Seat Ibiza STMit dem neuen Seat Ibiza ST, der Kombi-Variante,

wird die kompakte Baureihe der Marke nicht schlechthin nur komplettiert. Der Neuzugang, der ab 10. Juli seinen Einstand bei den deutschen Seat-Händlern gibt (Einstiegspreis: 12.290 Euro), ist mehr als nur ein weiteres Modell. Vom ihm verspricht sich die spanische Tochter des VW-Konzerns einen ähnlichen Durchbruch wie den, der 2009 mit dem Seat Exeo gelang. Denn dieses Auto sei es gewesen, das „das Tor aufgestoßen“ habe, wie Seat Deutschland den großen Exeo-Erfolg beschreibt. Der neue Seat Ibiza ST runde die Modellpalette ab, hieß es jetzt bei der nationalen Fahrvorstellung des Autos im Rheingau. Der neue Seat Alhambra folge im September.

Die Ergänzung des Portfolios komme zur richtigen Zeit; sie passe. Seat könne nun „drei von vier Kunden ein Auto anbieten“. Dennoch: Mit 1,8 Prozent Marktanteil in Deutschland dürfe man nicht zufrieden sein, räumte der Geschäftsführer der Seat Deutschland GmbH, Rolf Dielenschneider, bei der abendlichen Pressekonferenz auf Burg Schwarzenstein ein. Deutlich mehr Absatzpotenzial sieht der Seat-Deutschland-Chef, wenn es gelänge, die Bekanntheit der Marke zu steigern. In dieser Hinsicht habe Seat als Hauptsponsor der UEFA Europa League und der Shakira-Tour schon deutliche Schritte nach vorn gemacht. Aber man müsse dranbleiben, will man expandieren. Um die Marke bekannter zu machen, werde Seat Deutschland auch „eine hohe zweistellige Millionensumme investieren“. 23 Prozent Bekanntheitsgrad seien zu wenig. Seats Nahziel sind 35 Prozent. Das mag bescheiden klingen, aber würde das erreicht, wäre das ein immenser Erfolg, sagen die Mörfeldener. Wichtig sei, Kaufinteressenten dazu zu bringen, „ein Auto von Seat überhaupt erst einmal zu fahren“.

Seat versteht sich als Einsteigermarke. Innerhalb des VW-Konzerns sei Seat die Marke, die die jüngsten Autokäufer gewinne. Keine 40 Jahre alt seien sie. Die Kundschaft von Skoda sei etwas älter, und der Altersdurchschnitt der VW-Käufer tendiere zu 50 Jahren. Profitieren könne das Seat-Marketing davon, dass die Marke international als designorientiert, sportlich und jung gilt. Diese drei Werte steckten in jedem Fahrzeug und kämen letztlich auch im Markenclaim „auto emocion“ zum Ausdruck, den 98 Prozent der Seat-Fahrer zuzuordnen wüssten; mehr als das bei anderen Marken und deren Claim der Fall sei.

Natürlich gehe man davon aus, dass mit dem Ibiza ST – „Freiraum fürs Leben“ – auch ein wenig innerhalb der eigenen Marke geräubert werde, sicher aber ließen sich vor allem Käufer erobern, die bisher an Seat vorbeigingen. Plus werde Seat machen dank einer besserer Markabdeckung und eines deutlich größeren Engagements. Und noch etwas war Seats Deutschland-Chef wichtig zu betonen: „Wir haben kein vermehrtes Händlersterben“. 70 Prozent der deutschen Seat-Händler befänden sich „im grünen Bereich“, 30 Prozent müssten daran allerdings noch arbeiten.

Das neue Auto steht nicht zuletzt für das im Konzern verfolgte Downsizing. Auch unterhalb des Ibiza kommt da noch was. Jetzt schon sehen lassen kann sich der Durchschnittsverbrauch von 3,4 l/100 km eines Ibiza 1,2 TDI CR Ecomotive mit Start-Stopp-System und von 5,1 l/100 km eines Ibiza 1,2 TSI Ecomotive, ebenfalls mit Start-Stopp-Technik.

Dass Seat auf einem erfolgversprechenden Weg ist, ließ der anlässlich der Fahrvorstellung auf der Teststrecke bewegte Ibiza ST 1.6 TDI CR vom ersten Meter an erkennen. Sowohl die Laufkultur des 77 kW/195 PS leistenden Common-Rail-Diesels als auch die vom Bordcomputer bestätigte Genügsamkeit – eine Vier vor dem Komma! – beeindruckten. Überzeugend auch das ausgewogene Fahrwerk. Kennenlernt man den neuen ST als ein rundum gediegenes Auto, das es überhaupt nicht schwer haben dürfte, Käufer zu finden.(auto-reporter.net/Wolfram Riedel)

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