Automobiler Leichtbau: Wenn weniger mehr ist„Leichte Kunst“ ist der Titel einer Sonderausstellung im Audi museum mobile,

in der Meilensteine des automobilen Leichtbaus zu sehen sind. Star der Präsentation ist der Audi R18 TDI, der Sieger der 24 Stunden von Le Mans 2011. An zehn Fahrzeugen wird die historische Entwicklung von Audis Leichtbau-Know-how demonstriert. „Das leichteste Auto in jedem Segment soll künftig vier Ringe tragen“, gab Audi-Chef Rupert Stadler bei der jüngsten Jahrespressekonferenz Anfang März als Ziel aus. „Audi ultra“ ist eines der fünf strategischen Zielfelder des Premiumherstellers.

Wer waren die Pioniere des Leichtbaus? Welche Methoden gibt es? Und werden Autos in der Zukunft so leicht wie Spielzeuge sein? – Auf solche und andere Fragen soll die vom 20. März bis 31. Juli 2012 in Ingolstadt stattfindende Sonderausstellung eine Antwort geben.

Traditioneller Leichtbau

Bereits 1903 baute August Horch in einen Horch Tonneau ein Kurbel- und Getriebegehäuse aus Leichtmetall. Die Motorkraft wurde nicht über eine schwere Kette, sondern über eine leichte Kardanwelle an die Hinterachse befördert. – Die Sonderausstellung beginnt in der frühen Leichtbaugeschichte von Audi mit einem NSU 8/24 PS (1913), dessen Karosserie ganz aus Aluminium gefertigt war, und einem mehr als 80 Jahre alten Horch 10/50 PS (1925), dessen kolossales Äußere täuscht: Motorblock, Getriebegehäuse und Lenkung bestehen bereits aus einer leichten Alu-Legierung. Eine Kombination aus Holz, Kunstleder und Aluminiumblechen reduziert das Gewicht der Karosserie.

Sportliche Schwergewichte leicht

Der legendäre Auto Union Silberpfeil Typ D  (1938) steht beispielhaft für Leichtbau im Motorsport. In den Rennjahren 1934 bis 1939 fuhr die Auto Union zahlreiche Siege ein. Die Leichtbaukonzeption hatte man bis 1937 durch die 750-Kilogramm-Formel auf die Spitze getrieben; die magische Grenze für die Eigenmasse der Fahrzeuge. Zunehmende Sicherheitsanforderungen und neue Technik führten bei den Serienfahrzeugen aber bald zu mehr Kilos. Erst 1972 gelang es mit dem Audi 80, die Gewichtsspirale zu durchbrechen. Er war das erste Modell bei Audi, das leichter als sein Vorgänger war.

Als Zeugnis der Innovationskraft der Marke dient Audis erster Supersportwagen, der legendäre Audi Sport quattro (1984). Große Teile der Karosserie bestanden aus Kunststoff, der dreimal leichter war als konventionelles Stahlblech.

Der Weg in der Ausstellung führt bis in die Neuzeit, bis zum aus Aluminium gefertigte Audi Space Frame (ASF), mit dem der Grundstein für den Erfolg des Audi A8 (1994) gelegt wurde, oder zum R8 (2006), bei dem Karosserieteile aus CFK gefertigt sind. Das absolute Highlight der Ausstellung ist aber zweifellos der auf ultra-Leichtbau getrimmte Audi R18 TDI (2011). Das Fahrzeug besteht aus einem einteiligen Kohlefaser-Monocoque. (Auto-Reporter.NET/br)(Foto: Audi/Auto-Reporter.NET)


 

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