Bußgeld statt Fahrverbot nur in absoluten AusnahmefällenFahrverbot bevorzugt

Ein Verkaufsleiter war in seinem Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Verkehrskontrolle geraten und sollte seinen „Lappen“ für einen Monat abgeben. Da er jedoch aus beruflichen Gründen auf den Führerschein angewiesen war, verlangte er eine Umwandlung der Strafe in ein höheres Bußgeld. Das Oberlandesgericht Hamm lehnte jedoch ab. Zwar sei der Arbeitsplatz bei einer sofortigen Verbüßung der Strafe in Gefahr, der Mann könne jedoch seinen zweiwöchigen Resturlaub nutzen und die verbleibenden zwei Wochen auf andere Art überbrücken.

Auftretende Zusatzkosten (zum Beispiel Taxi, öffentliche Verkehrsmittel, Aushilfsfahrer) müssten notfalls durch Aufnahme eines Kredits überbrückt werden, dessen Höhe sich in diesem Fall angesichts des einmonatigen Fahrverbots in überschaubaren Grenzen hielte, so die Richter Auch habe der Verkaufsleiter ausreichend Zeit, notwendige Maßnahmen zu organisieren, da in der Regel eine Frist von vier Monaten bis zur Abgabe der Fahrerlaubnis bestehe (OLG Hamm, 3 RBs 337/11). (Auto-Reporter.NET/Wolfgang Büser)


 

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