Suziki KizashiKleinwagen und kompakte Allradautos,

das ist das traditionelle Angebot des japanische Automobilanbieters Suzuki. Gerne erinnert man sich an den Mini-Geländewagen LJ80 zurück, mit dem Suzuki in dem 80er Jahre für Furore sorgte. Klein, kompakt und wendig, mit diesen Merkmalen ist der Alto, Splash, Swift, SX4, Jimny und Grand Vitara ausgerüstet – und damit wäre auch schon das Modellangebot auf dem deutschen Markt vorgestellt. Suzuki fühlt sich wohl in der Fahrzeugklasse mit Längen zwischen 3,50 und 4,51 Meter. Dies soll auch in Zukunft so bleiben. Dennoch gibt es eine Ausnahme, die eine Ausnahme bleiben wird, wie Suzuki versichert. Mit dem neuen Kizashi wägt sich der japanische Kleinwagen- und Allradspezialist erstmals in die Mittelklasse. Eigentlich war die klassische Stufenheck-Limousine nicht für den europäischen Markt gedacht. Der 4,65 Meter lange Kizashi sollte ausschließlich in den USA, Japan und Russland verkauft werden.

Mit der Entscheidung ein größeres Modell anbieten, ist Suzuki dem Wunsch seiner Kunden nachgekommen. „Wir fühlen uns mehr als verpflichtet, diesen Ansprüchen gerecht zu werden und haben uns daher entschieden, unsere Produktpalette nach oben zu erweitern“, begründet Suzuki-Präsident Hiroshi Tsuda den Verkaufsstart in der Mittelklasse. Auch wenn heute der Serien-Kizashi nur noch in den Design-Gründzügen mit der im März 2008 auf der New York Motors Show enthüllten Studie „Concept Kizashi III“ zu tun hat, fährt der Kizashi in einer gefälligen Optik vor. Auf emotionales Design hat Suzuki jedoch verzichtet – schade, versprach doch die Studie mehr als nur das übliche Mittelklasse-Styling. Auf dem deutschen Markt gibt es den Kizashi ausschließlich in der Ausstattung „Sport“, die mit 18 Zoll Leichtmetallfelgen und verchromter, ovalen Doppelauspuffanlage dick aufträgt.

Wer sich für den Kizashi entscheidet, der hat bei Suzuki keine Auswahl: Ein Motor und eine Komplettausstattung, die Innenausstattung wird stets in schwarz geliefert, aber fünf verschiedene Außenfarben (Metallic-Lack 490 Euro Aufpreis) sind verfügbar. Mit einem Kampfpreis von 26.900 Euro steht der Suzuki Kizashi Sport in der Preisliste. Die Serienausstattung lässt kaum Wünsche offen: Sportsitze in Leder gehüllt, elektrisch verstellbare und beheizbare Vordersitze, Klimaautomatik, Glasschiebdach, Tempomat, Xenon-Scheinwerfer und ein CD-Radio mit acht Lautsprecher.

Suzuki will mit dem Kizashi nicht gegen die etablierte deutsche Mittelklasse antreten, sondern vielmehr Importmodellen wie dem Alfa 159, Seat Exo, Skoda Octavia, Toyota Avensis, Mazda 6 und Citroen C5 Kundschaft abwerben. Dies könnte im einen oder anderen Fall wohl kein großes Problem werden. Suzuki Deutschland gibt sich bescheiden und plant ein Absatzvolumen von 700 Kizashi für 2010 ein. Wenn im Januar 2011 der allradgetriebene Kizashi 4x4 mit stufenlosem CVT-Automatikgetriebe (29.900 Euro) hinzu kommt, sollen es im nächsten Jahr 1.000 Verkäufe werden.

Dass der Kizashi nur in einer Motorisierung lieferbar ist, macht die Kaufentscheidung nicht einfacher. Der 2,4-Liter Vierzylinder-16V-Benziner mit variabler Ventilsteuerung leistet 178 PS (131 kW) und weist keine technischen Höhepunkte auf. Unspektakulär aber druckvoll setzt sich der Kizashi in Bewegung. Dabei arbeitet das serienmäßige manuelle Sechsganggetriebe präzise und leitet die Kraft auf die Vorderräder. Zukunftsweisendes Downsizing bei der Motorentechnologie (Hubraum-Senkung) scheint bei Suzuki noch ein Fremdwort zu sein, daher sucht man Direkteinspritzung und Turbo-Aufladung vergebens. Auch einen bei der europäische Kundschaft so beliebten Dieselmotor wird es für den Kizashi nicht geben. Der 215 km/h schnelle Kizashi soll mit einem Verbrauch von 7,8 Liter auf 100 km auskommen. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)(Foto: Auto-Reporter.NET)

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