Exklusiv: Audi A1 quattro gefahrenWer das Topmodell der A1 Baureihe fahren möchte, der muss sich schon  beeilen, denn Audi hat den A1 quattro auf 333 Exemplare limitiert – wie schon den R8 GT. Den größten Anteil bekommt die Schweiz; auf dem deutschen Markt werden rund 60 A1 quattro zu haben sein. Wer in den Genuss kommen wird diesen Flitzer fahren zu können, der wird begeistert sein. Sein 2,0-Liter Vierzylinder-Turbomotor leistet 245 PS (188 kW), deren Kraft dank des serienmäßigen permanenten Allradantriebs wirkungsvoll auf die Straße übertragen wird. Gerade mal 5,7 Sekunden vergehen bis Tempo 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit ist mit 245 km/h erreicht. Soviel zum reinen Zahlwerk und der Vollständigkeit abrundend sei der Preis genannt: 49.900 Euro werden in Rechnung gestellt. Wer jetzt zuckt, dem wird eine Vollausstattung geboten und jene Exklusivität, die ein A1 ansonsten nicht versprüht. Und natürlich jede Menge Fahrspaß, den wir bereits auf einem zugefrorenen See im hohen Norden Schwedens erleben konnten.


Der A1 quattro ist eigentlich ein käuflicher Technologieträger, der als Vorbote auf einen möglichen S1 gelten könnte. Neben dem S3, S4, S6, S7 und S8 wird der S1 im nächsten Jahr wohl die sportliche S-Baureihe nach unten abrunden. Den technischen Aufwand, den Audi mit dem A1 quattro geleistet hat, ist nicht nur für 333 Autos geleistet worden. Wenn auch dieses speziellen A1-Modell exklusiv bleiben wird, so kündigt er einen leistungsschwächeres S1 Modell an, das wohl mit 220 PS auskommen muss – aber serienmäßig Allradantrieb an Bord haben wird.

Um den A1 quattro realisieren zu können, griffen die Ingenieure ins üppig gefüllte Komponentenlager. Das hört sich unkomplizierte an, als es in der Realität umsetzbar ist. Der Motor ist ebenso aus dem Audi TTS entnommen wie die Hinterachse. Die Transplantation von Hinterachse, Turbomotor und natürlich auch der Unterbringung aller Teile des Allradantriebs verlangten von den Entwicklern einen enormen konstruktiven Aufwand. „Mehr als 600 völlig neu entwickelte oder grundlegend modifizierte Komponenten des A1 quattro unterscheiden sich von denen in den frontgetriebenen Versionen“, erläuterte Christian Stengel, verantwortlich für das Produktmanagement des A1 quattro, im Gespräch. Für den serienreifen Aufbau des kleinen Flitzers benötigte Audi gerade mal 17 Monate.

Mal so eben den hauseigenen Allradantrieb „quattro“ in den A1 verpflanzen, entspricht nicht den technischen Möglichkeiten, die der frontgetriebene A1 bietet. Es mussten nicht nur neue Aufnahmepunkte für die angetriebene Hinterachse gefunden werden, so machte die Reserveradwanne des A1 mit Frontantrieb Platz für das Hinterachsdifferenzial. Für die Federung und Dämpfung gibt es eine eigenständige Aufnahme im komplett überarbeiteten Hinterwagen. Zudem musste der Serien-Tank wegen den veränderten räumlichen Anforderungen durch die in der Fahrzeugmitte längs verlaufende Kardanwelle weichen – dennoch bietet der 45 Liter fassende Tank des A1 quattro das gleiche Volumen wie im frontgetriebenen A1.

Dass der Audi A1 quattro mächtig Dampf macht, versteht sich eigentlich von selbst. Er vermittelt seine schiere Kraft aber stets angemessen kultiviert. Der Turbomotor hängt gierig am Gas, die manuelle Schaltung lässt sich knackig und sauber bedienen und die Lenkung vermittelt jene fahrsichere Verbindung zur Straße, die man erwachten darf. Auf den Einbau des Doppelkupplungsgetriebe S-tronic hat Audi verzichtet, aber auch diese technische Hürde wäre möglich gewesen. Klar, es müssen ja noch Leckerbissen im Audi S1 geboten werden. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann) (Foto: wmd/Auto-Reporter.NET)

 


 

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