehr als 8,3 Millionen Fahrzeugen abgeliefert. Rekordzahlen auch beim Sportwagenbauer Porsche, der weltweit rund 118.000 Fahrzeuge verkaufte und sein ein operatives Ergebnis um 22 Prozent auf von 2,05 Milliarden Euro steigern konnte.

Verbindlichkeiten deutlich reduziert

Deutlich verbessert hat sich die Nettoliquidität der Porsche SE mit minus 1,52 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr, als diese noch mit minus 6,34 Milliarden Euro in den Büchern stand. Wesentlich dazu beigetragen hat die Kapitalerhöhung im April 2011, die der Holding rund 4,9 Milliarden Euro in die Kasse spülte. Der gesamte Emissionserlös wurde zusammen mit weiteren zur Verfügung stehenden Geldern zur Tilgung der insgesamt fünf Milliarden Euro umfassenden Verbindlichkeiten eingesetzt. Die verbliebenen Verbindlichkeiten von rund zwei Milliarden Euro wurden im Oktober 2011 zu deutlich verbesserten Konditionen refinanziert.

Sondereffekte durch Optionen

Im Nachgang zu der sich verzögernden Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG wurde eine Anpassung der Bewertung der von der Holding gehaltenen Optionen an Porsche nötig. Ein Sondereffekt, der das 2011er-Ergebnis belastet. Im September 2011 schätzten die Vorstände der Porsche SE und der Volkswagen AG ein, dass ein Zusammengehen, wie in der Grundlagenvereinbarung von 2009 vorgesehen, in dem geplanten Zeitraum nicht mehr realistisch sei. Für ein Scheitern der Verschmelzung hatte man sich wechselseitig Put- und Call-Optionen für die bei der Dachgesellschaft verbliebenen 50,1 Prozent der Anteile an der Porsche Zwischenholding eingeräumt. Die Neubewertung der Optionen zum Verkauf des Sportwagengeschäfts an den VW-Konzern hat das Ergebnis mit 4,37 Milliarden Euro belastet.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Put- und Call-Optionen ausgeübt werden, schätzt der Vorstand der Porsche SE mittlerweile auf 100 Prozent. Sie sei auch ein wesentlicher Grund für die Belastung des Ergebnisses der Porsche SE, so das Unternehmen heute in Stuttgart. Hinzu komme die gute Entwicklung des Unternehmenswerts der Porsche Zwischenholding im Geschäftsjahr 2011. Dieser wird wesentlich bestimmt von der aktualisierten Unternehmensplanung Porsches, die mit dem Macan die Einführung einer weiteren Baureihe vorsieht. Auch das erhöht den Unternehmenswert und belastet zugleich das Ergebnisses von Porsche SE. Hintergrund ist der in der Grundlagenvereinbarung unabhängig vom aktuellen Unternehmenswert fixierte Preis der Optionen. Höhere Unternehmenswerte der Porsche Zwischenholding hätten damit nicht liquiditätswirksame, negative Ergebniseffekte bei der Porsche SE zur Folge, so die Stuttgarter.

Aussichten 2012

Auch das laufende Geschäftsjahr will die Porsche Holding vor Sondereffekten in der Gewinnzone abschließen. Grund dafür sind auch die umfangreiche Kreditrückzahlung und die günstige Refinanzierung, die erheblich geringere Zinsaufwendungen nötig machen.

Obwohl sich die Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG im abgesteckten Zeitrahmen nicht mehr umsetzen lässt, halten beide Unternehmen an der Schaffung des integrierten Automobilkonzerns fest. Auto-Reporter.NET/arie)(Foto: Auto-Reporter.NET)


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Um unsere Webseite optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Unter anderen werden Cookies für die Messung (Besucherzahlen in unserem Fall Google Analytics), Werbung (Google Adsense, Mirando, Vibrant Media, etc.) verwendet. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung!
Zur Datenschutzerklärung Ok