Das sahen Deutschlands oberste Arbeitsrichter allerdings anders. Hier sei zu berücksichtigen, dass der Arbeitnehmer während der Rufbereitschaft von seinem Arbeitgeber aufgefordert wurde, am Arbeitsplatz zu erscheinen, und zwar schnellstmöglich. „Dazu war der Arzt unter den gegebenen Umständen nur mit seinem privaten Pkw in der Lage“, erklärt D-AH-Rechtsanwältin Tanja Leopold den Erfurter Richterspruch. Mit der Entgegennahme des Anrufs, mit dem er in die Klinik gerufen wurde, hatte er faktisch bereits seinen Dienst aufgenommen. Womit es sich bei der Unfallfahrt also um eine betriebliche Tätigkeit handelte, für die dann der Arbeitgeber das Wegerisiko trägt.

Ganz anders übrigens bei der sonst allmorgendlichen Fahrt von der Wohnung zum Arbeitsplatz. Auch hier hat der Arzt als Arbeitnehmer zwar pünktlich zu erscheinen, ist dafür aber, zumindest theoretisch, nicht auf den „Hau-ruck-Einsatz“ seines privaten Autos angewiesen. Er könnte die tagtäglichen Fahrten zum Arbeitsplatz auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen und müsste eben möglicherweise nur eher losfahren. Eine Wegeentscheidung, für die er als Arbeitnehmer selbst das Risiko trägt. (Auto-Reporter.NET)


 

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