Autofahrer deren Fahrzeug durch auftretende Schlaglöcher Schaden nehmen, sollten Schlagloch und Schaden möglichst genau dokumentieren. Nur so hat man überhaupt eine Chance seine Ansprüche durchzusetzen. Insbesondere dann, wenn die Behörden es versäumen die Geschwindigkeit zu begrenzen und auf den schlechten Straßenzustand hinzuweisen.
Bei extremen Schlaglöchern und Schaden ist es ratsam die Polizei einzuschalten.

Generell muss ein schlechter Zustand einer Straße vom Baulastträger gekennzeichnet sein. Ist dies nicht der Fall, kann das als Vorsatz ausgelegt werden und zur Haftung führen. Hierbei liegt die Betonung auf „kann“, den oftmals werden Ansprüche von den Behörden und Gerichten mit dem Hinweis zurückgewiesen: „der Fahrer hätte das Schlagloch erkennen müssen“ oder „der Fahrer ist zu schnell gefahren“. Da hierbei die Beweislast beim Autofahrer liegt, hat er das Problem, das Gegenteil zu beweisen.

Gute Chancen hat man dagegen auf mautpflichtigen Straßen, hier hat man als Fahrer einen Anspruch auf eine intakte Straße.
Die geplante Maut für Autobahnen und Bundesstraßen dürfte deshalb die Rechtslage verändern und den Druck auf Bund und Länder erhöhen, die betroffenen Straßen in gutem Zustand zu halten.

Tipp:
Eine Vollkasko-Police übernimmt in diesem Fall den Schaden durch Schlaglöcher (ausgenommen an Reifen).

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