Formel 1: Mercedes AMG Petronas ist auf einem guten WegMercedes-Benz feierte gleich zwei Weltpremieren auf dem Formel-1-Kurs Circuit de Catalunya in Barcelona:

Schon früh am Tag trommelte das Team die Medien zur offiziellen Enthüllung des neuen Silberpfeils Mercedes AMG Petronas F1 W03 zusammen. Neben dem Boliden für die Formel 1-Saison 2012 war auch ein erster Blick auf den Mercedes-Benz SL63 AMG möglich. Die Werksfahrer Nico Rosberg und Michael Schumacher fuhren jeweils im neuen AMG-Roadster zur Präsentation des F1 W03 in der Boxengasse vor. Eine außergewöhnliche wie auch exklusive Veranstaltung, die auch die Verschmelzung von AMG in den Teamnamen deutlich macht. Nun ist die High Performance Marke von Mercedes-Benz mit integriert in das Formel-1-Projekt. In Stuttgart hatte es lange gedauert bis man sich zu diesem logischen Schritt entscheiden konnte. „Alles braucht seine Zeit“, kommentierte Motorsportchef Norbert Haug die Entscheidung.


Das Mercedes AMG Petronas F1 Team startet in seine dritte Saison, nachdem im Januar 2010 das Team vorgestellt wurde. Bislang reichte es nur zweimal für vierten Platz. Für dieses Jahr wird allerdings mehr verlangt, glaubt man den Motorsport-Medien. „Das Ziel ist Schritt für Schritt in Richtung Platz eins zu gehen. Das geht nicht auf einmal“, sagte Haug. Das neue Fahrzeugkonzept basiert auf einem größtenteils stabilen Technischen Reglement, das jedoch zwei bedeutende Änderungen enthält: Zum einen veränderte Vorschriften für die maximale Höhe der Fahrzeugnase in Relation zum Chassis – dies führt zur markanten Stufennase – sowie eine neue Positionierung des Auspuffs. Letztere soll verhindern, dass die Auspuffabgase wie in der Saison 2011 beim „angeblasenen Diffusor“ aerodynamisch vorteilhaft genutzt werden.

„Ich glaube, dass unser Team auf den F1 W03 stolz sein kann und hoffe, dass das Auto jene Ergebnisse erzielt, für die alle unsere Mitarbeiter so hart gearbeitet haben“, sagte Teamchef Ross Brawn in Barcelona. „Auch mit dem markanten Design der Fahrzeugnase, die sicherlich gewöhnungsbedürftig ist, ist der F1 W03 eine elegante Interpretation des aktuellen Reglements und in Sachen des Detail- sowie Entwicklungsgrads ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.“ Die Entwicklung des F1 W03 begann im Mai 2011. Es ist das erste vollständige Fahrzeug, das von einem im vergangenen Jahr auf allen Ebenen verstärkten Technik-Team entworfen wurde. Das neue Auto besteht aus 4.500 Einzelteilen – im Vergleich zum W02, der 4.300 Teile hatte. Es besitzt ein niedrigeres Grundgewicht als sein Vorgänger, ist kompakter und effizienter.

„Unser Silberpfeil sieht gut aus und auch unter der Haube ist alles sehr kompakt gestaltet. Die verschiedenen Teile arbeiten harmonisch miteinander, was widerspiegelt, dass unsere Abteilungen im Team gut zusammenarbeiten. Von Beginn an waren wir in der Lage, uns auf die Performance zu konzentrieren und machen guten Fortschritt mit unserem Testprogramm. Es wird interessant sein, zu sehen, wo wir in den nächsten Wochen stehen werden.” Michael Schumacher, der den ersten Testtag in Barcelona absolviert, kommentierte: „Ich habe ja schon einige Rollouts und Vorstellungen neuer Autos hinter mir, aber selbst nach all den Jahren fühlt sich das immer noch besonders an. Tage wie dieser sind irgendwie spezielle Momente, voller Hoffnung und Vorfreude. Wir werden intensiv daran arbeiten, ihn zu einem wettbewerbsfähigen Rennauto zu entwickeln. Ich jedenfalls bin heiß auf neue Kämpfe, ich freue mich tierisch auf die neue Saison, und ich kann es jetzt kaum erwarten, dass es wieder los geht.“

Norbert Haug sieht sein Team auf einem guten Weg: „Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir viel Arbeit in unser neues Auto gesteckt. Nicht nur in Design und Entwicklung des F1 W03, sondern auch in den Aufbau einer technischen Organisation, die konstant ihr volles Potential nutzen kann. Unser langfristiges Ziel ist, zu regelmäßigen Anwärtern auf Rennsiege und den WM-Titel zu werden und dann ein weiteres Kapitel in der langen Erfolgsgeschichte der Silberpfeile zu schreiben, die vor 78 Jahren begann. In diesem Jahr wollen wir einen weiteren Schritt auf diesem Weg machen.“ (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)(Foto: MB/Auto-Reporter.NET


 

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