In der arabischen Region ist es sehr wichtig Präsenz zu zeigen und sich im ständigen Austausch mit den Investoren zu bewegen – und Zeit braucht man, viel Zeit und reichlich Geduld. Das Management von Volkswagen weiß um die Besonderheiten in der Golf-Region, kann hierdurch eine erfolgreiche Zusammenarbeit umsetzen und wird im Herbst 2012 das Material Testing and Science Center of the Volkswagen Group Brands in Qatar offiziell eröffnen. Die Volkswagen AG engagiert sich mit diesem technologischen Unternehmen innerhalb des Qatar Science & Technology Park. „Wir werden hier Materialerprobung und Prüfung mit Kunststoffen und Klebetechniken durchführen“, sagte Dr. Harald Ludanek aus der Technischen Entwicklung der Volkswagen AG anlässlich der Qatar Motor Show in Doha.

Auf der 2. Qatar Motor Show 2012 präsentierte Volkswagen den neuen Passat, der in der US-Version in der Middle-East Region auf den Markt kommt. Auch dies ist ein strategischer Schritt, so wollen die Wolfsburger in der arabischen Welt in der volumenstarken Mittelklasse, die von Toyota und anderen japanischen Herstellern angeführt wird, frischen Wind bringen. Dies könnte auch zu einem Wüstensturm werden, schließlich ist dieser Passat (Fünfzylinder-Benziner mit 170 PS/125 kW) nicht nur für Privatfahrer, sondern ebenso eine Alternative zu den klassischen Stufenheck-Limousinen für Geschäftsleute. „Der Passat ist ein wichtiger Bestandteil unserer Modellpolitik in der Region Middle-East, in der klassische Limousinen das Straßenbild prägen“, erklärte Dr. Ulrich Hackenberg, Entwicklungsvorstand der Marke Volkswagen, während der Präsentation in Doha. Volkswagen sieht in der arabischen Region eine gute Chance die beliebten Business-Class erfolgreich zu beleben. „Wir sehen für dieses Jahr ein Volumen von 10.000 Passat in der Region“, sagte Stefan Mecha, Volkswagen-Chef Middle East, in Doha. Beliebte Modelle sind der Jetta, Tiguan und der Touareg – Ende 2012 wird auch der Beetle in den Mittleren Osten geliefert.

Nicht nur VW konnte im vergangenen Jahr mehr Autos in Middle East verkaufen, auch Audi ist mit einem Plus von 27 Prozent (rund 7.800 Autos) ins neue Jahr gestartet. „Hier sind besonders der Q5, Q7 und A8 gefragte Modelle. Wir wollen bis 2020 unseren Absatz in der Middle East Region mit rund 20.000 Autos verdreifachen“, erläuterte Peter Schwarzenbauer, Vertriebschef der Audi AG, im Gespräch. Erfolgreich im arabischen Markt kann sich auch Porsche in Doha präsentieren, „unsere ambitionierten Ziele konnten wir 2011 im Nahen Osten übertreffen. Gleich zu Jahresbeginn stellen wir unseren treuen Kunden in Qatar die wichtigsten Highlights vor, damit legen wir den Grundstein für weiteres Wachstum in 2012“, sagte Bernhard Maier, Vorstand Vertrieb und Marketing der Porsche AG, in Doha. Knapp 8.000 Autos sind ein Wort in der finanzkräftigen Region – allein in Dubai wurden über 1.500 Porsche verkauft. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)(Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET)


 

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