Rechtschutz für den Verkehr

Es war nur ein kleiner Auffahrunfall. Einer, wie sie täglich zu Tausenden in Deutschland passieren. Niemand wurde verletzt, an beiden Autos gab es nur Blechschaden. Die Schuldfrage war eindeutig, einer hatte dem anderen die Vorfahrt genommen; der Fahrer gab seinen Fehler unumwunden zu. Beide hatten es eilig. Die Polizei zu rufen, war unnötig, die Sache war ja klar. Einige Tage später fand die Fahrerin, der die Vorfahrt genommen worden war, ein Anwaltsschreiben im Briefkasten. Der Unfallgegner wollte plötzlich nichts mehr von seiner Schuld wissen, schob ihr die Verantwortung zu. Die Angelegenheit landete vor Gericht, sie konnte sich keinen Rechtsbeistand leisten und musste zahlen. Den eigenen Schaden in Höhe von 1500 Euro und den am anderen Auto - nochmal 3800 Euro.

Es sind solche Fälle, die sogar sonst versicherungskritische Verbraucherschützer sagen lassen, dass eine Verkehrsrechtsschutzversicherung sinnvoll ist. Der Rechtsschutz übernimmt die kompletten Kosten für Anwälte und den Prozess - er schützt seinen Kunden also vor ungerechtfertigten Ansprüchen, setzt aber auch die berechtigten Schadensersatz-Forderungen des Versicherten durch. Ebenfalls gedeckt sind Gutachterkosten, die gerade nach Unfällen meist unvermeidbar sind.

Das Motto ist klar: den Verkehrsrechtsschutz abschließen und beim Autokauf- oder Verkauf besteht die Gewissheit, dass die Versicherung hilft, wenn der Vertragspartner seine Pflichten nicht einhält. Auch im Ausland, wo sich die Rechtslage oft grundlegend anders darstellt als in Deutschland, hilft der Rechtsschutz weiter. Und schließlich genießen die Versicherten Schutz, wenn sie einen Bußgeldbescheid oder einen Strafbefehl erhalten. Lediglich bei vorsätzlichen Straftaten entfällt der Schutz, außerdem bei Bagatell-Verstößen gegen das Halte- bzw. Parkverbot.

Grundsätzlich ist der Versicherungsnehmer abgesichert, auch wenn er mit anderen Fahrzeugen als den in der Versicherung angegebenen fährt. Außerdem erstreckt sich der Schutz auf alle Familienmitglieder, sofern sie mit einem Fahrzeug des Versicherungsnehmers unterwegs sind. Der Schutz gilt auch, wenn der Versicherungsnehmer als Fußgänger oder Radfahrer einen Schaden geltend macht.

Die Kosten für den Rechtsschutz hängen vom Anbieter, der Versicherungssumme und einer möglichen Selbstbeteiligung ab. Die Versicherungssumme sollte dabei mindestens 500000 Euro betragen - dann ist der Schutz bei einer Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro bereits für weniger als 80 Euro im Jahr zu bekommen. Ohne Selbstbeteiligung beginnen die Jahresbeiträge je nach Versicherungssumme bei etwa 97 Euro. Hinsichtlich der überschaubaren Beträge im Vergleich zur gebotenen Leistung sollte nicht lange überlegt werden.


 

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