SchlaglöcherSchaden durch schlechte Straßen

Schadensersatz steht Autofahrern zu, die an Ihrem Wagen einen Schaden durch ein Schlagloch zu verzeichnen haben, wenn vor diesem nicht ordnungsgemäß im Vorfeld gewarnt wurde. Dies entschied das Landgericht in Halle bereits am 28. Juni diesen Jahres. Nachts bei dichtem Verkehr war der Kläger auf der Autobahn 9 zwischen München und Berlin, in der zugelassenen Geschwindigkeitsbegrenzung unterwegs. Ein etwa 40 x 60 großes Schlagloch entstand auf dieser Strecke durch sogenannten Betonfraß. Der Autofahrer hatte aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse keine Chance das Schlagloch zu sehen, geschweige denn, ihm auszuweichen. Deshalb musste der dadurch verursachte Schaden durch das Bundesland komplett übernommen werden, da eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht durch das Land vorlag.


Das zuständige Bundesland war, laut dem Hallenser Richter, seiner Verpflichtung nicht im ausreichenden Maße nachgekommen und gefährdete so erheblich die Verkehrssicherheit. Der Autobahnmeisterei war der durchaus miserable Zustand der Autobahn nämlich schon längst bekannt. Ein einfaches Warnschild hätte die Sache schon anders aussehen lassen. Wäre dies bis zum Beginn der Wartungsarbeiten aufgestellt worden, hätte das Land seine Pflicht getan. Gerade auf Autobahnen sollte die Fahrbahn in einem einwandfreien Zustand sein. Gerade deshalb begrüßt auch der ADAC die Entscheidung des Gerichts.

Foto: A.T.U


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Um unsere Webseite optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Unter anderen werden Cookies für die Messung (Besucherzahlen in unserem Fall Google Analytics), Werbung (Google Adsense, Mirando, Vibrant Media, etc.) verwendet. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung!