FAMOS: Damit Autofahrer weiß, wo’s langgehtDie begrenzte Sichtweite der Fahrzeugsensorik

bedeutet eine wesentliche Einschränkung heutiger Fahrerassistenzsysteme. Geht es jedoch nach den Forschern des von der Volkswagen-Konzernforschung koordinierten Konsortiums FAMOS, wird sich das bald ändern: Zukünftige Systeme sollen eine sehr präzise Vorausschau über die Verkehrslage, den genauen Straßenverlauf und die Streckentopografie verschaffen. Damit gelingt es, den Fahrer zu entlasten, frühzeitig über potenzielle Risiken auf der vorausliegenden Strecke zu informieren, die Verkehrseffizienz zu steigern und letzten Endes auch den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Das Forschungskonsortium FAMOS (Galileo for Future AutoMOtive Systems) hat heute (8. Februar 2012) in Braunschweig innovative Fahrerassistenzsysteme der Zukunft präsentiert: „Green Driving“ erweitert beispielsweise das ACC (Geschwindigkeitsregelanlage mit automatischer Distanzregelung) zu einer intelligenten Fahrzeuglängsführung. Durch die vorausschauende Anpassung der Geschwindigkeit seien Kraftstoffeinsparungen von über zehn Prozent möglich. Der sogenannte „Ein- und Ausfädelassistent“ unterstützt und entlastet den Fahrer hingegen an Auf- und Abfahrten der Autobahn.


Möglich macht die neue Art des vorausschauenden Fahrens eine intelligente Vernetzung von Fahrzeug- und Umfeldsensoren mit einer erweiterten Ortungsfusion. Mithilfe neu entwickelter Galileo/GPS-Mehrfrequenz-Empfänger wird in Kombination mit der gemessenen Absolutposition des Fahrzeuges zunächst ein genauer Standort des Fahrzeuges errechnet. Kartenbasierte Informationen wie Verkehrszeichen, Kreuzungen, die Topografie oder vorhandene Kurven entlang der Route werden anschließend genutzt, um situativ notwendige, vorausschauende Fahrmanöver einzuleiten.

Neben Volkswagen als Projektkoordinator sind an dem innovativen Fahrassistenzsystemprojekt FAMOS weiterhin beteiligt: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institut für Flugführung (IFF) der TU Braunschweig, Abteilung für Psychologie, Methodenlehre und Biopsychologie (IPMB) der TU Braunschweig, Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik (IVA) der TU Braunschweig, IMST GmbH, NavCert GmbH und OECON Products & Services GmbH. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. (Auto–Reporter.NET/sr)(Foto: VW/Auto-Reporter.NET)


 

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